Ausgabe 
8.1.1971
Seite
684
 
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stellt, wäre wohl ein vollbesetzter Saal!.... Alle sind also sehr herzlich eingeladen und willkommen !

Und hier noch etwas ganz anderes zum Nachdenken : Vielleicht macht es den Lesern des " Rund um Montabaur" gerade jetzt zum Jahresbeginn eine kleine Freude, den Text eines Liedes zu kennen, das Udo Jürgens auf einer seiner großen Konzertreisen oft gesungen hat. Der Text ist von Walter Brandius. Das Lied ließ die Zuhörer immer wieder still und besinnlich werden und dann erst bran­dete der Beifall auf.

Du sahst den Sonnenball im Meer verglüh n..

Die Wälder, stille Dome, nur aus Grün.

Du hast emporgeschaut in mancher Sternennacht, hast nicht auch du schon oft gedacht :

Wer ist er, der dieses All ersann, der alles weiß und kann ?

Der immer war, von Anfang an,

der uns das Leben schenkt und unsre Wege lenkt ?

Der Schmetterling, die kleine Flocke Schnee...

Wer fand die Form, von wem war die Idee ?

Wer komponierte wohl das Lied der Nachtigall? Siehst du sein Werk nicht überall ?

Wer ist er, durch den auch du nur bist,

den kein Verstand ermißt,

der Anf ang u nd auch Ende ist ?

Ist nicht auch unsre Bahn" ein Teil von seinem Plan?

Wer ist er, der nie sein Schweigen bricht,

doch dessen Zuversicht

aus jedem Funken Leben spricht,

und der den Gang der Welt

in seinen Händen hält ? ....

Kath. Kirchenchor " St. Cacilia "

Die nächsten Proben :

MONTAG, 11.1.71, 2o.l5 Uhr für die Männerstimmen,

DONNERSTAG, 14.1. 2o. 15 Uhr für die Frauenstimmen

jeweils im Pfarrsaal.

AUS VERWALTUNG UND PARLAMENT

Verbandö-

gemeinde als Zwischenlösung ?

hh Bürgermeister Mangels hat die Gemeinden im Be­reich der zukünftigen Verbandsgemeinde Montabaur aufge­fordert, nach einem entsprechenden Beschluß der Vertre­tung beim Landratsamt eine baldige Bildung der Ver­bandsgemeinde Montabaur zu beantragen.

Man müßte schon ein unwahrscheinlicher Optimist sein, um glauben zu können, daß alle beteiligten Gemeinden einem solchen Vorhaben zustimmen werden. Der Ausspra­cheabend im Pfarrzentrum hat gezeigt, daß Sorgen um eine Verteuerung der Verwaltung bei vielen noch eine ausschlaggebende Rolle spielen. Vereinzelt herrscht auch der Eindruck vor, daß die Verbandsgemeinde nur eine kurze Zwischenstation auf dem Wege zur Großgemeinde ist. Bringt die Verbandsgemeinde eine Vergrößerung des Verwaltungsapparates mit sich, so würden durch die Bil­dung der großen Flächengemeinde alle Ortsbürgermeiste­reien mit ihrem Verwaltungsapparat verschwinden.

Es drängt sich der Vergleich zur Schulreform auf, wo man in mehreren, kurz aufeinanderfolgenden, aber das Ganze verteuernden Etappen auf das Ziel großer Grund- bzw. Hauptschulen geschritten ist.

Sollten wir es uns nicht überlegen, ob eine Großge­meinde bereits jetzt annehmbarer und rationeller wäre ?

Antwort zum Leserbrief :

"Kein vorzeitiger Beitritt " !

Die Argumentation des SPD-Kreistagsmitgliedes Kurt E. MEUER aus Horbach fordert mich zu der folgenden

Stellungnahme geradezu heraus.

Was soll beispielsweise das Argument: " Die Landesregie­rung habe sich in dieser Angelegenheit ( Verwaltungs­reform) viel Zeit gelassen... " wenn gerade die offiziel­le SPD-Meinung zur Verwaltungsreform in Rheinland- Pfalz die ist, daß das ganze Reformwerk überstürzt verabschiedet worden sei ?

Im übrigen scheint Herr Meuer auch in anderen Fragen der Verbandsgemeinden mit der Meinung seiner Partei auf dem Kriegsfuß zu stehen, mußte ihn doch sein Fraktionsführer im Kreistag, Herr MdL Schweitzer - der in fairer und lobenswerter Weise auf jede parteipolitische Argumentation verzichtete - auf sein Kirchtumsdenken hinweisen. Man muß sich da nur fragen, woher eine solche Einstellung wohl kommt ? Liegt es an mangeln­der Gesetzeskenntnis ? Das aber sollte man doch einem Kreistagsmitglied nicht unterstellen dürfen.

Tatsache ist doch folgendes: Die Verbandsgemeinde kommt - entweder früher und freiwillig oder später durch den Gesetzgeber. Nur darum kann die Diskussion noch gehen.

Das Argument, daß mit der Einrichtung der Verbands­gemeinde auch die Umlage kommt, ist richtig. Falsch ist jedoch, daß das nicht im Sinne der kleinen Gemein­den allein liegen kann.

Erstens werden nicht nur die kleinen Gemeinden von der Umlage betroffen, vielmehr noch die großen - letzt­lich zahlt Montabaur nach vorsichtigen Schätzungen 49P/o der Gesamtumlage. Darum geht es jedoch nicht !

Nach dem Gesetz werden wesentliche Aufgaben der Ein­zelgemeinden von der Verbandsgemeinde übernommen.

Und gerade hier liegt der Vorteil der Bürger der kleinen Gemeinden, weil ein Teil dieser Aufgaben bisher von den kleinen Gemeinden gar nicht oder nur im geringen Umfang erfüllt werden konnten.

Lassen Sie mich ein Gebiet herausgreifen - das Schul­wesen.

Träger der Hauptschulen sind die Verbandsgemeinden.

Möge jeder politisch Verantwortliche in seiner Gemeinde die Schulverhältnisse prüfen -- und dann mit ruhigem Gewissen die Verwirklichung der Verbandsgemeinden viel­leicht 1974 dem Gesetzgeber überlassen.

Wenn die gestern schon dringend notwendigen Hauptschu­len unseren Kindern dann vielleicht 198o aas erforderliche Wissen vermitteln können, dürfen sie sich dann als reform­freudige SPD-Politiker feiern lassen.

Andreas König, der CDU-Fraktionsvorsitzende des Monta- baurer Stadtrates, hat es sehr treffend gesagt: " Wer keine Verantwortung übernehmen will, der soll die Bil­dung der Verbandsgemeinden dem Gesetzgeber überlassen,, Ich wünsche ihm dann nur den entsprechenden Dank der jungen Generation.

Im übrigen sollte auch Herr Meuer erkennen, daß der Stadtrat von Montabaur nicht aus eigenständigen Interes­sen, sondern mit dem Bewußtsein der Notwendigkeit der kommunalen Neuordnung nur im Interesse der Verwirk­lichung dringender Zukunftsaufgaben bereit ist, sich den Nachbargemeinden als gleichberechtigter Partner zuzuord­nen.

Horst Roos

Mitglied des Stadtrates Montabaur.

Joseph-Kehrein- Schule

Grund- und Hauptschule

Ist mein Kind schulreif ?

Schon bald laufen die Vorbereitungen für die Schulan­meldungen der Schulneulinge 1971 an. Manche Eltern sind sich aber noch nicht darüber klar, ob ihr Kind be­reits die erforderliche Schulreife besitzt, um mit Erfolg am Unterrichtsgeschehen des 1. Schuljahres teilzuneh­men.

Im folgenden soll daher kurz aufgezeigt werden, welche Anforderungen die Schule an die Kinder zum Zeitpunkt der Einschulung stellt und wann ein Kind als " schulreif bezeichnet werden soll :

Die Schule hat einen Bildungs- und Erziehungsauftrag,