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Humbachs in "mons tabor” durch den Erzbischof Dietrich II. aus dem Westerwälder Geschlecht der von Wied (1212 - 1242). An diesen erinnert in Montabaur die "Kurfürst- Dietrich-Straße”. Das heutige Schloßbild wurde jedoch weitgehend im Auftrag des Erzbischofs Johann Hugo von Orsbeck umgestaltet. Sein Wappen mit entsprechenden Jahreszahlen findet sich so an dem Hauptportal des Schlosses, an den Portalen der Hoffronten wie auch an den Portalen des Schloß-Vorbaus wieder: das Montabaurer Schloß wurde durch die Hofarchitekten Johann Christoph Sebastian! und durch dessen Nachfolger, den aus den Niederlanden stammenden Joh. Hon. Ravensteyn, weitgehend barockisiert. Auch der von einem runden Eckturm begleitete Torbau, der aus dem Jahr 1588 stammt, wurde 17o9 von Sebastiani umgestaltet und durch den rückseitigen, so sehr malerisch wirkenden Galeriebau bereichert.
ln Montabaur gehört so auch das Gebäude des jetzt noch durch Vertragsbruch, so rechtsunwirksam, seiner Zweckbestimmung entzogenen Kreisheimatmuseums zu den aus der Hand Sebastianis stammenden Profangebäuden. Der im Jahr 1715 errichtete Bau zeigt mit seinen Fensterreihen in den breiten Traufseiten, der Zwerghausform und dem in der Mitte des Oberstocks angebrachten Viereckserker charakteristische Handschrift dieses kurtrierischen Hofarchitekten. Für die seit 1746 als Gymnasium bezeichnete Montabaurer Lateinschule wurde er durch die Stadt Montabaur 1789 von dem damaligen Besitzer Egidius Joseph Grandry als Gymnasialgebäude angekauft. 184o wurde in dieser "Alten Schule" eine Realschule, die erste Montabaurer Realschule, errichtet. Diese fand im März 1867 in einem Progymnasium ihre Fortführung. Dieses wurde am 14. August 1871, vor hundert Jahren, als Vollanstalt anerkannt. Das Gymnasium bezog jetzt das 1838 erbaute spätere Gymnasialgebäude, das jetzt als Finanzamt reichlich profanen Zwecken dient.
Walter Kalb
Einführung
in die Mengenlehre durch die Kreis-Volkshochschule Unterwesterwald
Die laufenden Veränderungen der modernen Gesellschaft stellen den Menschen vor immer neue Probleme, bei deren Lösung die Mathematik eine zunehmend große Rolle spielt. Deshalb erlebte die Mathematik in den letzten Jahren umwälzende Erneuerungen. Als Fundament und Rahmen der Mathematik wird heute allgemein die Mengenlehre anerkannt. Sie bewirkt ein leichteres Verständnis auch der mathematischen Grundlagen, welche in der Grund- und Hauptschule vermittelt werden und läßt darüber hinaus einen klaren Weg in das Verständnis der höheren Mathematik zu.
An vielen Schulen werden bereits die Grundbegriffe der modernen Mathematik gebraucht. Vom Schuljahr 1972/73 an mußt die moderne Mathematik in allen Schulen unterrichtet werden. Die meisten Eltern, die die Schulaufgaben ihrer Kinder kontrollieren möchten, sind hilflos, wenn es um solch neue Begriffe geht.
Um den Eltern zu zeigen, daß die Mengenlehre keine Geheimwissenschaft ist und um sie in die moderne Mathematik einzurühren, richtet die Kreis-Volkshochschule einen Arbeitskreis "Moderne Mathematik" ein. Der Arbeitskreis steht unter der Leitung von Herrn Studiendirektor Becker vom Staatl. Gymnasium Montabaur. Er umfaßt wöchentlich eine, insgesamt 12 Stunden.
Eltern, die an diesem Arbeitskreis teilnehmen möchten, können sich in der Vorbesprechung am Mittwoch, dem 22. September 1971, 19.3o Uhr, in der kaufm. Berufsfach
schule (Handelsschule) im Schulzentrum in Montabaur, Humboldtstraße, unter Zahlung der Teilnehmergebühr anmelden.
BODEN
Gottesdienstordnung
SONNTAG, 19.9.
9.oo Uhr 4-Wochen-Amt für Anna Müller. Kollekte für die Missionspatenschaften.
DIENSTAG, 21.9.
19. 3o Uhr Amt für Johann Müller FREITAG, 24.9.
19. 3o Uhr Amt für Margarete Schmitt SONNTAG, 26.9.
9.oo Uhr Amt für Eheleute Johann Keller und verstorbenen Sohn
ASV
"Deutsche Eiche" 1927 e. V. Boden
Am vergangenen Samstag begann die Verbandsrunde der Landesliga Rheinland im Ringen.
Die Liga wird in diesem Jahr in einer Gruppe durchgeführt und nicht wie im vergangenen Jahr in zwei Gruppen aufgeteilt. Der ASV Boden hatte im 1. Kampf die Staffel von A.C. Idar-Oberstein II zu Gast.
Der Kampf wurde mit 34:6 sicher von der Staffel von Boden gewonnen.
Die Kämpfe im einzelnen:
Papiergewicht - Die Kämpfer von Boden immer zuerst genannt:
Schäfer wurde kampfloser Sieger, Idar-Oberstein kein Gegner.
Im Fliegengewicht besiegte der erst 14-jährige Haas seinen 37-jährigen Gegner Scherer klar mit 7 : o Punkten.
Im Bantamgewicht besiegte Schleppegrell seinen Gegner Haag nach 3 Minuten durch Kopfzug.
Preugschat im Federgewicht, lieferte sich mit seinem Gegner Schneider ein hartes Gefecht, wobei Preugschat mit 17 : lo Punkten die Oberhand behielt.
Im Leichtgewicht machte Bernd Paffhausen mit seinem Gegner Anton kurzen Prozeß. Nach l,3o Minuten lag Anton auf beiden Schultern.
Im Weltergewicht wurde Huber 4 Sekunden vor Kampfende durch die 3. Verwarnung disqualifiziert.
Im Mittelgewicht errang Bildhauer nach 7 Minuten Sieg und Punkte ebenfalls durch Disqualifikation.
Caspari im Halbschwergewicht brauchte nur 2 Minuten, um seinen Gegner Enger auf beide Schultern zu legen.
Noch kürzer machte es Schlemmer im Schwergewicht. Nach 1 1/2 Minuten lag Zimmer durch Uberstürzer auf beiden Schultern.
Der abschließende Super-Schwergewichtskampf sah Müller mit 55 Sekunden als Sieger.
Kampfleiter Theis leitete die Kämpfe sicher und zur Zufriedenheit beider Mannschaften.
Am nächsten Samstag müssen die Bodener Ringer nach Bollenbach. Es wird sicher zu einer interessanten
Ferien
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