Ausgabe 
12.2.1971
Seite
777
 
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Lage des Raumes Untershausen - Stahlhofen außer acht ge - lassen.

Abgesehen davon, daß den Bewohnern die Chance genom­men ist, ihre Kleinkinder einem Kindergarten anvertrau­en zu können, besteht später für eine Übergangszeit die Möglichkeit, eine Vorschule in der bald leerstehenden Grundschule in Stahlhofen einzurichten,, Die Zukunft spricht jedoch auch hier für Horbach-Gackenbach.

Keine ausreichende Seelsorge

Seit zwei Jahren ist die Pfarrei Stahlhofen verwaist. Der Hollerer Pfarrer hat die Mitverwaltung übernommen, wäh - rend ein pensionierter Geistlicher im Stahlhofener Pfarr­haus wohnt und den Gottesdienst hält.Obgleich die Be­völkerung mit diesen Zuständen gegenüber früheren durchaus zufrieden ist, bleibt es eine Notlösung, zumal sich das religiöse Leben im wesentlichen auf den Besuch des Sonntagsgottesdienstes beschränkt.

Schmale Kulturbasis

Zwei Gesangvereine und ein Mandolinenklub werden recht einseitig als die "Kulturträger" dieses Raumes angesehen. Das Kreisvolksbildungswerk und ähnliche Vereinigungen würden hier völliges Brachland vorfinden. Zaghafte Ver­suche von außen hätten sicherlich keinen Erfolg, eher Veranstaltungen ähnlich denen des benachbarten Kultur- und Verkehrsvereins im Buchfinkenland.

Im Windschatten des Fremdenverkehrs?

Der Fremdenverkehr ist in den letzten Jahren stark rück­läufig gewesen, nicht zuletzt deshalb, weil die von Frem­den vorrangig benutzten Straßen drum herumfuhren: durchs Stelzenbachtal und durchs Gelbachtal zur Lahn.

Die Natur hat hier jedoch ausgezeichnete Voraussetzungen geschaffen, die ein (noch nicht bestehender) Verkehrsver­ein nutzen könnte.

Abträglich sind jedoch die überhand nehmenden Brachflä­chen, die so lange einen verwahrlosten Eindruck machen, bis sie entweder rekultiviert werden oder sich in die ur­sprüngliche Heidelandschaft zurückverwandeln.

Parteipolitisches Desinteresse

Weder können die Parteien in diesen Dörfern Fuß fassen, noch bringt die Bevölkerung andererseits den Parteien Interesse entgegen. Vereinzelte parteipolitische Veranstal­tungen vor den Wahlen sind immer äußerst mager besucht.

So ist es denn auch nicht verwunderlich, daß die im Kreistag vertretenen Parteien sich praktisch nie für die Belange dieser Dörfer eingesetzt haben. Zwar hat sich in Untershausen ein Kreistagsmitglied angesiedelt, doch ist seine Aktivität zugunsten dieser Dörfer noch nicht be­merkt worden.

Abhilfe tut not !

Sicherlich werden diese pessimistischen Ausführungen auf Gegenkritik stoßen. Mögen sie aber auch manchen veran­lassen, darüber nachzuclenken, was für die Entwicklung des zwischen den beiden Aktivräumen Montabaur und Buchfinkenland gelegenen Passivraum Untershausen -Stahl­hofen - Daubach in Zukunft getan werden kann, damit die Abwanderung junger Leute gestoppt werden kann, die Dörfer sich zu einem interessanten Siedlungsgebiet ent­wickeln und jedermann sich hier unter den bestmöglichen Voraussetzungen wohlfühlen kann.

Kath. Pfarrgemeinde Sankt Wendelin, Stahlhofen

6.Sonntag im Jahreskreis - 14. Februar 1971 - 8.oo Uhr Frühmesse als Amt für Heinrich Dierich lo.oo Uhr Hochamt für den gefallenen Josef Ferdinand und verstorbenen Vater Adam Ferdinand.

15.2. MONTAG

7.3o Uhr Hl. Messe für Eheleute Johann Dennebaum ' 16.2. DIENSTAG

7.3o Uhr Hl. Messe für Ludwig Merzig,

17.2. MITTWOCH

18.00 Uhr Hl. Messe für Juliane Schröder

18.2. DONNERSTAG

7.3o Uhr Hl. Messe für die verstorbenen Angehöri­gen der Familie Wilhelm Gräfen

19.2. FREITAG

73o Uhr Hl. Messe für Sophia Henkes und verstor­bene Schwestern

19.3o Uhr Amt in Ettersdorf

20.2. SAMSTAG

7.3o Uhr Hl. Messe für Verstorbene der Familie Neuroth- Roßmann 16. oo Uhr Be ichte

Am nächsten Sonntag, 21.2.:

8.oo Uhr Frühmesse

lo.oo Uhr Hochamt

Am Schwerdonnerstag treffen sich alle Frauen zum großen Möhnenkaffee in der Gastwirt­schaft Ferdinand.

Anschließend Umzug.

Es sind alle eingeladen I

Verleihung

des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an den Rentner, Herrn Josef Ortseifen, geb. am 24.1.1897, wohnhaft in Wirzenborn, Haus Nr. lc

Seit 1914 Küster der Wallfahrtskirche Wirzenborn.

Von 1925 bis 196o Mitglied des Gemeinderates Wirzen­born. Seit 15. Mai 193o Kassenverwalter der Gemeinde Wirzenborn.

Seit 195o Ortsgerichtsmann, seit 1959 Ortgerichtsvor­steher - Stellvertreter der Gemeinde Wirzenborn.

Herr Ortseifen hat sich durch seine langjährige Tätig­keit (seit 1914) als Küster der bekannten Wallfahrtskirche Wirzenborn und durch seine Ehrenämter in der Gemeinde Wirzenborn große Verdienste um das allgemeine Wohl erworben.

Herr Ortseifen ist ein angesehener Bürger der Gemeinde Wirzenborn, genießt einen sehr guten Ruf und ist aller­seits sehr beliebt.

Das Heimatblatt "RUND UM MONTABAUR" gratuliert herzlich !

Ein Mann kam wütend in die Redaktion ge­stürzt: " Hier in Ihrer Zeitung steht ja meine Todesanzeige. Sie sehen, daß ich lebe. Sie müssen also eine Berichtigung bringen!"

" Das geht nicht", antwortet der Redakteur,

" wir nehmen prinzipiell nichts zurück. Aber ich will Ihnen entgegenkommen und bringe Sie morgen unter den Geburtsanzeigen".

Nichts über Kinder ! Auf der ganzen Erde ist ihnen nichts, auch nur von fern vergleich­bar !

Sie selber wär ohn ihre Kinder nichts, und wieder nichts die Menschheit ohne Kinder.

Leopold Schefer