Ausgabe 
10.9.1970
Seite
420
 
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Im Jahre 1939 wurde der Christuskörper mutwillig zerstört. Das gan ze Dorf war damals empört. Der zu dieser Zeit zuständige Pfarrer Jä­ger, Montabaur, fragte mich damals, ob ich den in einzelne Teile zer schlagenen Christuskörper wieder zusammenfügen könne. Aufgrund die­ser Veranlassung fügte ich die Einzelteile mit Zement (Dyckerhoff weiß) - und nicht mit Gips - fachgerecht zusammen. Herr Malermei­ster Franz Kloft, Eigendorf, hat den Corpus anschließend fachgerecht gestrichen.

Ich nehme für mich in Anspruch, daß ich damals nach ca. 12 Gesellen jahren als Stukkateur den Unterschied zwischen Zement und Gips bes ser unterscheiden konnte, als der Verfasser, der den Restaurator als Laien" bezeichnete. Auch ist es nicht verwunderlich, daß der Anstrich den witterungsbedingten Zerfall des ungeschützten Kreuzes in ca. 30 Jahren nicht verhindern konnte.

Ich begrüße es sehr, daß man sich allerseits um die Erstellung eines neuen Kreuzes bemüht. Hierzu möchte ich jedoch anregen, daß an dem neuen Kreuz ein entsprechender Witterungsschutz angebracht wird."

gez.: Anton Heibel

TSV Eigendorf - Abteilung Tischtennis

Guter Einstand in der Bezirksliga

Im ersten Spiel der Saison kam die erste Mannschaft zu einem klaren, in dieser Höhe nicht erwarteten 7:2 Sieg über die SG Diez-Freiendiez. Bis zum Stande von 2:2 konnten die Gäste noch mithalten, dann gab es jedoch nur noch Punktgewinne für Eigendorf, an denen alle Spieler beteiligt waren: Born und Gerz gewannen je zwei Einzel, Meurer und Görg siegten je einmal, und das Doppel Meuer/Gerz war einmal erfolg­reich.

Am kommenden Samstag greifen erstmals die zweite und dritte Mann­schaft in die Punktrunde ein. Sie treffen gleich im ersten Spiel auf­einander.

Die zweite Mannschaft ist zwar favorisiert, bei Spielen dieser Art sind Überraschungen jedoch nicht ausgeschlossen.

Die erste Mannschaft pausiert am Samstag, sie erwartet zum nächsten Spiel am 19.9. den TV Braubach.

ETTERSDORF

Ettersdorf um 1815

ln einer Amtsbeschreibung aus der Zeit um 1815 heißt es von Etters­dorf: Die Zahl sämtlicher Häuser und Gebäude in dem Dorf beläuft sich auf 22. In der Gemarkung liegt eine einzeln liegende bewohnte Mühle, die Heckenmühle. Ettersdorf selbst hat 77, die Heckenmühle 10, das ganze Dorf also 87 Seelen, alle katholischer Religion Es hat keine einzigen Handwerker und nur einen kleinen Wirt, weder Fabri­ken noch Manufakturwaren. Ettersdorf hat zwei Mühlen, die erstere mit einem Mahlgang im Dorf selbst gelegen, sie bereitet nur gebeutel tes Mehl. Die andere, die Heckenmühle, an der Grenze der Gemarkung am Gelbach, hat einen Mahlgang und bereitet nur gebeuteltes Mehl und Öl. DieEttersdorfer Jugend genießt den Schulunterricht in Kirch ähr". Die Gemarkung hält an Gartenländereien 118 Ruthen und 6 Schuh, an Ackerland 102 Morgen, 49 Ruthen und 8 Schuh, an Wie­sen 75 Morgen, 134 Ruthen und 15 Schuh, an steuerfreien Liegen­schaften 2 Morgen, 160 Ruthen, an Hochwald 32 Morgen, 98 Ruthen, an Niederwald 72 Morgen, 134 Ruthen und an Blößen und Weide­plätzen 2 Morgen und 112 Ruthen.Der Erdboden ist ziemlich schlecht und liegt zu sehr in den Bergen, weshalb das Wasser leicht Schaden thut". Die Fruchtgattungen und ihre Quantität: an Korn 75 Malter, Hafer 50 Malter, Weizen 2 Malter, Gerste 2 Malter, an Spät­flachs 200 rohe Bürden, Hanf 20 rohe Bürden, Kartoffeln 167 Malter. Mit deutschem Klee werden 4 Morgen angebaut.

GACKENBACH

Frohe Stunden für alte Menschen

DRK Ortsverein Daubach veranstaltete Altennachmittag Der Altennachmittag des DRK - Ortsvereins Daubach ist zu einer fe­sten und liebgewordenen Veranstaltung der alten Menschen in den Dörfern des Buchfinkenlandes geworden.

Zum sechsten Mal trafen sie sich, diesmal in der Gastwirtschaft Schlos­ser zu Gackenbach. Es waren 116 Personen erschienen, gemeldet wa­ren jedoch 149, Die restlichen waren durch Krankheit oder andere Ereignisse verhindert.

Aus Gackenbach waren 15 Personen anwesend, aus Horbach 22, aus Hübingen 9, aus Daubach 16, aus Stahlhofen 13, aus Ettersdorf 6, aus Bladernheim 6, aus Unterhäusern 17 und aus dem Altersheim Ignatius Lötschert zu Horbach 12.

DRK-Ortsvorsitzender Dr. Josef Staudt konnte im vollbesetzten Saale alle alten Leute aufs herzlichste begrüssen. Herbert Wolf, der Ge­

schäftsführer des DRK Kre-sve'bandes, hatte wiede um m t seinen Helfern und Helferinnen und besonders dem Jugendrotkreuz alles aufs beste vorbereitet Die Tische waren geschmückt mit Blumen,, Kuchen, Kaffee, Wem und Bier, Schnaps und Zigarren, alles was alte Menschen erfreute, stand bereit. Herbert Wolf erinnerte an das Wort, das derjenige am besten Freude bereiten könne, der selbst Freude ausstrahle. Und auf diese netten Worte ging auch Geistlicher Rat Pfarrer Schlitt aus Gackenbach ein, der in launiger und recht humorvoller Weise die alten Leute willkommen hieß. Ähnlich tat I dies Bürgermeister Hans Weidenfeller aus Gackenbach. Als Ehren | gäste waren ausserdem anwesend Bruder Heinrich Wübbelmann l vom Altersheim Ignatius Lötscheit m Horbach, sodann die Bürger I meister der Nachbargemeinden, Hübingen, Daubach und Stahlho-

I ^ en -

I Es spielte die DRK-Kapelle Daubach unter Leitung von Walter I Frink flotte Weisen. Es sang der Männergesangverein Cäcilia Gacken­bach, letztmalig unter Leitung seines bewährten Chorleiters Josef Hoss aus Nassau-Scheuern.

Viel Applaus fanden auch die Sketche der DRK-Jugend, der Ga- ckenbacher Möhnen und einzelner Mitglieder des DRK-Ortsvereins.

Es war ein fröhlicher Nachmittag, der diesen alten Leuten bereitet wurde. Sie fühlten sich wohl unter ihresgleichen, hatten sich schon

I lange auf ein Wiedersehen gefreut und betrachteten den Altentag als einen der schönsten Abwechslungen des ganzen Jahres Im näch­sten Jahr wollen sie alle wieder dabei sein. Dann wahrscheinlich in Hübingen.

Unser Sonntagsspaziergang

RUND UM DIE HURST

Die Hurst, das ist der 323 m hohe Heideberg hinter dem Gacken- bacher FriedhofHurst" bedeutet soviel wie Gesträuch oder Hecke Wir parken auf dem Rundwandeiparkpiatz auf dem Wasem an de. Gackenbacher Pfarrkirche. Dort biegen wir rechts zur Feldscheune hin ein. Der Gelbachtal Höhenweg Nr 4 des Westerwald Vereins begleitet uns hier. Der geteerte Weg führt ganz leicht bergab am sogenannten Jagdstock vorbei im Bogen nach links. Es weitet sich uns der Blick über die Höhen des Gelbachtales, ein wundervoller Blick in die Tiefen der Wald- und Wiesentäler und über die Höhen der Feldterrassen. Rechts unten im Tal der Goß dehnt sich das Gelände des Hochwildschutzparks Westerwaid aus. Jenseits des Geioach» ei hebt sich das Waldmassiv des Höchst mit Horhausen am Hertasee Wir spazieren weiter geradeaus und verlassen den geteerten Weg, der nach rechts abbiegt Über uns das schöne Heidegeb'et des Hurst mit vereinzelten Wacholdei büschen und Erika, Am alten Steinbiueh vorbei kommen wir zur gedrungenen und sehr alten Linde ober halb Kirchähr Von dort folgen wir der breiten Kreisstraße abwäls zum Dorfe Gackenbach, das zu den schönsten und gepflegtesten im ganzen Regierungsbezirk gehört Auch nach Norden wederum herrliche Aussicht Wir wählen nun einen der beiden links nach oben führenden Teerwege und kommen an de. PtaiYKircne wiede. heraus.

Wegstrecke: 2 km Gesamte Steigung: 50 m

Wegeverhältnisse: Gut bis sehr gut Auch mit Kinderwagen zu be

1 gehen.

Merkmale: Höhenspaziergang im Herzen des Buchfinkenlandes durch die Feldflur und den Dorfbereich von Gakkenbach. Sehr schöne Aussicht über die Höhen des Gelbachtales.

GR0SSH0LBACH

Aufgefahren

Auf der B 49 kam es zu einem Auffahrunfall als ein PKW Fahrer auf einen vor ihm ahltenden PKW aus Unachtsamkeit auffuhr und diesen wiederum auf einen davor stehenden PKW schob Alle drei Fahrzeuge wurden beschädigt Personen wurden keine verletzt

HE1L1GENR0TH

Sachschaden

ln Höhe der BAB-Ausfahrt aus Richtung Frankfurt kam es aus Un achtsamkeit zu einem Zusammenstoß zwischen zwei PKW's Es entstand Sachschaden.

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