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Etwa lo.ooo Planstellen der Polizei sind zur Zeit nicht besetzt.
Im Jahre 1969 wurden von den Beamten der Schutz- und Kriminalpolizei über eine Million Überstunden geleistet.
Eine Abgeltung der Überstunden durch Gewährung von Freizeit ist wegen der angespannten Personallage in den meisten Fällen nicht möglich.
Ein akzeptables Angebot für eine finanzielle Abgeltung der Überstunden wird auch nicht unterbreitet.
Was die Polizei unter diesen Umständen erwartet ist klar:
Die mit dem drückenden Personalmangel verbundenen Schwierigkeiten werden weiter auf dem Rücken der Polizeibeamten ausgetragen. Der Raubbau mit den Kräften der Polizeibeamten wird fortgesetzt !
Der interessierte Leser wird sicher auch aus den Nachrichten der Fernsehprogramme am vergangenen Dienstag entnommen haben, daß sich auch unsere Landesregierung mit den Anliegen unserer Polizei auseinandersetzt und daß die Aktion Denkpause zumindest schon Teilerfolge erbrachte.
Besucht werden:
Dienstag, den 17.11.197o Dienstag, den 1.12.197o Dienstag, den 29.12.197o Dienstag, den 12. 1.1971 Sonntag, den 14.2.1971
Sonntag, den 28.2.1971 Samstag, den 13.3.1971
Dienstag, den 27.4.1971 Dienstag, den 18.5.1971
Dienstag, den 15.6.1971
" Falstaff ”
” Die Fledermaus ”
” Play Strindberg "
“ Pariser Komödie "
“ Kiss me Kate " (Premiere)
” Fidelio ’’
" Romeo und Julia” (Premiere)
” Viel Lärm um Nichts" ” Arsen und Spitzenhäubchen “
" Tosca ”
Bitte melden Sie sich noch heute an ! Schreiben Sie einfach eine Postkarte : An das Kreisjugendamt - Abt. 5-54 543 Montabaur, Postfach 4o, mit folgendem Text :
Hiermit melde ich mich verbindlich zu den diesjährigen Jugendtheaterfahrten ins Stadttheater Koblenz an.
Absender und Unterschrift dazu - und schon kommen auch Sie in den Genuss dieser Fahrten.
Aus unserer heimischen Wirtschaft
Heute stellen wir eine der ältesten Firmen unserer Stadt vor: HANN1 MÜLLER Anno Domini 1882 gründete der Kaufmann JOHANN MÜLLER genannt Hanni Müller seinen Gewerbebetrieb mit Schlosserei, Sein Geschäft befand sich schon damals im gleichen Hause, in dem es bis zum heutigen Tage blieb, in der heutigen Bahnhofstraße Nr. 15. Eisenwaren aller Art, Öfen und Lampen und dergleichen nützliche Dinge wurden feilgeboten. Im Jahre 1889 heiratet Hanni Müller. Doch schon nach zehnjähriger Ehe verstarb er 1899. Er war erst 36 Jahre alt geworden.
Seine Ehefrau war eine tüchtige Kauffrau. Sie führte die Firma unter dem alten Namen unverändert weiter. Bald wurde das Haus weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt und schließlich im ganzen Westerwald zu einem Begriff.
1936 übernahmen die Söhne August und Fritz die Geschäftsführung auf eigene Rechnung, nachdem sie schon vorher zusammen mit der Mutter in der Firmenleitung tätig waren.
Heute ist die Firma im Besitz der dritten Generation und wurde bis heute im Sinne des Gründers weitergeführt.
Rolf Müller 1958 in die Geschäftsleitung eingetreten. Mehrfach wurden die Geschäftsräume umgebaut und erweitert, bis sie die heutige Schaufensterfront erhielten.
Unter Rolf Müller wurde auch das Warensortiment erweitert und allmählich auf die Erfordernisse der heutigen Zeit umgestellt.
Wir dürfen noch hinzufügen, daß unser Bild vom alten Haus im Jahre 1897, also vor fast 7 5 Jahren, aufgenommen wurde.
Jugend-Theaterfahrten d. Kreisjugendamt es zum Stadttheater Koblenz
Bereits im September berichteten wir über die Ausschreibungen der diesjährigen Jugendtheaterfahrten zum Stadttheater Koblenz. Leider konnten bis zum Termin: 31.lo.197o nicht so viele Anmeldungen registriert werden , wie in den vergangenen Jahren.
Der Jugend-Theaterbesuch wird vom Kreisjugendamt speziell für die Jugend unseres Unterwesterwaldkreises arrangiert. Es werden hier weder Kosten noch Mühen
f escheut, um den jungen Besuchern ein reichhaltiges, untes und interessantes Programm zu bieten. Um allen Interessenten eine letzte Gelegenheit zur Teilnahme zu geben, wurde der Anmeldetermin verlängert bis zum
31. Oktober 197o.
Der Preis für lo Besuche beim Stadttheater einschl. der Fahrtkosten beträgt 56,- DM. Dieser Betrag ist je in zwei Raten von 28, - DM am 1. Dezember 197o und am 1. April 1971 auf das Konto 462,21o bei der hiesigen Kreiskasse einzuzahlen.
Landesbühne
Rheinland - Pfalz in Montabaur
Die Landesbuhne Rheinland-Pfalz bringt am 6.November 197o um 2o.oo Uhr in der Aula der Josef-Kehrein- Schule
MICHAEL KRAMER von Gerhart Hauptmann
zur Aufführung. Kartenvorverkauf im städt. Verkehrsamt, Rathaus Zimmer 8.
Landesvors. d. Jungen Union spricht 1
Dr. Georg Gölter, MdB. spricht am
DIENSTAG, dem 3. November 197o um 2o.oo Uhr im
Pfarrzentrum.
Thema: Keine Tat der jetzigen Bundesregierung ist so gut, daß man sie nicht noch besser machen könnte.
Dieses Thema - von der CDU-Fraktion Bonn geprägt - wird zur Diskussion gestellt.
Besuch aus Berlin
Fünfundzwanzig Bezirksverordnete und Stadträte aus Berlin-Steglitz und sieben Polizeibeamte besuchten vier Tage lang den Westerwald. Sie waren Gast in Montabaur und Höhr-Grenzhausen.
Schon der Empfang an der Autobahnraststätte Heiligen- roth durch Landrat Dr. Klinkhammer und die Kreistagsmitglieder zusammen mit dem Musikverein Ebernhahn war ein gelungener Auftakt und beeindruckte die Berliner Gäste sichtlich. Groß war auch die Freude der Berliner, als sie die Hostessen von den Steglitzer Wochen - ” die Rotkäppchen " - , wie sie in Berlin genannt wurden, wiedersahen.
Zu Gast in Montabaur im Kannebäckerland.
Nach einem Spaziergang durch die Stadt Montabaur gab Bürgermeister Mangels im Sitzungszimmer des Rathauses den Berliner Freunden einen Empfang und überreichte dem Vorsteher der Bezirksverordnetenversammlung, Dr. Bloßfeldt, zur Erinnerung einen Stich von Alt-Montabaur.
" Bei uns werden guter Ton und gepflegte Formen geschätzt " meinte Bürgermeister Hugo Friedrichs von Höhr- Grenzhausen humorvoll in seiner kurzen Betrachtung über die größte Stadt des Unterwesterwaldkreises, die im Herzen des Kannebäckerlandes liegt. U.nd er lud die Gäste aus Berlin nach einer eingehenden Besichtigung der staatlichen Ingenieur- und Werkschule für Keramik zu einem Essen im malerischen Grenzau ein.
Am Nachmittag wurde der Neubau des Landratsamtes und das Hallenbad besichtigt. Die Berliner Abgeordneten waren überrascht von der modernen und zweckentsprechenden Bauweise, die hier im Westerwald verwirklicht wurde. Ein besonderes Erlebnis am Ende der vier Tage, so erklärten die Berliner, sei die Besichtigung des Hochwildschutzparks gewesen. Bei einem anschließenden Abschiedsessen im Restaurant des Wildparks bekräftigten beide Seiten, daß dieses partnerschaftliche Verhältnis zu einem ständigen Freundschaftstreffen zwischen Berlin- Steglitz und dem Westerwald werden solle.

