Ausgabe 
10.9.1970
Seite
424
 
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15 Uhr D11 Jugend Haiderbach - D11 Eisbachtal

16 Uhr C2 Jugend Montabaur - C2 Jugend Eisbachtal Sonntag, den 13.9.70

10 Uhr in Heilberscheid B-Jugend Eisbachtal - Nauort

11 Uhr in Großholbach A1 Jugend Eisbachtal - Hillscheid 11 Uhr in Nentershausen A2 Jugend Eisbachtal - Nauort 13 Uhr in Heilberscheid Eisbachtal Res I - Kadenbach

13 Uhr Horressen/E - Eisbachtal Res. II

In der Rheinlandliga erwartet um 15 Uhr die Eisbachtaler I. Mann­schaft auf dem Rasensportplatz in Großholbach die starke Elf aus Wissen. Die Gäste zählen schon seit Jahren zu den stärksten Mann­schaften der Rheinlandliga. Der Auswärtserfolg in Lützel wird sicher­lich dafür sorgen, daß die Westerwälder Fußballfans sich dieses Spiel nicht entgehen lassen werden.

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Erweitertes Trainingsprogramm

Ab sofort hat die LG. Unterwesterwald Höhr-Grenzhausen/Montabaur ihr Trainingsprogramm um zwei Trainingszeiten erweitert. Hierdnrch soll besonders den Leichtathleten unserer Stadt ein breites Angebot gegeben werden. Das Training findet statt: Dienstags 18 - 20 Uhr (Moorsbergstadion), samstags 14.30- 16.00 Uhr (Moorsbergstadion). Eingeladen sind insbesondere die Schüler und Schülerinnen ab 16 Jah­re, sowie alle weiteren Altersklassen.

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Bundesbahn gibt grünes Licht für den Ausbau der Hohestrasse in Montabaur

MONTABAUR. Der Ausbau der Hohestrasse ist seit 1969 geplant, die Arbeiten konnten aber nicht begonnen werden, weil mit dem Am lieger Bundesbahn, von dem etwa 400 qm Gelände zum Ausbau be­nötigt werden, keine Einigung erzielt werden konnte.

Auf Veranlassung des Vorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion E.Witte wandte sich Bundestagsabgeordneter W. Peter (SPD) an den Bundes­verkehrsminister Leber in Bonn mit der Bitte um Intervention bei den zuständigen Stellen der Bundesbahn. Aus einer nun vorliegenden Mit­teilung des Bundesverkehrsministers Lälaer an den Abgeordneten W. Peiter geht hervor, dass die Bundesbahn einer grundlegenden Neuord­nung des Bahnhofsplatzes im Zusammenhang mit dem Ausbau der Hohestrasse zustimmt. Die Bundesbahn ist bereit, das für den Ausbau notwendige Gelände zur Verfügung zu stellen. Über die Neuordnung des Vorplatzbereichs des Bahnhofes Montabaur sollen nähere Verein­barungen zwischen der Stadt und der Bundesbahn getroffen werden. Es ist nunmehr zu hoffen, dass das Stadtbild um den Bahnhof an­sprechender gestaltet werden kann.

Einem was ans Bein binden

Durch die Auferlegung einer ungünstigen Bedingung jemand an der Ausübung einer Handlung hindern. Was steckt da­hinter? Die Rede weist zurück in Zeiten, als die Adligen mit ihren Untergebenen nach Willkür schalten konnten. So be­stand unter Androhung von Gefängnis das Gebot, daß auf der Jagd die Hunde der Bauern mit einem Klotz (»Klotz am Bein«), einem Knüppel oder Bengel zu belasten waren, dessen Größe genau vorgeschrieben war, und der die Hunde natürlich jagduntüchtig machte. Sagt man heute: »Da liegt der Knüppel beim Hund« und meint: das ist eben das Hindernis, so ist das wiederum eine Anspielung auf die damals geübte Jagd Vorschrift.

Die kleine Frage

Warum hat das Stromnetz 220 Volt Spannung?

Der Kohlelichtbogen wurde 1848 erfun­den und war lange Zeit die einzige elek­trische Lichtquelle für Straßen und Plätze. Das blaustichige, zuweilen heftig flackernde Licht des Lichtbogens gehörte früher zum nächtlichen Bild jeder grö­ßeren Stadt. Der Kohlelichtbogen funk­tioniert am besten bei 55 Volt Spannung. Da man die ersten Straßenbeleuchtungen mit zwei in Reihe geschalteten Bogen­lampen ausführte, benützte man dazu die Spannung zweimal 55 Volt gleich 110 Volt. Dieses ist der Grund, aus wel­chem sich zunächst die Spannung 110 Volt und später 220 eingebürgert hat.

Mach keine Kinkerlitzchen ...

Haltlose Ausflüchte bezeichnet man gern mit »Kinkerlitzchen«. Es gibt Menschen, die spinnen ein Netz von undurchsichti­gen Fäden mit ihren Reden, man weiß nicht, woran man mit ihnen ist, sie wei­chen aus, machen lauter Kinkerlitzchen anstatt Farbe zu bekennen. Es ist gerade, als sei man in ein Spinnweben-Netz ge­raten. Kinker Kanker: da haben wir wirklich die Beziehung zum Spinnennetz. Litzchen Litze - Faden - die Rede­wendung wird schon viel begreiflicher. Allgemein bekannt ist ja das Wort Kanker für eine Spinnenart, und da Litze nur zu leicht mit den feinen Spinnenfäden ver­glichen werden kann, verstehen wir: aus Kanker wurde allmählich Kinker, aus Kankerlitze (Spinnfäden) wurden die Kinkerlitzchen.

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