Ausgabe 
27.8.1971
Seite
1161
 
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des Kindergartens zum Treppenhaus und zum LStock - werk vor. Einer der bisherigen Gruppenräume im Erd­geschoß müßte zu einem Gymnastikraum umfunktioniert werden. Dafür soll im Obergeschoß durch Herausnahme von Zwischenwänden ein 5o qm großer Gruppenraum, ein Arbeits- und Stillbeschäftigungsraum sowie Toiletten für Kinder und Personal geschaffen werden.

Der Eingang und die Raumeinteilung im Obergeschoß wird so gestaltet, daß eine spätere Erweiterung durch Einbeziehung der 2. Mietwohnung jederzeit möglich ist.

Die Gemeinde hat damit ihren guten Willen deutlich zum Ausdruck gebracht. Es ist ihre feste Absicht, die Bildung und Ausbildung der Dorfjugend von frühester Kindheit an unter finanziellen Opfern und ohne Rück­sicht auf die Kosten zu fördern. Sie hat diese Ab­sicht bereits durch entsprechende Ratsbeschlüsse doku­mentiert, weil sie erkannt hat, daß Investitionen für die Jugend die höchstverzinslichen sind und sich in der Zukunft auf jeden Fall auszahlen.

Es bleibt die Frage, ob sich diese Erkenntnis auch bei den übrigen Beteiligten, insbesondere beim Kinder­gartenträger durchsetzt. Notfalls müssen dort auch einmal Entscheidungen ohne Rücksicht und ohne An­sehen der Person gefällt werden, wenn sie zum Wohle unserer Kinder erforderlich sind.

§ ez. Merz, Bürgermeister, eite lo!

KLEIN- u. GROSSHOLBACH

Gottesdienstordnung f. Groß-u. Kleinholb.

Sa. 28.8.

7.oo Uhr Hl. Messe für Eheleute Kaspar Herzmann und Salve Andacht.

19.oo Uhr Vorabendmesse: Hl. Messe für Verstorbene

der Familie Josef Hermann Herzmann.

So. 29.8. - 22. So. der Jahresreihe 7.3o Uhr in Klhb. Hl. Amt für Willi Herbst als Jahresgedächtnis.

9.oo Uhr Hochamt

Mo. 3o.8.

7.oo Uhr Hl. 4-Wochenamt für Paul Wagner Di. 31. 8.

7.oo Uhr Hl. Amt für Rosa Fischbach Mi. 1.9.

17.oo Uhr in Klhb. Hl. Amt für Frau Helene Schmidt

Do. 2.9.

8.oo Uhr Krankenkommunion

19.3o Uhr Hl. Amt für Jahrgang 1916.

Fr. 3.9. Herz-Jesu Freitag 7.oo Uhr Herz-Jesu Amt Litanei u.hl. Segen.

Sa. 4.9.

7.oo Uhr Hl. Messe für Adam Sturm u. Salve And.

19.oo Uhr Vorabendmesse: Hl. Amt für Peter Klasen

Jahramt

Eingeladen werden die Frauen zu einer Ausflugsfahrt an die Mosel! Am Dienstag, dem 7. Sept. soll die Fahrt sein. Wer mitmachen will, melde sich bald bei Frl. Reusch in Großholbach.

Eisbachtaler Vereinsnachrichten

Rheinlandliga

Plaidt - Eisbachtal 2: o (o : o )

Eine unmögliche Schiedsrichterleistung, Schußpech und ein überragender Platzherrentorwart waren die Symptome für die Niederlage der Gäste. Hinzu kam, das im Mittel feld der Ball zu lange gehalten wurde, durch die Sturm­spitzen Arnold, Reusch, Pagojus und später Görg immer wieder scharf von der Platzherrendeckung scharf markiert werden konnten. 13:2 Ecken verdeutlichen die Überlegen­heit der Eisbachtaler, aber Plaidt schaffte mit zwei Kontervorstößen den Sieg.

Am Sonntag, dem 29. um 15 Uhr wird in Großholbach j der Vizemeister der Fußball-Rheinlandliga von 1969/7o der VfL Neuwied erwartet.

Die Gäste die sich wesentlich verstärkt haben, sind Tabellennachbam der Platzherren und die Elf um Kapi­tän Gerlach muß vor eigenem Publikum sich wieder auf ihre Gefährlichkeit des letzten Jahres besinnen, wo mit i Doppelpässen und schnellem Spiel aus der Tiefe manche Partie gewonnen wurde.

Die Reserve hatte am vergangenen Wochenende spielfrei und muß nun am Sonntag, dem 29.8. erneut auswärts antreten und zwar in Kadenbach, das schon jeher ein gefährliches Pflaster war. 1

Die A 1-Jugend verlor ein Freundschaftsspiel in Dehrn !

mit 3:2, wobei die Eisbachtaler Jungen zwei Selbsttore !

fabrizierten.

Die B-Jugend gewann in Eschhofen klar mit 3:o und die D-Jugend siegte in Nomborn gegen Wallmerod/Salz mit l:o. ;

2oo Jahre Kapelle in Kleinholbach

Unser Dorf, früher auch Wenichenhoilbach, Wenigehoil- bach und WenygenhoyIbach genannt, wird am 7. April 135o zum ersten Mal in einer Urkunde erwähnt, als Aylheid, Tochter des Henrich Holebechir, und ihre Söhne ; Gerlach und Konrad dem Kloster Marienstatt für 5 Mark 1

guter Pfund, Montabaurer Währung,die ihnen der Zins­meister des Klosters bezahlt hat, aus all ihrem Gut zu Kleinholbach, inner- und außerhalb des Dorfes an Holz,

Feld, Acker, Wiesen und anderm 5 Schilling Pfund glei­cher Währung, namens des Klosters vor den Nachbarn zu Kleinholbach mit Halm und Mund, wie rechtsüblich, aufgetragen. Mit dem Gericht und dem Kirchspiel Nen­tershausen, das 1453 von dem Grafen von Diez für das Kirchspiel Nentershausen eingerichtet worden war, kam Kleinholbach mit den vier Westerwälder Kirchspielen 1564 durch den Diezer Vertrag an Kurtrier. So kam es, wieder katholisch geworden, und gehörte es von 1564 j

bis 18o2 zum kurtrierischen Amt Montabaur. Es bildete !

149o mit Girod und 1564 auch mit Wenigenfrenz eine eigene Zeche. Im Jahr 18o3 wurde für die vier ehemali­gen Diezer Kirchspiele des Amtes Montabaur ein neues, (nassauisches) Amt Meudt mit dem Sitz in Montabaur nach Wallmerod verlegt und das Amt fortan Amt Wall­merod genannt. Bei der Bildung der preußischen Land­kreise im neugebildeten Regierungsbezirk Wiesbaden 1867 bestand der Unterwesterwaldkreis aus den Ämtern Montabaur, Selters und Wallmerod. ;

Nach der Beseitigung der alten nassauischen Amts Verfassung _ durch die Kreisverordnung für die Provinz Hessen-Nassau vom 7.6.1885 wurde der neugebildete Kreis Westerburg mit den Ämtern Wallmerod und Rennerod gebildet. Klein­holbach gehörte also jetzt zum Kreis Westerburg, bis es durch die Verordnung über die Neugliederung von Land­kreisen vom 1.8.1932 mit Wirkung vom l.fo.1932 wieder ; zu seinem alten Unterwesterwaldkreis und wieder zu dem ; Hoheitsbereich um Montabaur seit 1564 zurückkehrte. Heimberger zu Kleinholbach, Beamte des Kurfürstentums Trier, sind seit 1694 namentlich bekannt, so Johann Adam - Herborn 1694-1711, Christian Herborn 1717-1756, Bast Böck­ling 176o-1791, Christian Fein (Bürgermeister)1792 und Johannes Heibel 18o4. In Großholbach, zu dem Kleinhol- : bach als Filiale gehört, bestand seit 1354 eine Pfarrei. Großholbach erhielt 1738 eine neue Pfarrkirche, während die Filialkapelle in unserem Dorf 1771, vor genau zwei­hundert Jahren, errichtet wurde. Unsere Kapelle gehörte damit zu dem Kreis der barocken Sakralbauten im unte­ren Westerwald, die als kleine Saalkirchen sowohl als Neubauten entstanden wie auch an bestehende ältere Bauteile angeschlossen wurden, so in Girod um 1786, Großholbach 1738, Holler 1759, Hundsangen 1722-26,

Hahn Wallmerod (173o?) und Nauort 1738.

Walter Kalb

FAMILIENANZEIGEN

erreichen im Mitteilungsblatt die weiteste Öffentlichkeit und sind nicht teuer!