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Mittwoch, 26.4.72, 15.oo Uhr in der Altentagesstätte
unterhaltsames Beisammensein.
Kulturamt Montabaur
4 5o. 2o/Niederelbert Montabaur, den 3o.März 1972
ÖFFENTLICHE BEKANNTMACHUNG!
Betr.: Einleitung eines Zusammenlegungsverfahrens in
der Gemarkung Niederelbert/Unterwesterwaldkreis; hier: Ladung zum Aufklärungs- und Anhörungstermin gemäß §§ 5 Abs. 1, 93 Abs. 2 FlurbG
Es ist beabsichtigt, in der Gemarkung Niederelbert/Unterwesterwaldkreis ein Zusammenlegungsverfahren nach §§ 1,
91 ff. des Flurbereinigungsgesetzes -FlurbG- vom 14.Juli 1953 (BGBl. I S. 591) durchzuführen.
Das vorgesehene Verfahrensgebiet soll sich über sämtliche landwirtschaftlichen Nutzflächen der Gemarkung Niederelbert erstrecken, jedoch mit Ausnahme der Ortslage, des Baulandes und der geschlossenen Waldflächen.
Eine Gebietskarte, aus der das voraussichtliche Verfahrensgebiet ersichtlich ist, liegt beim Bürgermeister in Niederelbert zur Einsichtnahme für die Beteiligten aus.
Es wird vorsorglich darauf hingewiesen, daß auch daran angrenzende Flächen, soweit es zur zweckmäßigen Durchführung des Zusammenlegungsverfahrens erforderlich ist, in das Zusammenlegungsgebiet einbezogen, werden können.
Zur Aufklärung und Anhörung der voraussichtlich beteiligten Grundstückseigentümer Uber das geplante Verfahren einschließlich der voraussichtlich entstehenden Kosten habe ich gemäß §§ 5 Abs. 1, 93 Abs. 2 FlurbG Termin anberaumt auf
DIENSTAG, den 2. Mai 1972, nachmittags 15. oo Uhr in der Gastwirtschaft Kilian in Niederelbert.
Zu diesem Termin werden hiermit alle Personen, die Eigentümer von Grundstücken in dem vorgesehenen Verfahrensgebiet sind, geladen.
Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten.
Der Kulturamtsvorsteher: Dr. Nickolay Ltd. Regierungsdirektor.
Partnerschaft mit England wächst.
Erlebnisreiche Schüleraustauschfahrt des Gymnasiums nach Brackley
5o Schülerinnen und Schüler des Staatl. Gymn. Montabaur -etwa die Hälfte davon aus j
dem Bereich der Verbandsgemeinde Montabaur waren 11 Tage (19.3. - 29.3.72) auf großer Fahrt. Unter der Leitung von OStR Blumenröther und StDir Frischbier besuchten die jungen Deutschen das mittelenglische Städtchen Brackley.
Da eine Englandfahrt ohne einen Besuch Londons nicht vollkommen ist, führt die Reise auch über diese Neun- Millionen-Stadt. Hier ließen sich die jungen Westerwälder auf einer ausgedehnten Besichtigungsfahrt einmal die Luft alter britischer Kultur um die Nase, und die Abgase von Millionen Autos in die Nase wehen.
Zum Abschluß des Londonaufenthaltes besuchte die Gruppe die bekannte "Black and White Minstrel Show". Am nächsten Morgen ging dann nach einem kräftigen englischen Frühstück die Reise weiter. Pünktlich um 12.oo Uhr mittags war das endgültige Reiseziel erreicht.
Hier in Brackley wurde den deutschen Besuchern von ihren englischen Gastgebern auf dem Marktplatz ein herzlicher Empfang bereitet. Da die meisten der Jugendlichen schon seit Jahren in Briefwechsel mit den Söhnen und Töchtern ihrer Gastgeber stehen, war ein freundschaftlicher Kontakt schnell hergestellt, wenn auch sprachliche Schwierigkeiten von den jüngsten Schülern manchmal "mit Händen und Füßen" umschifft werden mußten.
Lobend sollte noch erwähnt werden, daß auch deutsche Gäste ohne Brieffreundschaften mit englischen Jugend
lichen völlig uneigennützig in verschiedenen Familien aufgenommen wurden.
Nachdem man die Koffer ausgepackt und die ersten Eindrücke englischen Familienlebens gesammelt hatte, ging es schon wieder zur Schule. Hier vertrieb man sich die Zeit damit, englischen Schülern im Deutschunterricht Skat beizubringen, oder unter strahlender Sonne auf schuleigenen Plätzen Tennis zu spielen. Auch sonst gab man sich von englischer Seite alle Mühe, den deutschen Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen.
Musikfreunde konnten Konzertveranstaltungen aber auch Diskothekabende besuchen, und wer gerne Filme sieht, dem konnte die Initiative der Bürgerschaft von Brackley auch einiges bieten. Unter anderem machte ein heimischer Amateurfilmer mit den Höhepunkten im Leben der Stadt bekannt.
Die beiden letzten Tage ihrer Englandfahrt verbrachte die Gruppe mit Fahrten in die nähere und weitere Umgebung. Unter anderem besuchte man die wunderbaren Tropfsteinhöhlen von Cheddar und die bekannte Badestadt Bath mit ihren vielen Denkmälern römischer Kultur.
Doch nach diesem Einblick in die britische Frühgeschichte war es schon wieder Zeit, an die Heimreise zu denken. Nach einer schwungvollen Abschiedsparty, bei der jeder deutscher Besucher ein kleines Geschenk aus der Hand des Bürgermeisters in Empfang nahm, war es dann so weit. Morgens um 5.3o Uhr bei regnerischem Wetter begann man Abschied zu nehmen. Der Wettergott war den Englandfahrern aber dann noch einmal wohlgesinnt. Eine steife Brise aus Südwest hatte alle Wolken vom Himmel weggeblasen und ein strahlender Sonnenschein während der Überfahrt tröstete ein wenig über den Abschiedsschmerz hinweg. Während der weiße Kreidefelsen von Dover langsam am Horizont verschwand, • freute sich jeder auf ein Wiedersehen mit den englischen Freunden in Montabaur, das für die Osterferien 1973 geplant ist.
Thomas Letschert, Oie
Neues Realschulgebäude
IN ANWESENHEIT VON STAATSSEKRETÄRIN Dr LAURIEN EINGEWEIHT.
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Mit der Fertigstellung des neuen Realschulge , .des im künftigen Schulzentrum der Kreisstadt war in der vergangenen Woche der Tag der Einweihungsfeier gekommen und damit wieder einmal ein Markstein in der langen Geschichte der Schulen Montabaurs. Die Feier in der Vorhalle der Schule erhielt ihre Bedeutung durch die Anwesenheit von Staatssekretärin Frau Dr. Laurien, die in Vertretung des Kultusministers auch die Festansprache hielt. Daneben konnte Landrat Dr. Heinen den Regierungspräsidenten Dr. Leibmann, die Fraktionsvorsitzenden des Kreistages, Hoppe, Schweitzer (MdL) und Schweizer, Mitglieder des Kreistages, der Kreisbaukommission und der Kreisverwaltung, Bürgermeister Mangels, Oberstleutnant Kaschner, die Leiter der benachbarten Schulen und Behörden sowie bauausführenden Firmen begrüßen.
Der Landrat erinnerte mit verschiedenen Datenangaben an die Entstehungsgeschichte des neuen Realschulbaues, bevor er den Plan des Schulzentrums Montabaur, der als Modell für die beiden anderen im Kreis geplanten Zentren gelten kann, der Öffentlichkeit vorstellte.
Frau Dr. Laurien kam im ersten Teil ihrer Ansprache auf die schulpolitischen Leitlinien der rheinland-pfälzischen Kulturpolitik zu sprechen, bevor sie die Notwendigkeit der Lernbereitschaft und des Leistungswillens der Schüler und das berufsbezogene Engagement der Lehrer als Forderung der heutigen Gesellschaft herausstellte, Als Geschenk der Landesregierung überreichte sie den Betrag von 2ooo Mark.
Für die künstlerische Ausgestaltung der Schule übergab Landrat Dr. Heinen die Plastik "Antares" de e Malers und Bildhauers Schmidt-Walguny, Höhr-Grenzhausen.
Bürgermeister Mangels wünschte der neuen Schule pin erfolgreiches Arbeiten und schenkte das Wappen der
'Ich A e Lgen -ahlen;
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