Ausgabe 
3.9.1971
Seite
1173
 
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durch Herrn Lehrer Zielinski anders bekannt­gegeben)

I 6.00 u. I 8.00 Uly Posaunenchor übt (Lutherkirche)

19.30 Uhr Jugendkreis

(alle Wochenveranstaltungen sind, wenn nicht anders angegeben, im Gemeindehaus, Petersthorstr. 2a)

9. Sept. DONNERSTAG 2o.oo Uhr Bibelstunde

11. Sept. SAMSTAG

14.30 Uhr Jungschar für die 9-12-jährigen 15.oo Uhr Jungschar für die 5-8-jährigen.

HINWEIS: Pfr. Sunnus ist vom 8 . bis einschließlich 25.9. in Urlaub. Pfr. Borck vertritt ihn (von-Orsbeck-Str. 12, Tel. 524o)

ANKÜNDIGUNG:

DIENSTAG, 14. Sept. um 2o.oo Uhr im Gemeindehaus. Diakon Bischoff von der Seemannsmission (jetzt in Har­burg) hält Farblichtbildervortrag über Grönland unter dem Thema "Von Kindern, Hunden und Eisbergen". Statt eines Eintrittsgeldes wird am Ausgang eine Gabe für die Seemannsmission erbeten.

Tonne rre und seine Umgebung

Das Haus des Ritters D 'Eon

Es handelt sich um ein Haus von edlen Proportionen, das der Besitzer nach seiner Rückkehr aus England von 1779 bis 1785 bewohnte. Er liebte den Besitz und hoffte sein Leben hier beschließen zu können. Diese Hoffnung, wie manche andere, sollte ihm nicht erfüllt werden.

Die Umgebung:

Tanlay: In schöner grüner Umgebung liegend erscheint das Schloß Tanlay leuchtend und lachend. Seine impo­santen Türme spiegeln sich in dem es umgebenden Wasser wieder, wie um einen zweiten Gegenstand der Bewunde­rung anzubieten.

Der Bau des Schlosses wurde durch Andelot de Coligny, Bruder des Admirals und Cardinais von Chatilion begon­nen. Durch die religions politischen Ereignisse dieser Zeit unterbrochen oder verlangsamt, wurden die Bauarbeiten im Jahre 1642 durch den Intendanten Particelli d'Hemery wieder aufgenommen und der Architekt Le Muet damit betraut. Dieser entwickelte eine sehr glückliche Form der Architektur.

Im Inneren befinden sich mehrere schöne Säle, die Fest­galerie ist grandios. Der Gesellschaftsraum in schönen Hölzern angelegt, die weiten Zimmer in noblem Stil, das Eßzimmer , alles ist bemerkenswert. Allein die monumentalen Kamine sind schon einen Besuch wert.

Dieses Schloß besitzt ebenfalls eine reiche Kollektion von Gemälden von Künstlern des XVI, XVII und XCII1 Jh, wie Philippe de Champaigne, Panini, Natier, Mignard, Largillie're und Andere. Eine besondere Dekoration schmückt die Kuppel des einen Turms, "Tour de la Li- gue" benannt. Diese Allegorie, sicherlich inspiriert von einem Werk von Ronsard, zeigt repräsentative Persönlich­keiten der Reformzeit in olympischer Nacktheit.

von Louis XIV. Es blieb bis 1844 in dieser Familie und wurde dann von der Familie de Clermont zurückgekauft, im Besitz deren Nachkommen es sich heute noch befindet.

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Das Schloß wurde in der Mitte des XVI Jh. erbaut, anstelle einer mittelalterlichen Festung und wie diese als Jagdschloß gedacht. Die Bauarbeiten wurden 1572 unterbrochen und wohl nie ganz gemäß dem Plane voll­endet. Auch die vorgesehenen französischen Gärten wur­den wohl nie realisiert.

Was dem Bau seine Besonderheit gibt ist eine central gelegene, äußerst ergiebige Quelle. Bevor das Wasser austritt, wird es, w,ie in einem Brunnen zurückgehalten durch eine kreisförmige Treppe, was ein besonderer architektonischer Reiz ausmacht.

Die Sage erzählt, daß in diesem tiefen Brunnen die grausame Melusine wohne und daß man zeitweise ihre angstvollen Schreie höre. Man kann sich heute kaum vor stellen, was diese rätselhafte Konstruktion bedeuten sollt« Wahrscheinlich wollte man nur etwas schaffen, was zu­künftigen Besuchern einen Anreiz zum Kommen bieten sollte.

Epineuil (Vorort von Tonnerre):

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Dieser kleine Flecken auf einem Nachbarhügel von Ton­nerre gelegen, ist eine kleine Weininsel in dieser Gegen die sonst keine Reben mehr besitzt. In der Zeit als sich Ausflüge in der Hauptsache zu Fuß erledigten, war Epineuil das beliebte Ziel der Bevölkerung von Tonnerre, Bei einem kleinen Streifzug durch die Weinberge mit einem Kenner überzeugt man sich davon, daß auch die heutigen Winzer noch einen guten Anbau betreiben.

Chablis:

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16 km von Tonnerre entfernt liegt Chablis. Der Hauptgrn diesen Ort aufzusuchen ist der Wunsch, eine Stadt kenne zulernen, in der ein Wein von so hohem Renome^ gezo wird. Glücklich kann sich derjenige preisen, der hier eit Winzer zum Freund hat, mit ihm kann er in die Keiler hinuntersteigen, ein Heiligtum, in dem dieser herrliche Nektar ruht. Der Freund wird die Serie der Fässer Revue passieren lassen und die Daten der Weine bekanntgeben, er wird den Besucher einweihen in die Mysterien der Wei religion.

Über dem Prestige, daß der Wein Chablis eine solche Reputation verschafft hat, darf der weniger bekannte Cha me dieser liebenswürdigen und aktiven Stadt nicht verges sen werden. Alte Häuser, mehrere aus dem XV Jh. mit wunderschönen Fassaden, wie die vorzeitliche Synagoge (eine der originellsten), nette kleine Straßen und die majestätische "Weihnachtspforte" sind Besonderheiten die: Stadt.

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Im Herzen der Stadt sehen wir die Kirche St. Martin,we che einige Meister -Gemälde beherbergt; die Südpforte is geschmückt mit Pferdehufen, dort zurückgelassen als An­denken der Pilger (Votiv-Bilder). In der Kirche St.Peter, interessant durch die Klarheit ihrer Architektur, begrüßt uns der Patron der Winzer, St.Vinzent, eine Traube an­bietend.

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Ancy -Le- Franc:

Dieses Schloß ist aus dem gleichen Jahrhundert wie das vorherige, jedoch von vollkommen anderem Charak­ter. Wir stehen hier tatsächlich vor einer majestätischen aber strengen Gesamtheit. Der Besucher möge sich bei dem ersten Kontakt hüten vor dem Eindruck eines allzu­strengen Aussehens, denn es handelt sich um ein von der italienischen Renaissance inspiriertes Werk, das die Be­wunderung des Kenners herausfordert in bezug auf die Einheit und die Reinheit der Linien, dank der Außenmaße Alles hier ist geeignet, an ein verkleinertes Fontaine­bleau zu denken. Es sollte auch dem Bauherrn, Antoine III de Clermont als Palast dienen. Er war Großmeister der Gewässer und Wälder Frankreichs und insbesondere Schwager der schönen Anne de Poitiers, also mächtiger Herr und Verwandter des Hofes. Nach verschiedenen Generationen der Familie de Clermont kam dieser herr­liche Besitz 1681 in die Hände von Louvois, Minister

Bezüglich des Weines wäre noch zu erwähnen, daß die Winzer ihre Erzeugnisse in einem verführerisch lokal­gefärbten "Chablis-Keller" ausstellen, der in der Nähe des Hospitals errichtet ist.

Eines der interessantesten Häuser von Chablis ist die "Residenz der Ob£dienciers", dessen Fassade aus dem XV Jh. stammt. Es gehörte den Repräsentanten des Kapitels von Tours und beherbergt heute ein wirkliches Wein-Museum, eine vollständige Kollektion der seinerzeit von den Winzern benötigten Instrumente, die Hauptattra tion aber ist eine Presse, bereit betrieben zu werden wie in der Vergangenheit.

Zu rühmen wären noch eine schöne Promenade "Patis genannt, ein gut eingerichtetes Schwimmbad und die Voi teile eines netten Wasserlaufs.

Aber die großen Namen der hiesigen Gewächse wie: les Blanchot, la Moutonne, les Vaudesirs, les Pieuse, les Bougros, les Valmurs, les Grenouilles, klingen in den 0 ren der Feinschmecker und Neugierigen als Aufforderung