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kam nur wenigen in den Sinn.
Weiter kam hinzu, daß erstklassige Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Verein verließen bzw. buchstäblich abgeworben wurden. Die Zurückgewinnung dieser Spieler schlug fehl.
Um nicht wieder Schmutz aufzuwirbeln, soll nicht näher auf diese Angelegenheit eingegangen werden.
Als positiv bleibt zu bemerken, daß der TuS Montabaur z.Zt. einige gute Jugendmannschaften hat, die später vielleicht auch den Fußball in der Kreisstadt wieder interessant machen.
Weiter ist als positiv anzusehen, daß die Abteilungen Leichtathletik, Turnen, Schwimmen und II. Weg in der näheren und weiteren Umgebung bekannt sind und seit Jahren Erfolge erringen und anerkannt werden. Die Abteilungsleiter bemühen sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, den Sport attraktiv und interessant zu gestalten. Bemängelt wird hier ebenso wie bei den Fußballern, das mangelnde Interesse der Inaktiven bei sportlichen Veranstaltungen.
Aber nicht nur die inaktiven Mitglieder zeigen ein Desinteresse. Nein, auch die Stadtverwaltung Montabaur. Während andere Städte ihre Vereine finanziell tatkräftig unterstützen, tut sich in Montabaur nichts. Im Gegenteil, der Tus muß für die Benutzung einzelner Sportstätten hohe Gebühren aufbringen. Mehrmals wurde bereits der Vorstoß unternommen, einen jährlichen Zuschuß für die Aufgabenerfüllung zu erhalten. Bisher wurden alle Anträge ablehnend beschieden. Ablehnend, obwohl der TuS als einzigster Verein den Kindern und Jugendlichen (ca. 4oo) in Montabaur eine sportliche Betätigung über die Schule hinaus ermöglicht.
Wie würden die Eltern und Steuerzahler dieser Kinder reagieren, wenn ihre Töchter und Söhne an einer sportlichen Betätigung, die gleichzeitig der Gesundheit dient, gehindert werden?
Dies könnte leicht geschehen, wenn z.B. wegen fehlender Geldmittel weitere Übungsleiter nicht eingestellt werden können.
Nach dem letzten Kassenbericht steht diese Gefahr im Raurr Der TuS-Vorstand wird deshalb nochmals einen Vorstoß bei der Stadt Montabaur unternehmen. Die Stadt kann und darf sich in dieser Angelegenheit nicht länger passiv verhalten.
Abschließend sei noch bemerkt, daß der TuS Montabaur auch in den nächsten zwei Jahren von Alex Foerster geführt wird. Die Wahl von Foerster erfolgte einstimmig.
Bleibt zu hoffen, daß die inaktiven Mitglieder und die gesamte Bevölkerung von Montabaur in der Zukunft mehr Interesse für die Vereinsarbeit aufbringen. Ein Wunsch des gesamten Vorstandes.
gez. Volkmann, 2. Vorsitzender.
Öffentl. Mahnung statt Einzelmahnung!
Am 15.5.72 werden GEWERBESTEUER, GRUNDSTEUER, MÜLLABFUHRGEBÜHR UND HUNDESTEUER für das II. Quartal 1972
soweit sie nicht über diesen Zeitpunkt hinaus gestundet wurden, fällig.
Es wird hiermit an die Zahlung dieser rückständigen Steuern und sonstigen öffentlichen Abgaben, die durch die Stadtkasse Montabaur einzuziehen sind, mit Zahlungsfrist von einer Woche erinnert. Nach Ablauf der Zahlungsfrist werden die Rückstände gegebenenfalls mit den 5 Tage nach Fälligkeit verwirkten Säumniszuschlägen (1 % pro Monat der auf volle loo, -- DM abgerundeten Steuerschuld) im Verwaltungszwangsverfahren oder durch Postnachnahme eingezogen. Die Abgaben können über folgende Konten der Stadtkasse Montabaur eingezahlt werden:
Konto Nr. lo8 oo Postscheckamt Frankfurt/Main 5oo ol7 Kreissparkasse Montabaur 8o3 ooo 212 Nass. Sparkasse Montabaur lo8 Volksbank Montabaur
Montabaur, den 15.5.72 Stadtkässe Montabaur als Vollstreckungsbehörde.
Kolpingwerk
Diözesanverband Limburg Fortsetzung!
Das Kolping-Bildungswerk des Diözesanverbandes Limburg fungiert als Träger auch der Erwachsenenbildungsveranstaltungen der örtlichen Kolpingfamilien, die satzungsgemäß als Nebenstellen des eingetragenen Vereins gelten. Durch die Bezuschussung aus Landesmitteln Rheinland-Pfalz sowie aus kirchlichen Mitteln im hessischen Teil des Bistums sind ein Teil der Bildungsveranstaltungen zentral bekannt.
In Zukunft sollen die örtlichen und bezirklichen Bildungsmaßnahmen noch stärker als seither zentral erfaßt werden. Arbeitshilfen werden bis zu den Sommerferien herausgegeben, und die Bezirke in die Programmplanung eingeschaltet. Neben den seitherigen Einzelveranstaltungen setzen sich mehr und mehr auch Vortragsreihen und spezielle Kurse durch; so u.a. z.Zt. mit großem Erfolg Kurse über Neue Mathematik.
Bei den Wahlen wurde Jürgen Hölper zum Diözesanvor- sitzenden wiedergewählt.
Neue Leiterin der Gruppe Jungkolping/Mädchen wurde Petra Küllmar, Wernborn, stellvertretende Leiterin für die Gruppe Kolping/Mädchen wurde Monika Champaert, Hundsangen. In den Diözesanvorstand wurden von den Altersgruppen zugewählt: Willi Heidrich, Langenhahn,
Willi Hansen, Frankfurt, Willi Herborn, Molsberg sowie Jochen Klein, Meudt. Für die Sachbereiche wurden in den Diözesanvorstand gewählt: Sachgruppe Arbeit und Bemf: Otto Balmert, Wirges, Sachgruppe Gesellschaft und Politik: Stephan Stinner, Berod. Für die Sachgruppe Ehe und Familie wurde Hans Zwiener, Kronberg, wiedergewählt.
Musikalische Leistungssteigerung durch Zusammenarbeit?
Unter dieser Thematik fand am 22. April d.J. die erste Arbeitstagung des neugegründeten Kreisverbandes Unter- ,
Westerwald im Deutschen Volksmusikerbund in Ebernhahn j statt. I
Musikdirektor Friedrich Deisenroth, Oberstleutnant a.D. f
(Mitglied des Musikbeirates im DVB und Bundesbeauftragtei ; für das Spielmannswesen) referierte unter anderem über '
die Themen:
Die Problematik der Volksmusik in der heutigen
Zeit,
Allgemeine und zeitgenössische Liter atu rfragen,
Aus- und Fortbildung nach den Plänen des DVB.
Herr Deisenroth gab ein eindrucksvolles Bild über die Ar 1 beit innerhalb der Volksmusik und stellte klar heraus, welcher Weg zu einer besseren Volksmusik fuhren kann.
Die Wege die beschriften werden müssen, liegen nur in der Zusammenarbeit aller musikausführenden Vereine mit j dem DVB. Angeregt wurden Tagungen für Dirigenten und i Dirigentennachwuchs, zu denen Herr Deisenroth seine Mitwirkung zusagte . Er legt hierbei besonderen Wert auf ( eine gute musikalisch gründliche Ausbildung des Nachwucf ; ses.
Durch das demnächst stattfindende Treffen der Dirigenten > soll herausgefunden werden, ob nicht innerhalb des Kreises; qualifizierte und geeignete Musiker vorhanden sind, die j sich bereit erklären, Kurse in ihrer Fachrichtung für die Weiterbildung und die Förderung der Musiker durchzuführen. Herr Deisenroth konnte auch den anwesenden Musikern aus Spielmanns- und Fanfarenzügen wichtige Hinweise geben um ihren Klangkörper zu verbessern und somit das j Interesse auch an diesem Zweig der Volksmusik zu ver- j größern.
Reichhaltige Fachliteratur, teils von ihm selbst verfaßt, steht zur Verfügung. Ausbildungs- und Schulungsmaterial von Herrn Deisenroth können bei der Geschäftsstelle Ebernhahn bezogen werden. An der Arbeitstagung nahm auch der Landesleiter des DVB Herr Schmitt aus Schweich teil. Herrn Schmitt ist das Zustandekommen dei / Tagung zu danken. Er referierte über allgem.Organisation fragen und überdie mögliche Unterstützung durch den Ferner kündigte er an, daß bei entsprechender Beteilig un $ auch Schulungslehrgänge im Westerwald ermöglicht werde» können. Der Kreisvorstand beschloß anschließend im Jato* ; 1973 ein Kreismusikfest durchzuführen. Es soll auch die ^ Möglichkeit erwogen werden, ein Konzert der Jugendgrup' pen noch in diesem Jahr zu gestalten.

