Ausgabe 
17.9.1970
Seite
436
 
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Allerdings ist aber kaum damit zu rechnen, daß die Zahl der Arbeitslo­sen noch wesentlich abgebaut werden kann, da es sich bei diesen vor­nehmlich um ältere Arbeitnehmer und um zum Teil erheblich leistungs­geminderte handelt. Infolge des teils recht harten Konkurrenzkampfes, der zu scharfen Kalkulationen zwingt, disponierte die Wirtschaft äußerst vorsichtig und gab u.a. trotz der Vorteile nach dem Arbeitsförderungs­gesetz bei Kräfteanforderungen in zunehmendem Maße volleistungsfä­higen Ausländern den Vorzug vor erwerbsbeschränkten deutschen Ar­beitslosen.

Nachdem der Bestand an offenen Stellen im Juni eine Rekordhöhe er­reicht hatte, ist seit Juli eine ständige leichte Abnahme zu beobachten. Diese Tatsache ist einesteils darauf zurückzuführen, daß etliche Betrie­be wegen der Ferienzeit ihre Aufträge zurückstellten, und andererseits dürfte auch das wieder außergewöhnlich gute Vermittlungsergebnis zu dieser Entwicklung erheblich beigetragen haben. Ferner kommt hinzu, daß der ermittelte Bestand höchstwahrscheinlich nicht den tatsächli­chen Personalbedarf wiedergibt, da immer wieder festgestellt wurde, daß Betriebe wegen der vorausgegangenen ergebnislosen Bemühungen ihren Kräftebedarf nicht mehr meldeten.

Durch die in den letzten Wochen sehr umfangreichen Stellenangebote in den Tageszeitungen wird diese Annahme deutlich bekräftigt. Im üb­rigen war die Abnahme von insgesamt 42 auf 2.318 offene Stellen ver­hältnismäßig unbedeutend. Auch der Rückgang gegenüber August 1969 von 49 fällt nicht aus dem Rahmen.

Wenn auch die Zahl der Vermittlungen gegenüber dem Vormonat um 117 zurückging, lagen die erfolgreichen Dauervermittlungen mit 690 noch wesentlich über dem Durchschnitt. Das ausgezeichnete Ergebnis ist wie im Juli in erster Linie durch die Vermittlungen von ausländischen Arbeitnehmern und deutschen und ausländischen Ferienhilfen begründet. Von den Vermittlungen entfielen genau 2/3 = 460 auf Männer und 1 13 = 230 auf Frauen. Der Anteil der Studenten (innen) und Schüler (innen) betrug 129 und der der Ausländer 194. Wie gut das Vermittlungsergeb­nis tatsächlich war, verdeutlicht ein Vergleich mit August 1969, denn gegenüber diesem Monat wurden die Vermittlungen von 532 um 158 gesteigert.

Bis auf vereinzelte Ausnahmen, die sich nicht auf bestimmte Wirtschafts­zweige beschränkten, blieb die bisherige günstige Auftrags- und Be­schäftigungslage in allen Wirtschaftsbereichen erhalten. Auch der Bedarf an Fach- und Hilfskräften blieb außergewöhnlich dringend, wobei insbe­sondere der Bedarf an Fachkräften immer katastrophaler wird.

Bemerkenswert ist auch das stetig anwachsende Interesse aller Bevölke­rungsschichten an Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen.

Dia Arbeitslosenquote, errechnet auf Grund geschätzter Arbeitnehmer­anteile an der Wohnbevölkerung, betrug wegen der nur unbedeutenden Zunahme der Arbeitslosen wie im Vormonat 0,3 %. Innerhalb der ein­zelnen Dienststellen schwankte sie zwischen 0,8 % (St. Goarshausen) und 0,1 % (Höhr-Grenzhausen). Im August 1969 hatte die Arbeitslosen­quote 0,4 % betragen.

Kurzarbeit wurde keine angezeigt.

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»Ich behaupte nicht, Dieter, daß ich recht habe - ich sage nur, daß du unrecht hast!«

»Wenn Sie direkt Fehler suchen, werden Sie natürlich welche finden.«

Das Nachrichtenblatt der Gemeinden "Rund um Montabaur" er­scheint freitags jeder Woche, Herausgeber, Druck und Verlag: PRIMO-VERLAGS-DRUCK, Linus Wittich, 5411 Weitersburg, Hauptstraße 9, Telefon: 02622 / 4065 - 56.

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