Ausgabe 
30.4.1971
Seite
945
 
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In der Tat: Franz Lehars Meisterwerk mit der russischen Thematik ist als "Wiener Operette" weltberühmt gewor­den. Seit der Uraufführung mit Richard Tauber in der Titelpartie ist "Der Zarewitsch mit seiner Fülle herrlicher Melodien und seiner einprägsamen Spielhand­lung eine der beliebtesten Operetten überhaupt geblie­ben. Das gefühlvolle "Wolgalied", das Duett "Trinkt man auf du und du...", die Arie "Einer wird kommen.' und das wehmütige Duett "Warum hat jeder Frühling ach nur einen Mai..." sind die musikalischen Perlen des Werkes.

Der Zarewitsch - der Sohn des Zaren - lebt einsam in seinem Palast. Da wird ihm durch eine Intrige des Hofes die junge Tänzerin Sonja zugespielt, die ihn aufheitern soll, damit er endlich heiratet, weil der Zar alt und krank ist. Der Zarewitsch verliebt sich in das junge Mädchen und flieht mit ihr aus dem "Goldenen Käfig", ln Neapel verleben die beiden eine glückliche Zeit; doch der Zar stirbt und der Zare­witsch tritt die Thronfolge an. Er muß Sonja, die große Liebe seines Lebens verlassen, denn die Pflicht ruft. Sonja bleibt allein zurück, allein mit der Er­kenntnis und der Frage: "Warum hat jeder Frühling ach, nur einen Mai....?

Das "Wiener Operetten-Theater" aus Wien bietet uns den "Zarewitsch" in einer glanzvollen Jubiläums­inszenierung zum Lehar - Jahr.

Unter der Regie des Wiener Regisseurs Ernst Pichler, der erst kürzlich an der Wiener Staatsoper Verdis "Traviata" inszeniert hat, sehen wir ein hervorragen­des internationales Solisten-Ensemble. Die Titelpartie singt der junge russische Tenor Oleg jeszewsky, der als "Zarewitsch" im "Theater des Westens" Berlin einen außerordentlichen Erfolg verzeichnen konnte,.

Als "Sonja sehen und hören wir Rose L. Kalasek (Wien) und Adrienne Zähony von der Staatsoper Buda­pest. Weitere erstklassige Kräfte - Roland Braun,

Marcel Barenko u.a. ergänzen das Ensemble.

Die Original "Wolga-Kosaken" singen die schönsten Kosaken-Lieder: "Schwarze Augen", "Stenka Rasin", und "Wolgaschlepper" und das "Ballett Etoiles de Paris " unter der Leitung von Erst-Günther Scherzer, der den "Zarewitsch" sowohl im "Theater des Westens" Berlin als auch für die DECCA-Schallplatte mit Guiseppe di Stefano und Dagmar Koller dirigiert hat.

Wir empfehlen, sich für dieses Sonder-Gastspiel sogleich die Plätze im Vorverkauf zu sichern!

Kartenvorverkauf: Städt. Verkehrsamt, Zimmer 7!

Information

Landesbühne Rheinland-Pfalz, Neuwied,

Intendant Conrad Dahlke.

Die Landesbühne bringt am FREITAG, dem 7.5.1971, 2o.oo Uhr im Festssal der Joseph-Kehrein-Schule " Die Kleinbürgerhochzeit" von Bertolt Brecht und " Der Bär" von Anton Tschechow.

Kartenvorverkauf: Städtisches Verkehrsamt Rathaus, Zimmer 7.

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VER EI NSMITTEILUNGEN _

125 Jahre

TuS 1846/1912 Montabaur e. V.

Der TuS 1846/1912 Montabaur e.V. feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Er zählt damit sicher zu den ältesten Vereinen Deutschlands.

Das seltene Jubiläum soll in einer Festwoche in der Zeit vom 5. - 13. Juni 1971 feierlich durchgeführt werden.

Die Schirmherrschaft hat Herr Landrat Dr. Heinen, Monta­baur, übernommen.

Geplant sind in der Festwoche einige große Sportveranstal­tungen, die für die Bevölkerung des gesamten Kreisgebie­tes und über die Grenzen hinaus nicht ohne Interesse sein werden.

An erster Stelle steht in der Festwoche die Ausrichtung des Gauturnfestes des neu gebildeten Turngaues Rhein- Westerwald am 12./13.6.71. Die Vorbereitungen hierzu laufen bereits seit geraumer Zeit auf vollen Touren und der TuS wird alles daran setzen, um dieses Gauturnfest so abzuwickeln und zu gestalten, daß alle Festteilnehmer es in guter Erinnerung behalten. Daß dieses Fest ein vol­ler Erfolg wird, kann heute bereits gesagt werden,da be­reits sehr viele Meldungen vorliegen.

Ein weiterer Höhepunkt wird unzweifelhaft der Turnabend in der Halle des Staatl. Gymnasiums am 12.6.71 sein. Dem Vereinsvorstand ist es gelungen, für diese Veranstal­tung die Mädchen-Nachwuchsriege des Turnverbandes Mit­telrhein und die Männerriege des Spitzenreiters der Turner Bundesliga, TuS o4 Leverkusen, zu verpflichten. An die­sem Abend wird gleichzeitig das Gauturnfest 1971 offiziell übergeben.

Weitere Höhepunkte werden in dieser Festwoche der Inter­nationale Volkslauf am 8.6.1971 und das Internationale Leichtathletik-Abendsportfest am lo.6.1971 sein.

Das endgültige und komplette Programm der Festwoche wird der TuS rechtzeitig veröffentlichen.

Bereits heute lädt der TuS 1846/1912 Montabaur e.V.die Bevölkerung zu allen Veranstaltungen recht herzlich ein.

Der Tus Montabaur berichtet:

In der vergangenen Zeit hatte der TuS Montabaur seine Anhänger in puncto Unterrichtung über das Vereinsgesche­hen hier an dieser Stelle sehr vernachlässigt. Die Presse­abteilung des TuS bittet dies zu entschuldigen. Ab heute wird die wöchentliche Berichterstattung wieder aufgenom­men.

Zunächst möchte der TuS auf den Bericht "125-Jahre TuS 1846/1912 Montabaur e.v." hinweisen, der in diesem Mit­teilungsblatt abgedruckt ist. Lesen Sie bitte alle diesen Bericht, damit Sie über das bevorstehende Jubiläum in etwa unterrichtet sind.

Während von den Turnern, Leichtathleten und Schwim­mern nichts wesentliches zu berichten ist, kann von den Fußballern viel gesagt werden.

Die vielen Anhänger des TuS müssen z. Zt. wieder um ihre 1. Fußballmannschaft bangen. Die im vergangenen Jahr so erfolgreiche Elf konnte die Tabellenspitze in der A-Klasse nicht halten und liegt z.Zt. auf dem 4.Tabel­lenplatz. Die Elf hat kaum noch eine Chance, den er­hofften Aufstieg in die Bezirksklasse zu schaffen. Dies ist jedoch nicht allzu tragisch zu nehmen. Alle Anhän- er der Fußballabteilung sollen einmal daran denken, die 1. Mannschaft noch vor 2 Jahren in der 1.Kreis­klasse um den Erhalt dieser Klasse kämpfte und heute be­reits zu den Spitzenmannschaften der A-Klasse gehört.

Zu wünschen bleibt, daß die Mannschaft zusammenhält und im nächsten Jahr versucht, was in diesem Jahr nicht gelungen ist.

Der gesamte TuS-Vorstand steht voll und ganz hinter sei­ner I.Seniorenmannschaft. Die Anhänger des TuS werden gebeten, ebenfalls die Mannschaft weiterhin wie bisher zu unterstützen, und vor allen Dingen die restlichen