Ausgabe 
5.2.1971
Seite
753
 
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-lo-

Bei einem Motorradfahrer mußt die Entnahme einer Blutprobe angeordnet werden, weil er, erheblich unter Alkohol stehend, am öffentlichen Straßenverkehr teil­enommen hatte. Nach seinen eigenen Angaben,war er urz vorher an einem Verkehrsunfall in Ransbach betei­ligt.

Lkw-Fahrer, der die Bahnhofstraße befuhr, kam mit sei­nem Fahrzeug zu weit nach rechts und beschädigte da­bei die heruntergelassene Markise eines Geschäftshauses.

Am Großen Markt, kam es beim Vorbeifahren eines Omnibusses an einem Lkw, zu einem leichten Verkehrs­unfall. ( Buss streifte beim Vorbeifahren den Lkw.) Es entstand leichter Sachschaden. Personen wurden keine ver­letzt .

Lkw-Fahrer befuhr die B 255 in Richtung Boden. Bei km o.ool, geriet er auf den rechten Randstreifen und beschädigte mehrere Leitpfähle. Personen wurden keine verletzt.

Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg

Stamm Montabaur e.v.

Am SONNTAG, dem 7. Februar 1971 um 14.3o Uhr findet im Saal des kath. Pfarrzentrums die Stammesver­sammlung I 1971 statt. Alle interessierten Mitglieder der DPSG und ihre Eltern können als Zuhörer an der Ver­sammlung teilnehmen.

Kath. Jugend feiert Kostümfest

Der Bund Deutscher Katholischer Jugend lädt zu einem KOSTÜMFEST

am FREITAG, 12. Februar, um 2o.ll Uhr ein.

Mehrere Räume der Jugendherberge zu Montabaur stehen für das bunte Treiben zur Verfügung.

Die Kapelle " Blue Boys " - vom Herbstfest noch in bester Erinnerung - spielt zum Tanz auf.

FDP - Schulplan

Die Kreistagsfraktion der FDP hat einen Schulplan erar­beitet, der für den Bereich der zukünftigen Verbandsge­meinde Montabaur Grundschulen in Montabaur ( 5oo Kin­der ), Horressen ( 37o Kinder ) und Horbach ( 3oo Kin­der ), daneben eine Hauptschule in Montabaur ( l.ooo Kinder ) vorsieht. Die Zahlen sind berechnet nach dem voraussichtlichen Stand von 1974.

Nach diesem Plan wären also folgende Schulen zu schließen : Ruppach-Goldhausen, Heiligenroth, Eschel­bach, Holler, Niederelbert, Oberelbert, Welschneudorf, Hübingen, Stahlhofen und Reckenthal.

Die Macht der Gewohnheit

Den " großen Unbekannten ", den wir in unserer letzten Ausgabe unter der obigen Überschrift zeigten, war Ig­natius Lötschert, der Gründer der Genossenschaft der Barmherzigen Brüder von Montabaur. Als Peter Lötschert war er 182o zu Höhr geboren, hatte eine kaufmännische Lehre mitgemacht und sich dann der Pflege kranker und armer Menschen gewidmet.

Mit mehreren gleichgesinnten Freunden hatte er in Hillscheid eine Vereinigung von Laienbrüdern gegründet. Peter erhielt den Ordensnamen Ignatius. Zunächst wid­meten sie sich der Pflege männlicher Kranker in Dern­bach und dann in Hadamar und Umgebung. Im März 1831 wurde der jungen Genossenschaft der Barmherzi­gen Brüder von Montabaur ", wie sie, sich nun offiziell nennen durften, das neuerbaute Rettungshaus für verwahr­loste Knaben in Montabaur übergeben. Im Bereich der ehemaligen Hannappelchen Ziegelhütte und des Schlem- merschen Gartens entstanden nach und nach ihre Bauten.

Noch heute unterhalten die Brüder hier unser Kranken­haus mit einer Krankenpflegeschule und dem Caritas­haus für geistig behinderte Menschen. In Horbach haben sie das Ignatius-Lötschert-Altenheim erbaut und in der ehemaligen Baumschule Appeldorn ein Noviziat zur

Heranbildung ihres Nachwuchses eingerichtet. Mitbrüder der Montabaurer Genossenschaft wirken in Holland und Amerika.

Montabaurer Wäller wandern

Im Kolpinghaus hielt der Montabaurer Zweigverein des Westerwala-Vereins seine diesjährige Jahreshauptversamm­lung ab. Da der frühere Vorsitzende Albert Reusch nach München verzogen und sein Nachfolger Wolfgang Rausch erst im Sommer nach Montabaur versetzt werden kann, leitete Frau Käthe Paffhausen stellvertretend als Ge­schäftsführerin die Versammlung. Die Finanzen des Ver­eins erwiesen sich als gesund, einstimmige Entlastung wurde der Kassiererin erteilt. Im vergangenen Jahr hatte die Wandertätigkeit wiederum zugenommen, wobei be­sonders die Morgenwanderungen sich steigender Beliebtheit erfreuten. Auch im Winter wandert man fast jeden Sonntag. Im nächsten Monat wird man sich u. a. an einer großen Sternwanderung nach Selters beteiligen. Ausgiebig sprach man über Möglichkeiten, auch Jugendliche für die Ziele des Vereins zu gewinnen. Jedermann ist stets herz­lich zum Mitwandern eingeladen, besonders aber Leute in jüngerem und mittlerem Alter.

Briefmarken- Tauschabend

Die Briefmarkenfreunde Montabaur und Umgebung treffen sich am

MONTAG, dem 8. Februar 1971 um 2ooo Uhr im Gast­hof Heuser, Montabaur, Bahnhofstraße.

Stellungnahme

zum Leserbrief des Stadtrat-Mitglieds Horst R o o s, Montabaur, veröffentlicht im Mitteilungsblatt " RUND UM MONTABAUR Nr. 1/2 v. 8.1.1971.

Der Leserbrief des Herrn Roos kann nicht ohne Antwort bleiben. Dies wird jedoch in dieser Form die Letzte sein, das Übrige wird in Sachverhandlungen geklärt werden müs­sen.

Wenn Herr Roos meint, daß die offizielle SPD-Meinung die ist, daß die Verwaltungsreform in Rhld.Pfalz über­stürzt verabschiedet wurde, so stimme ich dem zu,bleibe aber trotzdem der Meinung, daß die Landesregierung lange Zeit braucht, bis der Groschen fällt ", und dann über­stürzt handelt: dies ist nicht nur bei der Verwaltungsreforni so. Daß ich in Bezug auf " Freiwilligen Beitritt " zur Ver bandsgemeinde anderer Ansicht bin, als mein Fraktions­vorsitzender H. Schweitzer, ist durchaus legitim. Es gibt ja bekanntlich das eigene Gewissen, dem ein Abgeordneter ( auch Gemeindevertreter ) unterworfen ist. Die SPD re­spektiert das. Das liegt nicht an mangelnder Gesetzeskennt nis meinerseits. Im Gegenteil, gerade weil ich mich gut auskenne, bin ich äußerst vorsichtig. Außerdem weise ich darauf hin, daß der Bürgermeister unserer Gemeinde, Herr Wilhelmi, ( Mitglied der CDU ) sich meiner Ansicht an­schließt, ohne Abstriche !

Aus verwaltungstechnischer Hinsicht ( Fachkräfte ) begrüße ich die Angelegenheit. Aber was nützt es den kleinen Gemeinden einen großen Apparat zu unterhalten, wenn im Endeffekt die Gemeindekasse leerer wird ?

Daran ist zwar nichts mehr zu ändern, weil der Gesetz­eber die Verbandsgemeinde erzwingen kann. Aber das ann ja noch ein paar Jahre dauern, wie wir gehört ha­ben. Freiwillig liefern wir " unsere Hose " nicht ab, wenn nicht die Gewähr gegeben ist, auf andere Art und Weise einen Ausgleich zu erhalten.

Die Vorgängerin der Verbandsgemeinde, die Amtsverwal­tung, gibt ja genügend Vergleiche, ich kenne z.B. grös­sere Gemeinden aus den früheren Amtsverwaltungen, die nicht in der Lage waren bzw. heute noch nicht sind, eine Ortskanalisation zu verlegen, weil erst Verwaltungsbedürf­nisse gestillt werden müssen. Ob die Finanzkraft der Ge­meinden durch die Verbandsgemeinde gestärkt wird, ist zu bezweifeln. Hier liegt der Hase im Pfeffer.

Das Zitat " Wer keine Verantwortung übernehmen will,