Ausgabe 
29.1.1971
Seite
738
 
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Da Vorstandswahlen erst für 1973 anstehen, wurden nur 2 Kassenprüfer gewählt. Hier wurde Ludwig Heuser, Höhr, im Amt bestätigt. Als 2. Kassenprüfer wurde Walter Labonte, Oberelbert, gewählt.

Es wurde festgelegt, am 15./16. Oktober 1971 wieder eine Vereinsschau durchzuführen. Der genaue Ort wurde noch nicht festgelegt, jedoch der Vorstand beauftragt, umgehend 2 Preisrichter für diesen Termin zu verpflichten.

Die Versammlung beschloß weiterhin aufgrund der günstigen Finanzlage in diesem Jahr wieder einen Ausflug mit Ehe­frauen zu unternehmen. Man will jedoch nicht zu weit fahren und den so eingesparten Betrag lieber in Form von Gut­scheinen an die Mitglieder ausgeben. Der Vorstand wurde beauftragt, bis zur nächsten Versammlung einige Vorschläge

zu unterbreiten.. 666

Man beschloß weiterhin einstimmig doch die Versammlung vom 1. Freitag wieder auf den 1. Mittwoch im Monat zu legen, um so den 4 Sangesbrüdern Gelegenheit zu geben an der Gesangstunde teilzunehmen.

Neu wurde Reinhold Nink, Niederelbert, in den Verein aufgenommen.

Nachdem man festgelegt hatte, wann die ersten Bruteier in die Vereinsbrutmaschine eingelegt werden, schloß der 1. Vorsitzende gegen 23.3o Uhr die Versammlung.

AUS VERWALTUNG UND PARLAMENT

Aus der Stadtratssitzung

Die Tagesordnung der letzten Stadtratssitzung vom 21. Januar umfaßte zunächst im öffentlichen Teil 4 Punkte und im nichtöffentlichen Teil 2 Punkte. Die Verwaltung beantragte Erweiterung um 1 Punkt im öffentlichen und 4 Punkte im nichtöffentlichen Teil, womit die Ratsherren einstimmig einverstanden waren.

Bürgermeister Mangels gab als weiteren Punkt bekannt: die Bewilligung eines Zuschusses an die KG " Heiterkeit ", und für den nichtöffentlichen Teil 1 ) Vorschlag von Wohnungsvergabe, 2) Stundung, 3) Grundstücksangelegenheiten und 4) Nachbarschaftsangelegenheiten Horressen.

Stadtrat Karl-Heinz Gerharz hatte auf sein Mandat verzichtet. Ihn zwangen berufliche Gründe. Mit einem Geschenk der Stadt und mit Dank für die geleistete Arbeit wurde er von Bürgermeister Mangels verabschiedet. Sein Nachfolger in der Liste der CDU-Fraktion wäre Rechtsanwalt Dr. Kukuk, der jedoch auf seine Berufung verzichtete. So wird in der nächsten Sitzung Willy Fresenius, Montabaur, Gartenstraße 1 als Ratsherr verpflichtet.

Punkt 1 hatte die Beschlußfassung zur Bildung der Verbandsgemeinde zum Inhalt. Während Ratsmitglied Seul für die CDU-Fraktion vorbehaltlos zustimmte, wollte Ratsherr Witte geklärt wissen, daß die zugleich vorgesehene Eingemein­dung der Gelbachtalgemeinden keine zwei Wahlen zur Folge haben solle. Diese Bedenken konnte Bürgermeister Mangels sogleich ausräumen. Die Ratsherren faßten einstimmig den Beschluß :

Der Zielplan der Landesregierung zur Bildung der Verbandsgemeinde Montabaur wurde dem Stadtrat zur Kenntnis ge­bracht.

Der Stadtrat gibt seine Zustimmung zur Bildung der Verbandsgemeinde innerhalb der Freiwilligkeitsphase und erklärt sich damit einverstanden, daß die erforderlichen Neuwahlen zur Verbandsgemeindevertretung zum nächstmöglichen Zeitpunkt durchgeführt werden.

Bürgermeister Mangels erinnerte an die historische Bedeutung dieser Stunde und dieses Beschlusses.

Punkt 2 forderte den Beschluß über die Aufstellung der Vorschlagsliste der Schöffen und Geschworenen.

Nach kurzer Beratung waren sich alle Fraktionen über die Vorschläge einig.

Wir weisen in diesem Zusammenhang auf die " Amtliche Bekanntmachung ", die inzwischen zu diesem Punkt erging und in dieser Ausgabe erschienen ist.

Auch Punkt 3: fand die Zustimmung aller Ratsherren. Demnach erteilt der Stadtrat der KG " Heiterkeit die Ge­nehmigung, aut einer Wachsplatte, die als Einladung zum Prinzenbankett gedacht ist, das Wappen der Stadt zu verwen­den.

Und auch der Zusatzpunkt 4 fand die ungeteilte Zustimmung aller Ratsherren. Demnach wurde der KG Heiterkeit " wie alljährlich - ein Zuschuß von 1.5oo, - DM bewilligt.

Unter Punkt Verschiedenes " wurden Bekanntgaben und Anfragen des Rates behandelt. Das Wesentliche hierzu berichten wir .in unserer nächsten Ausgabe.

DIE GROSSE GALA-SITZUNG DER KG. " HEITERKEIT "

IM KOLPINGHAUS !

Es wäre unseres Erachtens nicht notwendig, noch eine besondere Kolume über diese herrliche Sitzung zu schreiben. Denn erstens spricht unser Bildbericht auf Titel und Sonderseite eine beredte Sprache, besser als wir es schildern können. Und zweitens schien es uns, als wären alle Einwohner unserer Stadt Montabaur im großen Saal des Kolpinghauses versammelt, so bis zum letzten Eckchen war alles besetzt. Und wozu dann noch mit dürren Worten schildern, was sich so farben­prächtig dem Auge bot.

Aber alles, was wir auf dieser Sitzung sahen und mit­erleben konnten, war so nett, so herrlich närrisch.

Auf der prächtig geschmückten Bühne GERD ROSSBACH inmitten des närrischen Elferrates zum ersten Mal als Präsident. Er bat um Nachsicht als Debütant. Aber wenn dieser Mann von der Bühne herab sein närrisches Publi­kum begrüßt :* Ich begrüße Landrat Dr. Heinen mit Gattin, ich begrüße Bürgermeister Mangels mit Gattin und ich begrüße den Herrn dieses Hauses, Dekan Breid- lich ohne Gattin - aber mit Röschen ", dann, meinen wir, sitzt dieser Mann auf dem rechten Stuhl ! Er hat sich im nu die Herzen aller im Saal erobert.

Und Reinhard Sonnenschein, der Marschall des Prinzen, und der große Organisator der Kampagne 1971. Inmitten der Gardemädchen und zusammen mit dem Prinzen und dem Exprinzen " Medicus vom goldenen Zahn, der mit launischen Worten Abschied nahm von der herrlichen närrischen Regentschaft. Ob ihm dabei nicht doch wenigstens ein Zahn weh tat ?

Oder denken wir an den jungen Gardennachwuchs, von Frau Wiegand so fein gelenkt. Wer hätte da mit Beifall