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Handball und Tischtennis
erzielten die erstmals als Staffel laufenden Marlies Gelhard, Christel Thome und Helga Bach.
Michael Hofbauer, Rainer Fuchs und Rudi Diehl belegten in der 3 x looo m der Schüler mit 9:o6,6 Min. den 2. Platz und schafften somit die geforderte Norm von 9:lo, o Min. und starten am 18. Sept. bei den Deutschen Meisterschaften.
Diese Zeit ist um so bemerkenswerter , da Rainer Fuchs als auch Michael Hofbauer dem Jahrgang 58 angehören und im kommenden Jahr noch zur Schülerklasse zählen.
Weiterhin starten bei den Deutschen Meisterschaften im 4-Kampf der Schüler und Schülerinnen Anneliese Hecken, Steffi Mies, Frank Seiler und H. Günter Müller.
Nachstehend noch einige Bilder der Hochspringer, welche außer Wolfgang Paech alle den "Flop" springen.
Dörfjer em Gelbachdal
Paar Dörfjer leje stell em Dal.
Die Bach, die Bääm se leis omrausche.
Sin se och klein; der Erdeball derft mer met grießre se net tausche.
Von Wäller sein se rengs omsäumt, hon schmale Gäßjer, winnig Heiser, su propersches, e Keid vertrejmt.
Die Welt left leiser hej on weiser.
Die Mensche drenn sein rechder Art met sennend wache, gode Aue.
Se hon, wot rechdig wor, gewahrt on don doch en ons Zejd och tauge.
Die Dörfjer arm sein jo, doch reich: mer fehld geheiglich sech geborje hej ganz daham, zusehends weich, läßt henner sech mer Alldagssorje.
Dä Herrgott fest ejch hal en Hot on schenk ejch sejne schwerste Seje, dat ihr noch ville gebe dot nor Friede, Roh on ejre Weje!
Walter Kalb
TüS 1846/1912 e. V. Montabaur
FUSSBALL
Montabaur errang Unentschieden.
Die 1. Mannschaft des TuS konnte am vergangenen Sonntag einen wichtigen Punkt in Güllesheim erringen. Beide Mannschaften lieferten ein gutes und faires Spiel.
Die TuS-Elf ließ eine leichte Leistungssteigerung erkennen. Der Sturm blieb jedoch wieder farblos. Mit mehr Durchschlagskraft wäre ein Sieg möglich gewesen,
Am kommenden Sonntag muß die TuS-Elf nach zwei schweren Auswärtsspielen wieder vor heimischem Publikum antreten. Zu Gast ist die erste Garnitur des SV Linz.
Das Spiel verspricht interessant zu werden. Antoß ist um 15.oo Uhr im Stadion Mons Tabor.
SG Ahrbachtal II- TuS Montabaur II 3:6
Ein brillantes Spiel zeigte die II. Mannschaft des TuS in Ruppach-Golahausen. Die Elf war zu jeder Zeit tonangebend und kam zum verdienten Sieg und damit zu zwei wichtigen Auswärtspunkten.
Die II. Mannschaft hat am kommenden Sonntag spielfrei.
Jugendspielergebnisse
A-Jugend:
B-Jugend:
C-Jugend:
D-Jugend:
D-Jugend:
TuS Montabaur - SG Glas-Chemie III 3:1
TuS Montabaur - Heimbach/Weis 7:o
TuS Montabaur - SG Ransbach/Baumb. 1:3
TuS Montabaur I - SG Glas-Chemie II 6:o
SG Glas-Chemie I- TuS Montabaur II 16:o
Die Vereinsleitung weist nochmals daraufhin, daß beabsichtigt ist, eine Handball- und Tischtennisabteilung aufzubauen. Interessenten können sich beim 1. Vorsitzenden Foerster, Montabaur, Wiedstraße, Tel. o26o2/4648) oder beim 1. Geschäftsführer Schlosser, Montabaur, Hermannstraße, melden.
Mit sportlichen Grüßen: Volkmann, 2. Vors.
Johann Christoph Sebastiani
der Erbauer des Kreisheimatmuseums in i
Montabaur. j
Von 1626 ab hatte der Trierer Kurfürst - Erzbischof Philipp Christoph von Soetern (1623-1652) begonnen, sich in ]
Ehrenbreitstein eine neue Residenz in schweren, zum Ba- I rock überleitenden Formen der Spätrenaissance zu erbauen, i Nach dem Erbauer war das neuerrichtete Schloß "Philipps- ' bürg" genannt, war der kleine Ort dabei in "Philippstal" umbenannt worden. Aus dieser Bezeichnung setzte sich die einfachere Form "Dahl" und, zum Unterschied von der Festung Ehrenbreitstein, die Benennung "Thal Ehrenbreitstein" durch.
Ehrenbreitstein-Koblenz machten die Kurfürsten von Trier * seit 169o, der größeren Sicherheit wegen, aber auch vor j allem wegen der für die Verwaltung des gesamten Erz- j Stiftes Trier günstigeren Lage zu ihrer ständigen Residenz. Koblenz, mit Ehrenbreitstein durch eine "Fliegende Brücke" verbunden, wurde der Sitz der Verwaltungsbehörden des Erzstiftes und es wurde der Wohnsitz des politisch einflußreichen Adels. In Ehrenbreitstein entwickelte sich bald . ein glänzendes Hofleben.
Der durch die Zerstörungen der vergangenen Zeiten herunter|| gekommene Ort Ehrenbreitstein erlebte schnell seinen Wiederaufbau nach künstlerischen Gesichtspunkten unter den Trierer Kurfürst-Erzbischöfen Johann Hugo von Orsbeck ! (1676 - 1711), dessen in Montabaur die "von Orsbeck-Straße'I' gedenkt, Karl Joseph von Lothringen (1711 - 1715) und Franz Ludwig von der Pfalz (1716 - 1729). Der Höhepunkt dieser Bautätigkeit und der damit verbundenen Förderung sonstiger Künste wurde unter dem Kurfürsten Franz Georg von Schönborn (1729 - 1756) und unter dem Westerwälder Johann Philipp von Walderdorff (1756-1768) erreicht.
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Die Zahl der zu diesen Zeiten in Ehrenbreitstein/Koblenz j ■ tätigen Architekten, Stukkateure, Maler, Bildhauer usw. j: war beachtlich groß. Der erste am Ehrenbreitsteiner Hof tätige Hofarchitekt des Barocks, der von 1671 ab tätig war, : ist der aus einer moselländischen Familie stammende u Johann Christoph Sebastiani. Seine Bautätigkeit hat auch i' in Montabaur unübersehbare Spuren hinterlassen. Von ihm :! wurden auch der Umbau der Alten Burg in Koblenz durch- ■ j geführt auch der Neubau des Koblenzer Jesuitenkollegs, j des heutigen Koblenzer Rathauses.“ Sein Hauptwerk in Ehrenbreitstein ist das Pagenhaus am Aufgang des Weges )j zur Festung Ehrenbreitstein. Es wurde über dem alten ’j Festungspfortenbau errichtet und diente den Pagen des kurfürstlichen Hofes als Wohnung. Dieser Bau atmet noch £ den Geist der italienischen Spätrenaissance; seine Zwerghausform hat sich schnell eingebürgert. Die stattlichen » Bürgerbauten Sebastianis in Koblenz, Ehrenbreitstein und f. anderswo, die mit der breiten Traufseite zur Straße }.
schauen, hat er durch eine meist nach der Hausmitte zu- ' nehmende Zahl von zwei bis vier zusammengekuppelte schmale Fenster, ein stattlich ausgeziertes Portal und t einen in der Mitte des Oberstockes angebrachten Vier- ; eckerker gegliedert. ,
Diese Erkerform erfreute sich bald allgemeiner Beliebtheit. _ j
Das Schloß von Montabaur wird oft als eine Schöpfung unter dem Kurfürsten Johann Hugo von Orsbeck (1676- 1711) bezeichnet. Diese Zuordnung ist nur sehr bedingt richtig. Der Kern und das Hauptelement des Schlosses, i; einer charakteristischen vierflügeligen Renaissanceanlage um einen quadratischen Binnenhof, stammen aus der Zeit j des Erzbischofs Richard Greifenclau von Vollrads (1511 - !
1531). Unregelmäßigkeiten des Schloßgrundrisses weisen auf eingebaute ältere Bauteile und Mauern hin, die ja auch von außen her schon gut zu erkennen sind. Der mächtige runde Bergfried in der südöstlichen Ecke des Schloß-Hauptbaus entstammt sogar schon dem frühen 13. Jahrhundert, der Zeit also nach der Umbenennung !.

