Ausgabe 
10.9.1971
Seite
1186
 
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VERSICHERUNGEN f INANZIERUNGEN IMMOBILIEN

MQMABAUR P[ TERSTORSTR 7 M Tri 30 8 0 A HC, Gl kt

allen, die ihm anvertraut waren, den Weg zu ebnen in die rauhe Wirklichkeit des Lebens.

Unser Bild zeigt Rektor Beier als Organist in der Pfarr­kirche zu Montabaur. Lange Jahre versah er dieses Ehren amt.

NACHRUF

Nach einem erfüllten Leben verstarb am 4. Sept. 1971 der frühere Rektor der Joseph-Kehre in- Schule Montabaur

Herr Schulrat i.R. Alfred BEIER.

Am 13. April 1923 übernahm Herr Beier, unter leichzeitiger Ernennung zum Rektor, die Leitung er Volksschule Montabaur. Nach einer mehr als 26-Jährigen verantwortlichen Tätigkeit trat er am 31. 8. 1949 in den Ruhestand.

Herr Beier war ein Lehrer und Erzieher aus inne­rer Berufung, der den ihm anvertrauten Schülerin­nen und Schülern mit großem pädagogischen Ge­schick mehr als das notwendige Wissen für den Lebensweg mitgegeben hat.

Viele Bürger der jetzigen Generation haben in ihm einen hilfsbereiten, väterlichen Freund und Förderer verloren.

Wir alle trauern um den Verlust eines hervorragen­den Menschen und anerkannten Pädagogen.

Für die Bürgerschaft, den Stadtrat, das Kollegium der Joseph-Kehrein-Schule und die Verwaltung der Stadt Montabaur

Mangels

Bürgermeister.

Winterarbeit der Volkshochschule der Stadt Montabaur

Zur Zeit wird das Herbst- und Winterprogramm der VHS zusammengestellt. Ab 15. September ist der bekannte rot-weiße Programmprospekt auf der Geschäftsstelle im Rathaus, Zimmer 7, zu erhalten. Schon Ende September beginnen folgende Kurse:

1. ) Nähen und Zuschneiden:

Beginn 27. Sept. um 19.3o Uhr in der Jos.Kehrein- Scnule.

2. ) Kurzschrift:

Beginn 28. Sept. um 18.oo Uhr in der Kreisberufs­schule , Hum boldtstraße.

3. ) Maschinenschreiben:

Beginn 3o. Sept. um 18.oo Uhr in der Kreisberufs­schule Humboldtstraße.

Auch die englischen Sprachkurse beginnen in der letzten Septem berwoche und finden im Staatl. Gymnasium statt. Auskünfte und Anmeldung in der Geschäftsstelle im Rat­haus.

Brief marken- Tauschabend

Nach der Sommerpause treffen sich die Briefmarkenfreunde Montabaur und Umgebung erstmals wieder am MONTAG, dem 13. September 1971 um 2o.oo Uhr, im Gasthof Heuser, Montabaur, Bahnhofstr. 27.

Finanzamts­vorsteher ging in Ruhestand

Montabaur.

Das Finanzamt Montabaur hat die ihm gestellten schweren Aufgaben dank mustergültiger Führung in bester Teamarbeit und mit guter Arbeitsmoral erfüllt.

Sie haben dieses Amt achtzehn Jahre lang mit väter­licher Strenge und Güte geleitet und ihm Ihren Stem­pel aufgedrückt. Ihr Weggang ist eine Zäsur, sagte Oberfinanzpräsident Alt, Koblenz, der zur Verabschie­dung von Ltd. Regierüngsdirektor Franz Müller nach Montabaur gekommen war und überreichte die Ent­lassungsurkunde des Ministerpräsidenten von Rheinland- Pfalz. Der langjährige Vorsteher des Finanzamts trat in den Ruhestand.

Franz Müller, in Westerburg geboren, besuchte das Gymnasium Boppard von 1918 Dis 1927 und wurde nach Abschluß seines Jurastudiums an der Universität Bonn von 1927 bis 1932 zunächst als Referendar im Oberlan­desgerichtsbezirk Frankfurt/M. eingestellt. 1936 folgte das zweite Staatsexamen. Schwierigkeiten mit den da­mals Regierenden machten einen beruflichen Umweg erforderlich. Aus dem Krieg nach schwerer Verwundung heimgekehrt, war er ab 1945 als Vorsteher des Finanz­amtes Hachenburg und ab 11.8.1953,in Montabaur tätig. "Sie haben einen guten Kontakt zu unseren Steuerpflich­tigen, zur heimischen Wirtschaft, zu Industrie und Handel gepflegt, sagte der Oberfinanzpräsident und sprach den Dank des Ministerpräsidenten, des Finanz­ministers und seinen persönlichen Dank aus. Für den Personalrat dankte Josef Klemmer, als Vertreter des Bundes Deutscher Steuerbeamter sprach Alfons Spitzhorn. Beide überreichten Geschenke.

Mit bewegten Worten dankte der scheidende Vorsteher für das ihm zuteil gewordene hohe Lob, wollte jedoch die ausgesprochene Anerkennung für. hervorragende dienst­liche Leistungen nicht für sich°allein

beanspruchen: «p er g u j e R u f t den das Finanzamt Mon­

tabaur im Kreis der Finanzämter von Rheinland-Pfalz und bei den Steuerpflichtigen unserer Heimat genießt, ist maßgeblich auch auf meine guten Mitarbeiter zurückzuführen", sagte Franz Müller und dankte allen, die ihm in den Jahren seines Wirkens pflichtbewußt zur Seite standen.

Der weitere Lebensweg des nunmehrigen Ruheständlers ist vorgezeichnet: er geht mehreren Hobby's nach, von denen das der Gartenarbeit den Vorzug genießt.

-js-

Beförderungen

am Staatl. Gymnasium Montabaur

Mit Wirkung vom 1. September 1971 wurden die Ober­studienräte Dr. Karl Franzke, Hans Frischbier, Walter Schmitt und Herbert Wallauer zu Studiendirektoren ernannt.

Montabaur, den 2.9.1971

Tonnerre und seine Umgebung

L'Abbaye de Quincy ; In einem einsamen, fast wilden Tal liegt diese berühmte Abtei, die in Wirklichkeit nur mehr ein Gutshof ist. Sie wurde im XII Jh. gegrün­det von einigen Mönchen aus Pontigny und hat eine lange Zeit der Heiligkeit, der Wohlfahrt und hoher Autorität gekannt. Im XVI Jh. wurde sie von den Huge­notten fast ganz vernichtet. Danach gewann sie nie mehr ihre alte Bedeutung. Nach der Revolution fanden sich nur noch einige schöne Teile vor, die 1822 in den Besitz des Herrn Louis Thevenin übergingen, der damit sein Gut vergrößerte. Für die Folge teilten sich die