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1 ST DIE ORTSSCHELLE NOCH ZEITGEMÄSS ?
Autos rattern vorbei, Kinder johlen, ungehört verhallt die Stimme des Ortsdieners. " Was hat er ausgeschellt ? " fragt Frau Nachbarin. " Ich habe es auch nicht verstanden ! "
" Dann hängen wir die Meldungen eben ans Schwarze Brett ! " meint der Herr Bürgermeister. Und dann ist er immer noch überrascht, daß man im Dorf auf soviel Unkenntnis ob seiner Bekanntmachungen stößt.
" Rund um Montabaur " löst das Problem. Unser Nachrichtenblatt kommt fast in jedes Haus. Unsere Leser warten darauf, daß sie auch von " ihrem " Bürgermeister angesprochen werden. Sie würden sonst den Eindruck gewinnen, ihr Bürgermeister wünsche nicht, daß seine oder der Gemeinde Arbeit in der Öffentlichkeit bekannt würde.
BEREITSCHAFTSDIENSTE
Ärzte- Sonntagsdienst
SONNTAG, den 18. Oktober 197o:
Herr Dr. Josef Schmidt, Montabaur, Gerichtsstraße 7 Tel. 322o
Zahnärztlicher Sonntagsdienst
SONNTAG, den 18. Oktober 197o:
ZA. Flach, Montabaur, Bahnhofstraße 21, Tel. 3368
ZA. Schreder, Höhr-Grenzhausen,
Rathausstraße 26 ' Tel. 421
Ap otheke n- Die n st
von Samstag, dem 17. Io., 13.oo Uhr bis Samstag, den 24.lo.l97o, 13.oo Uhr
RATHAUS-Apotheke,
Montabaur, Großer Markt 8
Tel. 3426
Krankenwagen
SAMSTAG/SONNTAG, den 17./18. Oktober 197o Halbritter, Höhr-Grenzhausen Tel. (o2624) 7olo
Zentrale, Montabaur Tel. (o26o2) 3777
Verbesserung des ärztlichen Dienstes
Die seit langer Zeit laufenden Bemühungen von Landrat Dr. Klinkhammer (CDU), den ärztlichen Dienst im Landkreis auch in fachärztlicher Hinsicht zu verbessern und zu verstärken, dürfte in absehbarer Zeit ein Erfolg beschie den sein. Im Zusammenwirken mit der Leitung des Brüderkrankenhauses in Montabaur und der Kassenärztlibhen Vereinigung in Koblenz soll mit Beginn des nächsten Jahres ein Neurologe seine Tätigkeit in Montabaur aufnehmen Erste Vorbereitungen, auch für stationäre Behandlung von Patienten, werden bereits im Brüderkrankenhaus in Montabaur getroffen. Mit der Praxiseröffnung eines neurologischen Facharztes dürfte eine weitere Lücke in der fachärztlichen Beratung und Behandlung von Bürgern aus dem Landkreis geschlossen werden. Sobald die z.Zt. noch laufenden Abschlußverhandlungen erfolgreich zu Ende geführt sind, werden wir die Bevölkerung mit dem neuen Facharzt noch im einzelnen bekanntmacnen, und mit ihm ein Interview führen, um von ihm seine Vorstellungen für seine Arbeit zu erfahren.
Wir sind auf dieser Welt um zu genießen, sondern um unsere Schuldigkeit zu tun. Bismarck
BEZIRKSBÜRGERMEISTER HEINZ HÖFER AUS BERLIN-STEGLITZ BESUCHTE DEN UNTERWESTERWALDKREIS .
Brandenburgische Kiefer im Hochwildschutzpark
Landrat Dr. Klinkhammer hatte während der Steglitzer Woche Bürgermeister Heinz Höfer zu einem Gegenbesuch in den Unterwesterwaldkreis eingeladen. Bei der Begrüs- sung im Landratsamt Montabaur erklärte Bürgermeister Höfer, daß es für ihn eine Selbstverständlichkeit gewesen sei, dem Westerwald einen Besuch abzustatten, nachdem er bei den Steglitzer Wochen in Berlin so viele nette Westerwälder kennengelernt habe.
Leider habe er nicht gemeinsam mit den Bezirksverord- neten, die vom 14. bis 18. Oktober dem Westerwald einen Besuch abstatten, kommen können, da er zu diesem Zeitpunkt anderweitigen Verpflichtungen nachkommen müsse. Umso mehr freue er sich, gemeinsam mit seiner Frau einige Tage in dem schönen Westerwald verbringen zu können. Als ein äußeres Zeichen seiner Verbundenheit mit dem W'esterwald pflanzte er im Hochwildschutzpark in Gackenbach eine brandenburgische Kiefer.
Bei einem Besuch in der Geschäftsstelle des Kreisverkehrsvereins trug sich Bürgermeister Höfer als erster in das neue Gästebuch ein. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß viele Berliner ihre Ferien im Westerwald verbringen und die herrliche Landschaft so wie er durchwandern mögen.
Alvensleben nach Niedersachsen
Verkehrsdirektor Alvensleben, der bisherige Leiter des Kreisverkehrsamtes, ist zum 1. Oktober als Werbefachmann und Leiter der Verkehrsabteilung in eine niedersächsische Mittelstadt verzogen. Nachfolger wurde, wie bereits berichtet, Verkehrsdirektor Josef Becker.
Kreishausneubau
Erheblich weiter ist der Bauzustand des Kreishausneubaues. Hier werden in diesen Tagen die Innenverkleidung und die Verlegung des Teppichbodens vorgenommen. Auen die Bundespost ist mit der Verlegung der Telefonanschlüsse und den weiteren bürotechnischen Einrichtungen beschäftigt. Dem bauleitenden Architekten wurde nachhaltig die Forderung von den beiden Kreisgremien vorgetragen, daß noch in diesem Jahr der Einzug in das neue Gebäude und damit die Inbetriebnahme des neuen Landratsamtes erfolgen müsse. Die Kreisverwaltung geht von einem Termin nach dem 15. November dieses Jahres aus. Sie hat entsprechende Planungen vorbereitet. Weitere Einzelheiten werden rechtzeitig den Organen der Presse zugeleitet werden.

