Ausgabe 
19.2.1971
Seite
785
 
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"Drei Tage Iaßt uns fröhlich sein!"

MONTABAUR. In der närrischen Zeit werden die kleinen Fastnachtsgecken in der Kreisstadt von einem Kinderprinzenpaar regiert. Diesmal sind es Manfred Binz und Sabine G a e b I e r. Der Kinderprinz ist der Sohn von Dr. jur. Binz, Oberverwaltungsgerichtsrat in Koblenz, wohn­haft in Montabaur. Prinzessin Sabine kann als Töchterlein des Narrenherrschers Friedrich l.von der Färberzunft, der im Karneval l96o sein Zepter über Mons Tabor schwang, auf prinzliches Geblüt hinweisen. Beide Jung-Regenten besuchen die vierte Klasse der Joseph-Kehrein-Schule.

Sie werden am Sonntagnachmittag vor dem Rathaus ihre Prinzenproklamation verkünden, die fol­genden Wortlaut hat:

Zur Kinderfastnacht 1971 verkünden sie die folgende Proklamation:

Jetzt ist sie da mit bunter Pracht und bringt uns allen Freud: die Montabaurer Fassenacht, - und froh sind alle Leut.

Auch wir freu'n uns im Kinderreich und deshalb tu ich kund: die Narretei erfreue euch ab dieser heitren Stundl

Ich grüße als Prinzessin fein an meines Prinzen Seit'.

Drei Tage laßt uns fröhlich sein, es ist der Narren Zeit.

Sie schenke allen frischen Mut und bringe uns Gewinn; denn Lachen steht den Menschen guti Das ist der Narrheit Sinn!

Gege

Prinz Manfred I. vom

und

Prinzessin Sabine I. von

Kinderzug am Fastnachtsonntag

Auch in diesem Jahr findet wieder ein Kinderzug statt. Dazu treffen sich die großen-und kleinen Kinder so rechtzeitig am Bahnhofsvorplatz, daß der Zug um 13.45 Uhr von dort unter der Führung eines Spielmanns­zuges zum Rathaus gehen kann. Selbstverständlich ist das diesjährige Kinderprinzenpaar (siehe Bild) dabei.

Auch alle Kinder aus den Nachbardörfern sind zu diesem Zug herzlich eingeladen. Nach der Prinzenproklamation am Rathaus ist im Saal der Schloß-Schänke der tradi­tionelle Kindermaskenball. Es wäre schön, wenn sich möglichst viele Kinder an diesem Zug beteiligen würden.

(A.T.)

Großer Fastnachtszug am Dienstag

Höhepunkt und glanzvoller Abschluß der Montabaurer Fastnacht ist auch in diesem Jahr wieder der große Fastnachtszug. Über zwanzig große Wagen, dazu viele bunte und originelle Fußgruppen geben Sr. Tollität Prinz Uwe I durch die Straßen der Stadt Geleit.

ben zu Mons Tabor

am 21. Februarius 1971

Roß be rg

der Färberzunft

Elf Musik-, Fanfaren- und Spielmannszüge werden dabei für entsprechende Stimmung sorgen. Ca. 5o Zentner Bonbons werden geworfen! Erfreulich die Tatsache, daß auch in diesem Jahr wieder Wagen aus Eschelbach, Holler und erstmals sogar aus Welschneudorf an dem Zug teil­nehmen.

Die Karnevalsgesellschaft "Heiterkeit 1889 e.V. entbietet an dieser Stelle allen auswärtigen Besuchern ein herzliches Willkommen und sagt allen ein ebenso herzliches Danke­schön für das Interesse, das sie Jahr für Jahr dem Fast­nachtszug entgegenbrjngt. Möge in diesem Jahr auch der W'ettergott in Karnevalsstimmung sein! Helau! (A.T.)

Die Heiterkeit

schaut in den (Zeit) Spiegel

Fortsetzung !

Die Fortsetzung des Berichtes möchte ich mit einer kurzen Betrachtung über die diesjährigen Sitzungen beginnen. Viermal konnte der erstmals als Elferratspräsident fungie­rende Gerd Roßbach eine bis auf den letzten Platz be­setzte Narhalla begrüßen. Die Bevölkerung Montabaurs und sehr viele Besucher der nahen und weiten Umgebung