Ausgabe 
13.10.1972
Seite
1827
 
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Montabaur -3-

KEUL

VERSICHERUNGEN FINANZIERUNGEN IMMOBILIEN

MONTABAUR PETERSTORSTR 7 9 Tel 308 0 JL KTlC5i ^

Wolfram Ludwig Pforte und Monika Hildegard Heuser, beide Montabaur.

Jürgen Schäfer, Nassau (Lahn) und Jutta Karle, Monta­baur.

Karl Heinz Fetz, Welschneudorf und Irmgard Maria Frank, Oberelbert.

Wilhelm Bois, Sindorf und Ingeborg Regina Weber, Monta­baur.

c) STERBEFÄLLE:

Bruno Roos, Montabaur

Karl Christian Schmidt, Homberg

Margareta Hübinger geb. Langholz, Niederelbert

Anna Gläser geb. Hölzgen, Weroth

Gerhard Vogt,Montabaur

Josef Bahl, Montabaur

Friedrich Blatt, Horbach

Georg Max Speckan, Montabaur

Anna Katharina Horn, Nomborn

Brigitte Voll geb. Bendel, Heilberscheid

Ursula Juliane Waltraud Bachmann geb.Güte,

Mülheim a. d. Ruhr

Franz Josef Hübinger, Niederelbert

Anna Gertrud Höhn, Hundsangen

Johann Peter Munsch, Wirges

Maria Bender geb. Wagner, Montabaur

Franz Lang, Montabaur

Karl Josef Schäfer, Montabaur

Margaretha Mille geb. Wüst, Guckheim

Adolf Forst, Kölbingen

Franz Josef Tempel , Niederkrüchten

I. V. gez.

63 Jahre

64 Jahre 71 Jahre 75 Jahre 54 Jahre 51 Jahre

78 Jahre 81 Jahre 71 Jahre 51 Jahre

5o Jahre 71 Jahre 66 Jahre 71 Jahre 77 Jahre 61 Jahre 21 Jahre 69 Jahre

79 Jahre 28 Jahre Unterschr.

Spuren der Römer im Westerwald

Wenn man von Montabaur über den Koppel in westlicher Richtung weiterwandert, kann man noch Reste des römi­schen Grenzwalles finden.

Die Römer nannten ihre Grenzbefestigung in Deutschland Limes und begannen 84 n. Chr. unter Domitian den Bau der Anlage und setzten ihn unter Trajan und Hadrian (117-138) fort.

Vom Westerwaldgebiet wurde ein schmaler Streifen längs des Rheines abgetrennt. Der obergermanische Limes führte etwa 8 km an Montabaur vorbei. Er überschritt bei Ems die Lahn und zog sich Uber Arzbach, Hillscheid, südwest­lich Grenzhausen erst nördlich, dann westlich, oberhalb Sayn an Ober- und Niederbieber vorbei über die Rheinhöhen hin und endete bei Hönningen.

Der insgesamt 548 km lange Wall war durch mehr als looo Wachttürme und über loo hinter der Grenze liegen­den Kastellen gesichert. Um 28o n. Chr. mußte der Limes von den Römern infolge der erstarkten Germanenstämme aufgegeben werden.

Der Nachtragshaushalt dient vor allem der Herstellung des Haushaltsausgleichs 1972, denn in der Kreistagssitzung vom April d.J. hatte der Kreistag bekanntlich einen Haus­halt mit einem Defizit von 1.41o. ooo DM verabschiedet.

Wie Landrat Dr. Heinen zur Vorlage des Nachtragshaus­halts erklärte, befindet sich der Kreistag damit erstmals vor der schwierigen Aufgabe, ein Defizit auszugleichen, da die Erwartung, hierfür Sonderzuweisungen des Landes zu erhalten, nicht erfüllt wurde. Dies sei auch der Grund gewesen, warum die Finanzkommission sich schon im Juli mit Maßnahmen der laufenden Haushaltswirtschaft zu befassen gehabt und Sperrungen verfügt habe. Nunmehr ging es darum, den Hausnalt wenigstens in ein äußeres Gleichgewicht zu bringen. Dies könne nur durch Investi­tionsverzicht auf der einen Seite und eine trotzdem not­wendige höhere Verschuldung erfolgen.

So seien die Ausgaben für eine Beschützende Werkstätte in Montabaur, für eine Kraftfahrdrehleiter der Feuerwehr und für zwei größere Straßenbaumaßnahmen verschoben worden. Andere Investitionsmaßnahmen hätten im außer­ordentlichen Haushaltsplan finanziert werden müssen, wie z. B. das gesamte Straßenbausonderprogramm, obwohl die Kreisumlage sich gegenüber dem Voranschlag um 315.000 DM erhöht habe und Schuldendienstleistungen in Höhe von 61. ooo DM durch spätere Darlehensaufnahme eingespart worden seien. Die Entwicklung sei, so führte der Landrat weiter aus, neben dem ursprünglich vorhande­nen Defizit in Höhe von 1,4 Millionen DM weiterhin da­durch verschlechtert worden, daß nicht vorhergesehene Kosten entstanden und andere, erwartete Einnahmen ausge­blieben seien. So sei der Anteil des Kreises an den Schul­lasten für das Gymnasium und die Berufsschulen um 223.000 DM höher als veranschlagt, und die Finanzaus­gleichsleistungen für die allgemeinen Straßenkosten seien um 2oo.ooo DM niedriger ausgefallen als erwartet.

Der Gesamthaushalt 1972, der nunmehr in Einnahmen und Ausgaben 34.426. ooo DM (davon ordentlicher Haushalt:

26.7oo.ooo DM) ausmacht, ist nach Meinung des Landrats so eng wie nie zuvor. Dies ergebe sich daraus, daß prak­tisch keinerlei Rücklagen mehr zur Verfügung stünden, die Soziallasten, die 1972, 5,2 Millionen DM ausmachen

(1971 = 4,87 Mio!), ständig steigen, die Finanzausgleichs- leistungen des Landes zwar steigen, aber allenfalls noch ausreicnen, um die Preissteigerungsrate auszugleichen, und der Kreisumlagehebesatz mit 41 v.H. annähernd als "ausgereizt" angesehen werden kann. Wenn der Schulden- dienst trotz des Investitionsverzichts nunmehr 17,2 v.H. der allgemeinen Deckungsmittel betrage, so sei dies eine Warnung, die im Hinblick auf die noch bevorstehenden großen Investitionsvorhaben des Kreises nicht ernst genug genommen werden könne. In diesem Zusammenhang verwies der Landrat auf die mittelfristige Finanzplanung für die Jahre 1972 bis 1976, die er dem Kreistag gleich­zeitig vor legte. Er appellierte an alle politischen Kräfte, gemeinsam die Prioritäten zu setzen, um die unverzicht­baren Maßnahmen nach Sachgesichtspunkten zu ordnen und entsprechend ihrer Dringlichkeit zu verwirklichen.

Mitteilungen der Kreisverwaltung Uww. Kreisetat ausgeglichen

Investitionsverzicht und höhere Verschuldung

Der Kreistag des Unterwesterwaldkreises verabschiedete den ersten Nachtragshaushaltsplan 1972, der in Einnahmen nüt 942.56o DM (Wenigereinnahmen) und in den Ausgaben 2.352.62o DM (Wenigerausgaben) im ordentlichen Haushalt und mit je 835.ooo DM Mehreinnahmen und Mehrausgaben im außerordentlichen Teil abschließt.

Regierungsrat Balmes

verläßt den Unterwesterw. Krs.

Regierungsrat Hans O. Balmes, der seit Januar 1971 als Dezernent beim Landratsamt Montabaur tätig war, ist zur Bezirksregierung in Koblenz versetzt worden. Nach Mei­nung von Landrat Dr. Heinen verläßt damit ein junger Beamter den Kreis, der mit viel Sachkenntnis, Einsatz­bereitschaft und Energie für die Belange des Kreises gear­beitet hat.

Als Dezernent für die Abteilungen "Schulen, Ausgleichs­amt, Bauamt, Sozialamt, Jugendamt und Personalwesen" war er mit allen wichtigen Problemen und Aktivitäten