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GACKENBACH
Wilhelm! neuer Hegemeister
Nachfolger des nach Norddeutschland verzogenen Hegemeister Engel wurde Anton Wilhelmi aus Gackenbach, der bereits vorher in den Diensten des Hochwildschutzparkes gestanden hat. Familie Wilhelmi" ist vom Wasem ins Wildpark-Wohnhaus verzogen.
50 Lehrer besichtigen Wildpark
Auf Einladung von Herrn Schulte-Wrede, dem Besitzer des Hochwildschutzparkes Westerwald, waren rund 50 Lehrer aus dem Unterwesterwaldkreis mit Schulrat Müller zur Besichtigung unter sachkundiger Leitung eines Forstmeisters in den Wildpark gekommen. Während eines sich anschliessenden Lichtbildervortrages konnten weitere Fragen, die das Wild und seine Pflege betreffen, geklärt werden.
GROSSHOLBACH
Unser Sonntagsspaziergang:
RUND UM DEN WAHNSCHEID
Der Wahnscheid, das ist die 280 m hohe Waldkuppe östlich des Ahrbachtales und südlich der Hermolter. Das Gebiet gehört zur Gemarkung von Großholbach und zur Revierförsterei Girod. Das Waldgebiet ist zu erreichen über einen Feldweg, der zwischen Großholbach und der Hermolter von der B 49 abbiegt. Wir parken an der B 49 oder besser am Waldrand. Dort schlagen wir den rechten Weg ein, der uns zunächst geradeaus und dann an einer Lichtung vorbei im Linksbogen zum Steilhang des Ahrbachtales führt. Wir bleiben immer auf diesem Weg, der uns in einer großen Schleife zurückführt. Das Gelände wird weniger steil, und nun sind wir schon im Hang des Holbachtales. Über die Höhe geht es zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Wegstrecke: 2 km Gesamte Steigung: 30 m
Wegeverhältnisse: ausreichend bis befriedigend, vereinzelt Pfützstellen, nicht mit Kinderwagen zu befahren.
Besonderheiten: Ruhiger Waldspaziergang. Möglichkeiten zum Pilzesammeln.
Grossholbach strebt nach Montabaur
(Fortsetzung)
Mit Erfolg nahm Großholbach regelmäßig teil am Wettbewerb, „Unser Dorf soll schöner werden". Mehrere Ruhebänke wurden aufgestellt und Parkmöglichkeiten geschaffen. Wald- und Feldwege in Eigenleistung und mit Hilfe der bei Autobahnreparaturentätigen Firmen ausgebaut. Die Verkehrsbeschilderung wurde auf den vorgeschriebenen Stand gebracht, alle Ortsstraßen bezeichnet und neue Hausnummern verteilt. Ein Kinderspielplatz wird zur Zeit befestigt, und im nächsten Jahr mit vielen Sportbetätigungsmöglichkeiten ausgebaut.
Man baut und baut und buddelt
Das Baugebiet „Flur 4 und 15" am Orgelsweg mit seinen 25 Bauplätzen sowie alle Baulücken innerhalb des Ortes sind fast vollständig bebatit. Um Ober- und Unterdorf zu einem geschlossenen Ortsbild wachsen zu lassen, verfügt man über Bauerwartungsland mit 80 - 100 Bauplätzen. Bei einem bisherigen Baulandrutenpreis von 120,- DM sind die Plätze durchaus preisgünstig.
Die Hauptstraße im Unterdorf wurde in diesem Jahr durch die Firma Saal aus Neuhäusel aufgebrochen, welche im Rahmen des 1. Bauabschnittes die Kanalisation verlegt. Jenseits der B 49 entsteht im Holbachtal die Kläranlage, deren Entwurf zur Genehmigung vorliegt. Der Gesamtkostenaufwand für Kläranlage und Kanalisation im 1. Bauabschnitt ist mit 377.000 DM vorgesehen, wozu an Zuschüssen bisher 188.000 DM bewilligt wurden. Das Ing.-Büro Kempf in Hölzenhausen als Entwurfsverfasser hat die Leitung der Baumaßnahmen.
Die Wasserversorgung der Gemeinde ist gesichert durch Anschluß an den Wasserzweck verband Ruppach-Goldhausen-Heiligenroth Demnächst wird sich die Gemeindevertretung über die Einführung einer staubfreien Müllabfuhr befassen müssen.
MONTABAUR IST DER MITTELPUNKT Unabhängig und auch im Gegensatz zu den Meinungsäußerungen der politischen Kreisparteien über die kommunale Neuordnung ist und bleibt Montabaur für die Gemeinde Großholbach der gewachsene Mittelpunkt. Jede kommunale Neuordnungsmaßnahme, die diese Fakten nicht berücksichtigt, ist weltfremd und läßt sich nur von sachfremden Argumenten leiten. Der Gemeinderat von Großholbach hat in 2 einstimmig gefaßten Entscheidungen (24. 1. und 14.2.70) die Lebensinteressen der Dorfgemeinschaft eindeutig ausgesprochen und eine geplante Zuordnung der Gemeinde zur künftigen Verbandsgemeinde „Ost" abgelehnt.
In der Beschlußfassung des Gemeinderates wird u.a. ausgeführt:
„Ausgerichtet auf das Allgemeinwohl der Bevölkerung unserer Gemeinde und aufbauend auf einer Befragung der Bürgerschaft wird von uns ausschließlich eine Zuordnung der Gemeinde Großholbach zur künftigen Verbandsgemeinde Montabaur gefordert.
Die vielseitigen Verflechtungen mit dem Mittelzentrum Montabaur fordern eine eindeutige Orientierung der Gemeinde Großholbach zu diesem Zentrum hin (4 km) und nicht - wie vorgesehen - von diesem weg.
Die Ausrichtung der Bevölkerung von Großholbach besteht hinsichtlich der Arbeitsstätten (von ca. 150 auspendelnden Arbeitskräften fahren ca. 130 in den Raum der künftigen Verbandsgemeinde Montabaur und in gleicher Richtung darüberhinaus) wie auch im Hinblick auf die übrigen Verwaltungseinrichtungen und auf die Einkaufsmöglichkeiten fast ausschl. zur Stadt Montabaur.
Die vorhandenen V£tkehrsverbindungen wie auch die postalischen Verbindungen zu unserer Nachbargemeinde Montabaur sind hervorragend und keinesfalls vergleichbar mit denen in dem Bereich Nentershausen und Hundsangen. Mit den zur künftigen Verbandsgemeinde Montabaur zugeordneten Gemeinden Heiligenroth und Ruppach - Goldhausen besteht seit dem Jahre 1966 ein gemeinsamer Wasserzweckverband.
Während der Grundschulunterricht in Großholbach durchgeföhrt wird, ist für die 3 Oberstufen-Klassen eine Übergangsregelung in Girod getroffen worden. Diese Lösungen könnten im Rahmen des Schulzentrums in Montabaur wirtschaftlicher und pädagogisch wirkungsvoller gelöst werden.
Die vorstehende Aufzählung der besonderen Verflechtungsmerkmale könnte noch vervollständigt werden.
Abschließend ist der Gemeinderat der Auffassung, daß durch die gewollte Zuordnung der Gemeinde Großholbach zur künftigen Verbandsgemeinde Montabaur die Existenz der geplanten Verbandsgemeinde Unterwesterwald - Ost nicht gefährdet oder infrage gestellt wird.
Nach alledem ist es erklärter Wille der Gemeindevertretung, den vorliegenden Zielplan in der Art zu ändern, daß Großholbach der künftigen Verbandsgemeinde Montabaur zugeordnet wird. Jede andere Entscheidung würde den Willen der Bürgerschaft und der Bürgerschaftsvertretung sowie das Wohl der Allgemeinheit mißachten."
Bei all diesen vorstehenden Überlegungen wird nicht verkannt, daß auch mit dem leistungsstarken Sportverein der Eisbachtalfreunde mit den pfarrlichen und schulischen Bindungen gewissen Beziehungen zu den Dörfern der künftigen Verbandsgemeinde Ost bestehen.
Bei Abwägung und Wertung der vorgenannten Tatsachen bleibt jedoch bestehen, daß nur Montabaur und nicht jeder andere noch zu wählende Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung der natürliche Mittelpunkt für die Bürger der Gemeinde Großholbach ist.
Die Verdienstmöglichkeiten in der Gemeinde selbst sind beschränkt.
Bei einer Gemarkungsfläche von 390 ha, darunter 140 ha Wald, Neger allein 60 ha Ackerland brach. Es gibt nur noch einen landwirtschaftli chen Vollerwerbsbetrieb, dazu 6 Nebenerwerbsbetriebe um 5 ha und etwa ein Dutzend Kleinbetriebe. Eine Bäckerei, drei Lebensmittelgeschäfte und 2 Gaststätten versorgen die örtliche Bevölkerung. Zwei Tonbetriebe, die am westlichen Dorfrand leider zwei recht unschöne und große Löcher in die Gemarkung gegraben haben, arbeiten nur noch zeitweise.
Der Wald wirft keinen Profit ab. Auch Fremdenverkehr existiert zur Zeit noch nicht.
Die Ansiedlung eines Gewerbebetriebes erscheint durchaus als wünschenswert, zumal man das Arbeitskräftereservoir im Raum Großholbach - Girod auf 50 Personen, meist Frauen, schätzt. Bürgermeister Metternich hat nun bereits Kontakte mit einem Industriebetrieb geknüpft, der auf dem Despel oder dem Diezerschrod in der Nähe der Autobahn günstiges Siedlungsgelände vorfinden würde.
Rege Gemeindeverwaltung
Bürgermeister Ludwig Metternich verwaltet seit Januar 1964 mit Umsicht die Gemeinde. Er kann sich auf einen aktiven und weitschauenden Gemeinderat stützen, so daß alle wichtigen Beschlüsse in der Regel einstimmig gefaßt werden können. Das war bei den Beschlüssen über die Satzungen und die Baumaßnahmen ebenso der Fall wie nun in der Resolution zum Anschluß an die Verbandsgemeinde Montabaur. Wenn in diesen Tagen in Mainz im Innenausschuß des Landtages die Entscheidung dazu fallen wird, so hofft man, daß die Stichhaltigkeit der Argumente und die besseren Gründe zu einem Erfolg der Bemühungen des Gemeinderates und des Bürgermeisters führen werden.
HÜBINGEN
Schön - Schöner - Hübingen
Kaum eine zweite Gemeinde im Unterwesterwaldkreis liegt landschaftlich so idyllisch, wie das abseits jeden Verkehrs auf der Höhe des Gelbachtales gelegene Hübingen. Hier endet der Kreis in seinem südlichsten Teil, dem Buchfinkenland. Das Lahntal liegt in Luftlinie nur vier, Montabaur dagegen acht Kilometer entfernt.

