Ausgabe 
20.11.1970
Seite
573
 
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Die 3. Stufe stehe jetzt noch bevor, meinte Ortsvorsitzen­der Vogel am Schluß seines Arbeitsberichtes. Durch neue Methoden der Mitgliederwerbung, durch größere Öffent­lichkeitsarbeit, durch politische Bildungsarbeit gelte es, das "neue Land" zu festigen und anzubauen.

Die anschließende Neuwahl zum Ortsvorstand der Jungen Union Montabaur brachte folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender Jürgen Vogel, gleichberechtigter Stellv. Rainer Nick und Gerd Roßbach, Schriftführer Oswald Böck­ling, Eschelbach.

Wochenspiegel

Selassi ist beim Papst gewesen.

Proteste hagelt es in Wien; ein Maler, inspiriert vom Bösen, malte nackt Britanniens Queen.

Ni-Tschintschin, von Maos Gnaden, ersprang sich einen Weltrekord.

Polen will jetzt Brand einladen, daß Gespräche fließen fort.

Rheuma wird vererbt bei Mäusen.

Stürme toben an der See.

Frösche, die ins Weltall reisen, schlafen ein und sind perdu, ln USA die deutschen Reiter belegten Plätze eins bis drei.

Hessen-Wahl war Wegbereiter für Bonns regierende Partei.

Urtain ward k.o. geschlagen,

Cooper klopft ihm auf die Nase.

Die Bauern über Preise klagen,

"Entspannung war nur eine Phrase.

"De Gaulle est mort" ging's um die Welt, und ungezählte Staats-Chefs kamen.

Nur Bonn zahlt Nato-Ausgleichsgeld, die anderen erstmal Abstand nahmen.

Den 11.11. man gefeiert, die Fassenacht ist nun geweckt.

In München sich das Bier verteuert, was Konsumenten bös erschreckt.

"Dakota" man erneut entführt.

US-Generäle ließ man frei.

Sowjetzerstörer kollidiert mit Britenflugzeugträger sei.

LUNA 17 fliegt zum Mond, der Test gilt seinen Bordsystemen.

Ob sich das lo. Schuljahr lohnt;

Woher soll man die Lehrer nehmen.

Willy ist an Gripp' erkrankt.

USA Diskontsatz senkt.

Mao Frau de Gaulle gedankt.

Blin an Kampf mit Cooper denkt.

Der Ami gibt jetzt 2 Milliarden Waffenhilfe Israel.

Bonn wil Aktion gen Rauschgift starten.

Wahlkampf Bayern bindet ScheeL Neue Orgel, wie vernommen,

Luther-Kirche wird beschert;

sie soll im nächsten Jahr schon kommen,

mit looo Pfeifen sie "bewehrt".

Dr. Behrens referierte wieder mal im Kneipp-Verein.

Unser Landrat jetzt marschierte in den Landkreis Koblenz-Mayen.

In Duisburg schlugen sich die Schwimmer , wieder einmal recht, recht gut.

Der Arbeitsmarkt gespannt wie immer.

Was nächste Woche sich wohl tut?

Aus dem Polizeibericht

Ein Mofa-Fahrer befuhr in Montabaur die Albertstraße in Richtung Elgendorfer Straße, ln Höhe des Judenfriedhofs schoben zwei Kinder eine Handkarre in gleicher Richtung.

Der Mofa-Fahrer erkannte die Kinder und den Karren, der unbeleuchtet war, infolge der Dunkelheit zu spät und fuhr gegen den Karren. Der Mofa-Fahrer stürzte zu Boden und mußte mit schweren Verletzungen in das Krankenhaus Montabaur eingeliefert werden. Die Kinder konnten sich beim Herannahmen des Mofa-Fahrers rechtzeitig in Sicher­heit bringen und blieben unverletzt. Der Mofa-Fahrer ver­starb am 12.11.197o an den Folgen des Unfalles.

Ein Lkw-Fahrer, der sein Fahrzeug in der Wölfchesbitz- straße zurücksetzte, beschädigte einen dort abgestellten Pkw. Es entstand leichter Sachschaden.

Auf der Echselbacher Straße bei km o,oo5 kam ein Pkw- Fahrer aus Unachtsamkeit nach rechts von der Fahrbahn und fuhr gegen ein Straßengeländer. Am Fahrzeug und am Ge­länder entstand leichter Sachschaden. Personen wurden keine verletzt.

Die Macht der Gewohnheit

läßt uns davor stehen, wenn wir auf unseren Bus oder ein .freiwerdendes Telefonhäuschen warten, läßt uns daran Vorbeigehen, wenn wir das Rathaus betreten. Unser Rate- Bild in der vorigen Ausgabe zeigte den in der Rathaus-Vor­halle stehenden "Roten Löwen", der seit März 1968 dort darüber wacht, daß in der Stadtverwaltung alles mit rech­ten Dingen vor sich geht.

In seinen Pranken hält er das reich verzierte Montabaurer Wappenschild, das den auf dem Throne sitzenden heiligen Petrus zeigt.

Vermutlich ist das Standbild etwas mehr als 2oo Jahre alt. Damals schmückte es den Marktbrunnen, der vor dem Rat­haus stand. Hier tagte das Gericht, hier wachte er über Recht und Unrecht, bis er schließlich zum Wahrzeichen der Stadt wurde.

Warum er rot ist? Nun, man sagt, Rot und Rüg bedeute so­viel wie Recht, Gericht. Rot ist auch die Farbe der Justiz. Möge der "rote Löwe stets die rechte Beachtung finden, aber auch das, was er für unsere Stadt symbolisiert: Recht und Gerechtigkeit.

VEREINSMBTTE ILLINGEN _

Westerwälder Abend zum Abschied

Mit einem Heimatabend wird der Kreisverkehrsverein sei­nem scheidenden Vorsitzenden, Landrat Dr. Klinkhammer, für seine vielfältigen Anregungen und Leistungen zur För­derung des Fremdenverkehrs im Unterwesterwaldkreis dan­ken. Im Rahmen dieser Veranstaltung werden die Vorsitzen­den der Kreistagsfraktionen den Landrat verabschieden. Der Westerwälder Abend ist am Freitag, dem 2o. 11.197o, um 2o.oo Uhr in der Aula der Joseph-Kehrein-Schule. Mitwir­kende sind der Musikverein Siershahn, der MGV Mendelssohn- Bartholdy aus Montabaur, das Mandolinenorchester Heiligen- roth, der Westerwälder Jugendchor Wirges, der Thalianer i Chor Ebernhahn, die Trachtengruppe "Sporkenburg" aus Eitelborn und das Rot-Weiß-Ballett aus Höhr-Qenzhausen. Eintrittskarten zu 5, -- DM sind an der Abendkasse oder beim Reisebüro in der Kirchstraße erhältlich.

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DIE BRÜCKE

ZUM ERFOL G ! ! !

Egon Gräuel.