Ausgabe 
14.7.1972
Seite
1712
 
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Olympisch«« und weniger Olympisch«« von Anno dazumal

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Da* Sportphänoman MILON I Er zahlt* zu d*n bsrühmtsstsn Olympioniksn d** Altertums. Ga­boren Anno SS7 v.Ch. in Kroton, war von S3Z bla Sti v.Ch. fünffa­cher Olympiasieger. Ausserdem er­rang er sechs Sieg* bei den pythi- sehen und neun bei den nemeiechen Kampfspielen. Von seinen eigenar­tigen Trainingsmethoden wird be­richtet, das* er täglich ein Kalb hochstemmta. Und dasselbe Tier jeden Tag, bis aa euagswachsen war. Eine besondere Leistung von ihm war aa, durch das Stadion von Olympia (rund 1,S km) mit einem vierjährigen Ochsen auf den Schul­tern zu marschieren und diesen dann mit einem Faustachlag auf den Schädel zu töten. Mllons Appe­tit könnt* aich sahen lassen: Sein Verzehr betrug täglich 8 kg Fleisch und dieselbe Mange Brot.

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Sportliche Ohrfeigen I Unblutige Zweikämpfe waren be­sonders im asiatischen Raum zwi­schen Gast und Gastgeber sehr be­liebt. In der Hauptsache galt es, seine Kräfte zu zeigen. Gewöhnlich waren efe Ringkämpf*, die den Teil­nehmern dazu Gelegenheit boten. Bei den Eskimos soll, wohl wegen dar unförmigen, dicken Beklei­dung, dieses Kräftamesaen zwi­schen Gast und Gastgeber nicht im Ringen, sondern in einem Ohrfei­genduell ausgetragen worden sein. Oie sportlichen, gar nicht böse ge­meinten Ohrfeigen wurden nach bestimmten Regeln gegenseitig so lange verabfolgt, bis einer der Part­ner aufgab.

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Olympischer Faustkampf I Während der ersten Spiele in Olym­pia faszinierten die Zuschauer die Ringkämpfe, welche nach strengen Regeln durchgeführt wurden. Im Laufe der Zeit wollten aber auch die Griechen Blut sehen und das Inter­esse für die knallharten Faust­kämpfe wurde immer stärker. Bei diesem Schlagaustausch wurde dar Gegner erbarmungslos bis zur voll­ständigen Kampfunfähigkeit zu­sammengedroschen. Nur zu häufig endeten die grausamen Faust­kämpfe mit tödlichem Ausgang eines der Partner.

Hartes Olympia!

Nicht nur für die kämpfenden Ath­leten weren die Olympischen Spiele im Altertum eine harte Sache. Auch die Zuschauer litten meist unter der Augusthitze I Denn in diesem heis­sen Monat fanden die Kämpfe statt. Dazu kam, dass auf den Altä­ren laufend Tieropfer dargebracht wurden. Der Geruch der getöteten Tiere war in Verbindung mit der Flimmerhitze keine Annehmlich­keit. Ausserdem herrschte die strenge Regel der Barhäuptigkeit Es durfte keinerlei Kopfbedeckung getragen werden. Ohne Kopfbe­deckung gab es Sonnenstiche am laufenden Band

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Für Frauen tabu!

Bei den Olympischen Spielen im Al­tertum war nur das männliche Ge­schlecht vertreten. Die olympi­schen Regeln waren so rigoros, dass Frauen nicht einmal als Zu­schauer in die Stadien durften.

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