Ausgabe 
30.10.1970
Seite
520
 
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Etwa lo.ooo Planstellen der Polizei sind zur Zeit nicht besetzt.

Im Jahre 1969 wurden von den Beamten der Schutz- und Kriminalpolizei über eine Million Überstunden geleistet.

Eine Abgeltung der Überstunden durch Gewährung von Frei­zeit ist wegen der angespannten Personallage in den meisten Fällen nicht möglich.

Ein akzeptables Angebot für eine finanzielle Abgeltung der Überstunden wird auch nicht unterbreitet.

Was die Polizei unter diesen Umständen erwartet ist klar:

Die mit dem drückenden Personalmangel verbundenen Schwierigkeiten werden weiter auf dem Rücken der Polizei­beamten ausgetragen. Der Raubbau mit den Kräften der Polizeibeamten wird fortgesetzt !

Der interessierte Leser wird sicher auch aus den Nachrichten der Fernsehprogramme am vergangenen Dienstag entnom­men haben, daß sich auch unsere Landesregierung mit den Anliegen unserer Polizei auseinandersetzt und daß die Aktion Denkpause zumindest schon Teilerfolge erbrachte.

Besucht werden:

Dienstag, den 17.11.197o Dienstag, den 1.12.197o Dienstag, den 29.12.197o Dienstag, den 12. 1.1971 Sonntag, den 14.2.1971

Sonntag, den 28.2.1971 Samstag, den 13.3.1971

Dienstag, den 27.4.1971 Dienstag, den 18.5.1971

Dienstag, den 15.6.1971

" Falstaff

Die Fledermaus

Play Strindberg "

Pariser Komödie "

Kiss me Kate " (Premiere)

Fidelio

" Romeo und Julia (Premiere)

Viel Lärm um Nichts" Arsen und Spitzen­häubchen

" Tosca

Bitte melden Sie sich noch heute an ! Schreiben Sie einfach eine Postkarte : An das Kreisjugendamt - Abt. 5-54 543 Montabaur, Postfach 4o, mit folgendem Text :

Hiermit melde ich mich verbindlich zu den diesjährigen Jugendtheaterfahrten ins Stadttheater Koblenz an.

Absender und Unterschrift dazu - und schon kommen auch Sie in den Genuss dieser Fahrten.

Aus unserer heimischen Wirtschaft

Heute stellen wir eine der ältesten Firmen unserer Stadt vor: HANN1 MÜLLER Anno Domini 1882 gründete der Kaufmann JOHANN MÜLLER genannt Hanni Müller seinen Gewerbebetrieb mit Schlosserei, Sein Geschäft befand sich schon damals im gleichen Hause, in dem es bis zum heutigen Tage blieb, in der heutigen Bahnhofstraße Nr. 15. Eisenwaren aller Art, Öfen und Lampen und der­gleichen nützliche Dinge wurden feilgeboten. Im Jahre 1889 heiratet Hanni Müller. Doch schon nach zehnjähri­ger Ehe verstarb er 1899. Er war erst 36 Jahre alt gewor­den.

Seine Ehefrau war eine tüchtige Kauffrau. Sie führte die Firma unter dem alten Namen unverändert weiter. Bald wurde das Haus weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und schließlich im ganzen Westerwald zu einem Begriff.

1936 übernahmen die Söhne August und Fritz die Geschäfts­führung auf eigene Rechnung, nachdem sie schon vorher zusammen mit der Mutter in der Firmenleitung tätig wa­ren.

Heute ist die Firma im Besitz der dritten Generation und wurde bis heute im Sinne des Gründers weitergeführt.

Rolf Müller 1958 in die Geschäftsleitung eingetreten. Mehrfach wurden die Geschäftsräume umgebaut und erwei­tert, bis sie die heutige Schaufensterfront erhielten.

Unter Rolf Müller wurde auch das Warensortiment erwei­tert und allmählich auf die Erfordernisse der heutigen Zeit umgestellt.

Wir dürfen noch hinzufügen, daß unser Bild vom alten Haus im Jahre 1897, also vor fast 7 5 Jahren, aufgenom­men wurde.

Jugend-Theaterfahrten d. Kreisjugend­amt es zum Stadttheater Koblenz

Bereits im September berichteten wir über die Ausschrei­bungen der diesjährigen Jugendtheaterfahrten zum Stadt­theater Koblenz. Leider konnten bis zum Termin: 31.lo.197o nicht so viele Anmeldungen registriert wer­den , wie in den vergangenen Jahren.

Der Jugend-Theaterbesuch wird vom Kreisjugendamt speziell für die Jugend unseres Unterwesterwaldkreises arrangiert. Es werden hier weder Kosten noch Mühen

f escheut, um den jungen Besuchern ein reichhaltiges, untes und interessantes Programm zu bieten. Um allen Interessenten eine letzte Gelegenheit zur Teilnahme zu geben, wurde der Anmeldetermin verlängert bis zum

31. Oktober 197o.

Der Preis für lo Besuche beim Stadttheater einschl. der Fahrtkosten beträgt 56,- DM. Dieser Betrag ist je in zwei Raten von 28, - DM am 1. Dezember 197o und am 1. April 1971 auf das Konto 462,21o bei der hiesi­gen Kreiskasse einzuzahlen.

Landesbühne

Rheinland - Pfalz in Montabaur

Die Landesbuhne Rheinland-Pfalz bringt am 6.November 197o um 2o.oo Uhr in der Aula der Josef-Kehrein- Schule

MICHAEL KRAMER von Gerhart Hauptmann

zur Aufführung. Kartenvorverkauf im städt. Verkehrsamt, Rathaus Zimmer 8.

Landesvors. d. Jungen Union spricht 1

Dr. Georg Gölter, MdB. spricht am

DIENSTAG, dem 3. November 197o um 2o.oo Uhr im

Pfarrzentrum.

Thema: Keine Tat der jetzigen Bundesregierung ist so gut, daß man sie nicht noch besser machen könnte.

Dieses Thema - von der CDU-Fraktion Bonn geprägt - wird zur Diskussion gestellt.

Besuch aus Berlin

Fünfundzwanzig Bezirksverordnete und Stadträte aus Berlin-Steglitz und sieben Polizeibeamte besuchten vier Tage lang den Westerwald. Sie waren Gast in Montabaur und Höhr-Grenzhausen.

Schon der Empfang an der Autobahnraststätte Heiligen- roth durch Landrat Dr. Klinkhammer und die Kreistags­mitglieder zusammen mit dem Musikverein Ebernhahn war ein gelungener Auftakt und beeindruckte die Berliner Gäste sichtlich. Groß war auch die Freude der Berliner, als sie die Hostessen von den Steglitzer Wochen - die Rotkäppchen " - , wie sie in Berlin genannt wur­den, wiedersahen.

Zu Gast in Montabaur im Kannebäckerland.

Nach einem Spaziergang durch die Stadt Montabaur gab Bürgermeister Mangels im Sitzungszimmer des Rathauses den Berliner Freunden einen Empfang und überreichte dem Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung, Dr. Bloßfeldt, zur Erinnerung einen Stich von Alt-Montabaur.

" Bei uns werden guter Ton und gepflegte Formen ge­schätzt " meinte Bürgermeister Hugo Friedrichs von Höhr- Grenzhausen humorvoll in seiner kurzen Betrachtung über die größte Stadt des Unterwesterwaldkreises, die im Her­zen des Kannebäckerlandes liegt. U.nd er lud die Gäste aus Berlin nach einer eingehenden Besichtigung der staatlichen Ingenieur- und Werkschule für Keramik zu einem Essen im malerischen Grenzau ein.

Am Nachmittag wurde der Neubau des Landratsamtes und das Hallenbad besichtigt. Die Berliner Abgeordne­ten waren überrascht von der modernen und zweckentspre­chenden Bauweise, die hier im Westerwald verwirklicht wurde. Ein besonderes Erlebnis am Ende der vier Tage, so erklärten die Berliner, sei die Besichtigung des Hoch­wildschutzparks gewesen. Bei einem anschließenden Ab­schiedsessen im Restaurant des Wildparks bekräftigten beide Seiten, daß dieses partnerschaftliche Verhältnis zu einem ständigen Freundschaftstreffen zwischen Berlin- Steglitz und dem Westerwald werden solle.