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zur Einsicht im Rathaus, Zimmer 19, (Bauverwaltung ) öffentlich aus.
Bedenken und Anregungen können nur während dieser Zeit mündlich oder schriftlich vorgebracht werden. Montabaur, den 17. Dez. 197o Stadtverwaltung Montabaur gez. Mangels, Bürgermeister.
Bekanntmachung
Wir geben den Einwohnern von Montabaur bekannt, daß die nächste Sperrgutabfuhr für den Bereich unserer Stadt
am MITTWOCH, dem 6. Januar 1971, ab 7.oo Uhr in der gleichen Reihenfolge wie bei der Müllabfuhr erfolgt.
Unter den Begriff des Sperrgutes fallen ausschließlich die in Haushaltungen gelegentlich anfallenden sperrigen Gegenstände, die sich nicht in den MUllgefäßen unterbringen lassen oder wegen ihrer Art und Beschaffenheit diesen nicht beigefüllt werden dürfen, weil hierdurch Beschädigungen an der Mechanik des Müllwagens verursacht werden können.
Zu dem Begriff " Sperrgut ” gehören u. a. Möbelstücke, Sessel und Liegemöbel, Matratzen, Öfen, Ofenrohre, Teppiche in gerolltem und verschnürtem Zustand, Kinderwagen, Fahrräder und sonstige sperrige Haushaltswagen, Verpackungsmaterial aus Holz und Pappe soweit diese flach zusammengelegt und zu handlichen Packs verschnürt sind.,
Ausgeschlossen von der Sperrgutabfuhr sind sämtliche Abfälle, Verpackungsmaterialien und Gegenstände aus gewerblichen Betrieben, Kraftfahrzeuge oder deren Zubehör und Ersatzteile, ferner Bauelemente , Bauschutt, Flaschen, Einmachgläser, Blumentöpfe oder ähnliche Dinge.
Die Sperrgüter sollen auf dem Bürgersteig an der Bordsteinkante derart bereitgestellt werden, daß eine Straßenverunreinigung sowie eine Verkehrsgefährdung oder -be- hinderung unterbleibt.
Montabaur, den 18. Dez. 197o Stadtverwaltung Montabaur gez. Mangels, Bürgermeister.
Auflösung
der staatlichen Polizeiämter und Verlegung des Einwohnermeldeamtes
Mit Wirkung vom 1. Januar 1971 werden die staatlichen Polizeiverwaltungen in kreisangehörigen Gemeinden aufgelöst.
Das bisher dem staatlichen Polizeiamt angehörende Einwohnermeldeamt befindet sich von diesem Zeitpunkt an bei der Stadtverwaltung Montabaur auf Zimmer 8 des Rathauses.
Wegen des Umzuges bleibt das Einwohnermeldeamt am 3o. und 31. Dezember 197o geschlossen.
Montabaur, den 17. Dezember 197o Mangels, Bürgermeister.
Ein weiterer
Schritt zur Verbandsgemeinde
Die zwanzig Bürgermeister mit ihren Gemeinderäten der Umlandgemeinden, die einmal die Verbandsgemeinde Montabaur bilden werden, waren der Einladung des Bürgermeisters der Stadt Montabaur gefolgt und füllten den großen Saal des Pfarrzentrums.
Bürgermeister Willi Mangels begrüßte die Gäste und konnte außerdem willkommen heißen?
Landrat Dr. Heinen, Amtsrat Wilhelmi vom Kommunalausschuß, Kreisfraktionsvorsitzender CDU Hoppe, Kreisfraktionsvorsitzender SPD Hans Schweizer MdL, Kreisfraktionsvorsitzender FDP Schweizer, und die Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat König CDU und Witte SPD, zu denen sich später noch Ludwig Pfeil, MdB, gesellte.
Landrat Dr. Heinen entbot den Erschienenen seine Grüße und benutzte die Reverenz zugleich, um sich den Bürgermeistern und Gemeinderäten als neuer Landrat des Unterwesterwaldes vorzustellen.
MdL Hans Schweizer als Mitinitiator des Gesetzes zur
Bildung der Verbandsgemeinden eröffnete mit seinem Referat den Diskussionsabend. Er plädöierte für den Zusammenschluß der Gemeinden auf freiwilliger Basis. Bis zum 1.1.1972 kann der Gesetzgeber einen Zusammenschluß nicht erzwingen, sondern er würde in der freiwilligen Phase erfolgen.
Nach diesem Termin allerdings wird die Verbandsgemeinde durch Gesetz gebildet. Die Diskussion dieses Abends, so erläuterte H. Schweizer, braucht sich also nicht mehr damit zu beschäftigen, ob Verbandsgemeinde oder nicht. Das ist längst vorbei. Es geht vielmehr heute darum: Was machen wir aus dieser Tatsache ? Wie holen wir für unsere Gemeinden das beste heraus ? Der Redner wagte die Prognose, daß der gesetzliche Zusammenschluß nicht vor 1973 vollzogen würde. Darum müßte die Bildung der Verbandsgemeinde Montabaur so früh als irgend möglich in der freiwilligen Phase erfolgen. Das würde nicht nur manches Projekt zu einem viel früheren Zeitpunkt möglich machen, das würde nicht nur die Bildung von kostenschluckenden Zweckverbänden unnötig machen, es würde auch die Gefahr mildern, die der Redner im Druck des übermächtigen Nachbarn Koblenz sieht.
Sicher sei die Verwaltung der Verbandsgemeinde im Anfang teurer, daraus brauche kein Hehl gemacht zu werden. Aber er sagte auch klipp und klar, daß die Selbständigkeit der Gemeinden in finanztechnischer Hinsicht erhalten bleibt. Die Gemeinden behalten also ihr Vermögen, aber auch ihre Schulden.
Nachdem die vorgebrachten Gründe für die vorzeitige Bildung der Verbandsgemeinde überwogen, schloß Schweizer sein Referat mit der Aufforderung : ” Nur ausgehend vom Zielplan in dem Gesetz sollten Sie abwägen, ob Sie die Bildung der Verbandsgemeinde vorzeitig vollziehen.
In bekannt geschickter Manier konterte Bürgermeister Mangels : ” Sicher hat die Stadt Montabaur Schulden. Aber wir haben sie als Mittelzweckfunktion für Sie mit gemacht! " Diese klärende Erklärung sparte weitere Fragen.
Auch die Fraktionschefs aller Parteien sprachen sich für einen Zusammenschluß in der freiwilligen Phase aus. "Hier herrscht Einstimmigkeit zwischen SPD und CDU ", meinte Hoppe, dort wo es möglich ist, sollte man so bald als möglich zur Bildung der Verbandsgemeinde kommen.
Und ähnlich plädöierte auch FDP-Chef Schweizer. König (CDU) meinte: ” Dort, wo der Gesetzgeber die Entscheidung für uns vorweggenommen hat, sollten wir die Vernunft walten lassen ". Witte (SPD) ging ins Detail und meinte; " Montabaur bringt einiges mit zur neuen Verbandsgemeinde 37 % der Einwohner, 49 % der Umlage.
Das sollte man berücksichtigen.
Nachdem auf dem Podium also absolute Einmütigkeit darüber festgestellt war, daß alle guten Gründe für die baldige freiwillige Bildung der Verbandsgemeinde Montabaur sprachen, eröffnete Bürgermeister W. Mangels die Diskussion. Wer aber nun glaubte, daß die Gemeindebürgermeister und die Gemeinderäte mit ihren Fragen das Podium förmlich bombardieren würden, der sah sich enttäuscht.
Es waren nur wenige, die gezielte Fragen zu stellen hatten. Angesichts der Bedeutung des ' Themas und bei der Überlegung, daß fast hundert Männer im Raume anwesend waren, die hier an der Neuordnung des Raumes um Montabaur mitwirken sollen, hätte man ein Frage- und Antwortspiel von äußerster Intensität erwarten dürfen. Hier war die Möglichkeit, sich ein umfangreiches Wissen zur Marterie direkt an der Quelle zu erfragen. Die große Resonanz blieb indes aus.
MdL Hans Schweizer machte dann den entscheidenden Vorschlag, zu der nächsten Versammlung drei Fachbürgermeister einzuladen, die Auskunft über alle Fragen im Zusammenhang mit der Verbandsgemeinde geben sollen.
Bis zu diesem Zeitpunkt sollte auch ein Kostenvoranschlag erarbeitet sein, der unseren Gemeindebürgermeistern Antwort auf die Fragen gibt, was durch die Bildung der Verbandsgemeinde an Kosten auf die einzelnen Gemeinden zukommt.
Dieser Vorschlag fand die Zustimmung aller. So konnte Bürgermeister Mangels die Versammlung schließen mit der Anregung, zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Willenserklärung der Gemeinden herbeizuführen. Er betonte,daß er bereit sei, das Detail-Gespräch jederzeit fortzusetzen,

