Ausgabe 
30.4.1971
Seite
943
 
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Frühschoppengespräch einladen. Der CDU-Ortsvorstand kommt damit einem Wunsche der Bürger des Gelbach­tales nach, der bei dem letzten Gespräch Ende März in W'irzenborn geäußert wurde. Wie damals, werden Julius Decker und Mirglieder der CDU-Stadtratsfraktion zu allen interessierenden Fragen Stellung nehmen. Ins­besondere werden wohl Probleme der zukünftigen Ein­gemeindung besprochen werden.

Reisebericht

der Volkshochschule Montabaur

Eine wunderschöne Reise vom lo, -17.4.71 Montabaur-Prag - Brünn - Wien - Budapest - Siofok (Plattensee) - Graz - Salzburg.

Unter Leitung von Herrn Dr. Wenzel und Frau fuhr der Bus am 17. April um 6 .oo Uhr in Montabaur ab.

Es nahmen 35 Reiselustige teil, um eine Strecke von ca. 3ooo km zu bewältigen. Über Nürnberg-Schwaiglauf führte die Fahrt bis zur tschechischen Grenze nach Waidhaus. Von hier waren es noch 88 km bis Pilsen.

Um 2o. 3o Uhr waren wir in Prag. Hotel Pariz war unser erstes Ziel. Die Lage des Hotels in der historischen Stadtmitte und seine innere Ausstattung prägt dem Hotel seine typische Eigenart ein. In unmittelbarer Nähe liegt der historische Pulverturm mit Aussicht auf das Panorama der Prager Burg.

Am nächsten Tag unternahmen wir eine Stadtrundfahrt, unser Ziel war die Prager Burg mit mittelalterlichen Schanzen mit Türmen, prächtigen Sälen und der goti­schen Veitskathedrale aus dem 14.Jahrh., in der Nähe das "Goldene Gäßchen" mit den winzigen Häusern der Alchimisten und Astrologen aus der Zeit Rudolf II,

Hier wohnte Franz Kafka als Untermieter.

Wir besuchten das Museum der tschechischen Literatur im ehemaligen Kloster Strahov mit der prachtvollen Bibliothek. Sie enthält ca. I 60.000 Bände und zahlreiche Literaturdenkmäler. Noch viele berühmte Bauten schau­ten wir uns an: die Nikolauskirche, die Karlsbrücke, ein gotischer Steinbau aus dem 15. Jahrh., den Altstädter Ring mit dem alterwürdigen Rathaus aus dem 14. Jahrh. mit der Aposteluhr. Man findet in dieser Stadt Hunderte von Baukleinodien verschiedensten Stils. Unser nächstes Ziel war Brünn mit der Annakirche, der Burg Spilberk mit den unterirdischen Kasematten und Folterkammern und einem neuen, modernen Theater. Weiter gings nach Wien, eine Stadt, die bei allen einen tiefen Eindruck hinterließ.

Eine charmante Führerin zeigte uns diese herrliche Stadt. Besonderen Eindruck machte das Schloß Schönbrunn.

Noch vor 3oo Jahren breiteten sich auf dem Grundstück des heutigen Schlosses dichte Wälder aus. 1612 wurde unter Kaiser Leopold I, der Bau des Schlosses begonnen und von Maria Theresia fortgesetzt. Es birgt 1 441 Räum­lichkeiten.

Weiter sahen wir die Wiener Stadthalle, fuhren über die Prunkstraße, den Donaukanal, Praterstraße,

Praterstern, Stephansdom mit 137 m Höhe, das Wiener Theater, das Habsburger Schloß, die Pestsäule und die Oper mit den Figuren aus der Zauberflöte über dem Portal. Zu erwähnen ist noch das Wiener Riesenrad mit einer Höhe von 67, 75 m und der 252 m hohe Donau­turm. I

Osterdienstag mußten wir leider die schöne Stadt verlas­sen, und unser Weg führte durch das entzückende Bur­genland nach Raab an der Raab bis nach Ungarn in die Hauptstadt Budapest mit ihren 22 Bezirken. Hier be­trachteten wir die Mathiaskirche aus dem 13. Jahrh., die Fischerbatei, das Volksstadion, es faßt loo 000 Zuschauer, das Millenniumsdenkmal mit den sieben Stammesfürsten, die St. Stephan Basilika, das Parlaments­gebäude, die Margareteninsel, das Befreiungsdenkmal | (29 m hoch) und vieles mehr. Am Abend besuchten wir eine Csarda mit echter Zigeunermusik. Unser Weg ging weiter am Plattensee entlang nach Siofak. Hier wohnten wir im Hotel Europa mit 3oo Betten in 13 Stockwerken.

Der Plattensee ist 77 km lang, 4-14 km breit und die Länge seiner Ufer beträgt ungefähr 197 km.

Weiter fuhren wir nun nach Jugoslawien in den Ort Varazdin, Maribor an der Drau nach Österreich in die herrliche Stadt Graz mit Übernachtung. Am nächsten Tag ging die Fahrt durch die Hochalpen, durch Gesäuse nach Admont, weiter nach Bad Ischl, dann engeres Salz­kammergut zum Wolfgangsee mit einer Kaffeepause und Blick auf den See. Diese Fahrt wird für alle unvergeßlich bleiben. Am Abend waren wir in Salzburg, unsere letzte Station. Alle versuchten noch einige Eindrücke dieser Stadt mitzunehmen. Der Dom, die Getreidegasse,

Mozarts Geburtshaus, die Dreifaltigkeitskirche und den Mirabellgarten sahen wir uns an.

Unsere Fahrt war zu Ende, und so landeten wir am Samstagabend alle wohlbehalten wieder in Montabaur. Diese gut organisierte Fahrt hat sicher bei jedem tiefe Eindrücke hinterlassen.

Polizeiberichte

Montabaur, 22.4.1971, ol,15 Uhr.

Pkw-Fahrer kommt auf der Straße ins Rutschen und fährt gegen ein Verkehrsschild. Es entstand nur Sachschaden.

Montabaur, den 22.4.1971, 00 .15 Uhr.

Pkw-Fahrer befährt die Sauertalstraße in Richtung Elisa­bethenstraße und fährt gegen iparkenden Pkw.

Es entstand nur Sachschaden.

Niederelbert, 23.4.1971, ol.35 Uhr.

Pkw-Fahrer befuhr die L 327 aus Richtung Oberelbert in Richtung Montabaur. In einer unübersichtlichen Rechtskurve kam er infolge überhöhter Geschwindigkeit von der Fahr­bahn ab und fuhr gegen einen Gartenzaun. Es entstand nur Sachschaden.

Montabaur, 24.4.1971. o2.o5 Uhr.

Pkw-Fahrer befuhr in Montabaur die Bahnhofstraße in Rich­tung Stadtmitte. Vermutlich infolge von Trunkenheit kam er von der Fahrbahn ab und fuhr gegen einen Gar­te nzaun.

Der Fahrer wurde verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Montabaur, 24.4.1971, 13.45 Uhr.

Eine Pkw-Fahrerin, die in Montabaur aus dem Grenzweg nach links auf die Elgendorferstraße aufbiegen wollte, übersah einen Pkw, der aus dieser Richtung kam und stieß bei dem Ausweichmanöver gegen einen anderen Pkw, der gerade in den Grenzweg einbiegen wollte und sich hierzu in der Mitte der Fahrbahn eingeordnet hatte. Es gab Sachschaden.

Montabaur, 24.4.1971, 16 .00 Uhr.

Eingreifen mußte auch die Polizei in Montabaur auf der Bahnhofstraße. Dort hatte sich ein Betrunkener im hilflosen Zustand niedergelassen. Er wurde von den Beam­ten nach Hause gebracht. Natürlich gegen eine Gebühr.

Montabaur, 24.4. 71 ,2o.3o Uhr.

Ebenfalls zu einem Unfall mit leichtem Sachschaden wurde die Polizei zum Strandbadcafe Deweß gerufen.

Dort hatte ein Pkw beim Zurücksetzen einen anderen Pkw angefahren.

Görgeshausen, 25.4.71, ol.oo Uhr.

Auf der Kirmes in Görgeshausen kam es zu einer Keilerei, Die Polizei wurde hinzugezogen. Die Beamten stellten die Personalien der Radaubrüder fest, die dabei gegen die Beamten gingen. Dies brachte nun eine Anzeige we­gen Widerstand und Beleidigung für die Schläger ein.

Girod, 25.4.71, 11.3o Uhr.

Vier junge Burschen, die in Düsseldorf einen Pkw entwen­det hatten, kamen bei Girod auf der regennassen Fahr­bahn der B 49 ins Schleudern und stießen gegen die Leitplanke. Sie ließen das Fahrzeug stehen und flüchteten zu Fuß. Durch den schnellen Einsatz der hiesigen Gen­darmerie konnten sie jedoch bald darauf in Heiligenroth gestellt werden. Sie wurden festgenommen und in die Arrestzellen gebracht.

Mogendorf, 25.4.71, 14 .00 Uhr

Ein Kind wurde schwer verletzt, als es sich aus einer Kindergruppe, die an der Autobahnüberführung ging,löste und direkt in einen Pkw lief.