Ausgabe 
10.9.1970
Seite
418
 
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spielungen 7.000,- DM für den Ankauf von Scheinwerfern, Vorhängen und Requisiten aufgebracht worden.

Die Vorstellung der Bevölkerung überdie oase" reichte noch vor einem Jahr von einem Extrem zum anderen. Für die einen wardie oase" nichts anderes, als einBeat-Schuppen" im abwertenden Sinn, für die anderen eine avantgardistische Theatertruppe, die sicherlich, so meinte man, bald auf die Straßen gehe, um Straßentheater zu machen. Wieder andere erhofften sich ein Bauern- und Heimattheater. Inzwischen hat sich herausgestellt, daßdie oase" letzteres nicht sein will. Die Straße ist nach Meinung deroase" nicht der richtige Rahmen für eine gute Inszenierung, und außerdem kommen zu den Aufführungen ohnehin Bevölkerungskreise, die kaum ein anderes Theater besuchen. Aber auch ständige Besucher der Berufstheater sind in deroase" zu Gast. Sicher­lich trägt hier der Spielplan, bei dem Unterhaltsames mit Schwierigem wechselt, dazu bei. Die Jugend aber, so hat sich inzwischen herausge­stellt, lockt vor allen Dingen die besondere Atmosphäre des Raums und die enge Verbindung zwischen Zuschauern und Akteuren. Die Auffüh­rungen deroase" sind ständig ausverkauft. Die Vorverkaufsstellen in Montabaur - Modehaus Wilke-Rinn, Tabakwaren Salzmann sowie Tele­fon 02608/396 - werden eifrig in Anspruch genommen.

Seit Einweihung des Zimmertheaters brachtedie oase" insgesamt 35 Aufführungen sowie ein Gastspiel desmainzer spielstudios", außerdem fanden 2 Literarische Lesungen mit H. Schlotter und ein Malwettbewerb unter dem MottoKinder malen Märchenbilder" statt. An dem Malwett­bewerb, an dem sich Kinder zwischen 5 u. 9 Jahren beteiligten, nah­men über 500 Kinder teil.

Zum einjährigen Bestehen des Zimmertheaters serviertdie oase" ein Werk von Harold Pinter,Der Hausmeister". Dieses Werk wurde 1960 in London uraufgeführt. Die drei Gestalten dieses Stückes, Davies, der verschlagene, schwadronierende Landstreicher, der plötzlich Hausmei­ster werden soll, Aston, der aus einer Nervenheilanstalt Entlassene, der sich nur schwerlich mit der Welt zurecht findet und sein Bruder Mick, unberechenbar und eigennützig, sind keine Marionetten des Schicksals mehr. Sie sind Gestalten eines neuen Realismus, in dem Komik und Tragik gleichwertig nebeneinander stehen. Die Aufführung erhält gerade dadurch besondere Aktualität, da Harold Pinter in diesen Tagen mit dem 3. Literaturpreis geehrt wird.

Die Inszenierung dieses schweren Stückes hat Frau Hildegard Becher aus Lahnstein übernommen, da der Spielleiter, Herr Georg Eikamp, die Rolle des Davies übernommen hat. In 6 Aufführungen, am 12., 13.,

19, 20., 26. und 27.9.1970, jeweils 20.00 Uhr, erhält das aufgeschlos­sene Publikum deroase" Gelegenheit, Werk und Inszenierung zu er­leben.

Walter Kalb : Alt Montabaur, Federzeichnungen

Walter Kalb wohnt zwar in Koblenz, doch ist er aus ganzem Herzen und mit der Begeisterung eines begabten Heimatforschers und Kultur­historikers, als Schriftsteller wie als Zeichner, ein Montabaurer geblie­ben. Das beweist vorzüglich die NeuausgabeAlt Montabaur - Feder­zeichnungen", mit der er gekonnt alte, schon vergessene oder auch völlig umgestaltete Motive und Ansichten unseres Städtchens liebevoll und liebenswürdig gezeichnet hat. Den Alten werden Erinnerungen wach, die Jungen staunen ob der beschaulichen Ruhe, die die Gäßchen von einst ausstrahlten, alle aber sehen das Heute mit den Augen von Gestern,

Erschienen ist das Werk (Format DIN A 4) im Verlag Heil-Druck zu Bad Ems. Es zeigt im einzelnen die folgenden Zeichnungen:

Über den Dächern von Alt Montabaur Über Allmannshausen der Schloßberg Schloß Montabaur Am Hauptbau des Schlosses Schloßvorbau von Innen Überm Rebstock das Schloß Vorderer Rebstock Am Trichter Am Steinweg

Kirchstraße, Am Roten Löwen Am Gäulsbach - Biergasse, Werbhausgasse,

Judengasse, St. Peter ad vincula Im GebückjAn der alten Schule Vorm Kringelberg - Im Gelbachtal

Handsignierte Einzelstücke, ein Schmuck für jedes Montabaurer Haus, können auch von Walter Kalb direkt bezogen werden. Anschrift: 54 Koblenz-Karthause, Görtzstraße 6.

Walter Kalb bereitet zur Zeit noch einen illustrierten Gedichtband über Montabaur vor:Unvergessene kleine Stadt". Außerdem wird eine Sammlung von FederzeichnungenIm Westerwald" eine Neuauflage erleben.

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INSERIEREN BRINGT GEWINN ! !

BODEN

Kath. Kirche Maria Himmelfahrt

Sonntag, 13.9.: 9.00 Uhr

Dienstag, 15.9. 19.30 Uhr Freitag, 18.9.

19.30 Uhr Sonntag, 20.9. 9.00 Uhr

10.30 Uhr

Amt zu Ehren der Mutter Gottes von der Immer­währenden Hilfe, danach Prozession

Amt für Eheleute Peter Schmitt und Kinder

Jahramt für Peter Josef Görg

Amt für die Brautleute Neuroth - Brosda und Angehörige

Amt für Adam Herzmann

Kollekte für die Missionspatenschaften

DAUBACH

WIR GRATULIEREN !

ln diesem Monat feiern die folgenden älteren Daubacher ihren Ge­burtstag:

Wilhelm Neuroth, geb. am 19.9.1902

Agnes Neuroth geb. Neuroth, geb. am 22.9.1897

Alois Pehl, geb. am 30.9.1892

Herzlichen Glückwunsch I

DANKSAGUNG

Allen Freunden und Bekannten, die meiner zur Vollendung meines 70. Lebensjahres so freundlich gedachten, besonders aber der Ge­meinde Daubach, sage ich meinen herzlichen Dank.

PAUL KLUG

DRITTES SCHWIMMBAD

ln der Gemeinde Daubach wird zur Zeit das dritte Privatschwimm­bad gebaut.

ELGENDORF

Kirchl. Nachrichten Eigendorf

Gottesdienstordnung

17. Sonntag nach Pfingsten (24.d.Jhrs.) 13. - 20.9.70 - Äußere Feier des Patronatsfestes Maria Geburt

7.30 Uhr Frühmesse als Amt f. verst. Willi Schmidt (Bergstr.)

9.30 Uhr Amt f. Willi Hasdenteufel u. gef. Sohn Ludwig (B).

13.30 Uhr Marienandacht

Montag 8.00 Uhr Mittwoch 8.00 Uhr

Donnerstag 19.00 Uhr 19.30 Uhr

Schulmesse

Gestift. Hl. Messe nach Meinung der früheren Stiftungen

Rosenkranz i.d. Anliegen d. Kirche Abendmesse: Vierwochera mt für Siegfried Wüst

Freitag

7.00 Uhr Amt f. Franz Josef Gerlach

Sonntag

7.30 Uhr Frühmesse

9.30 Uhr Amt für Verstorbene der Familie Pischel-Ruster

Kollekte f.d. Missionsstationen für die unsere Diözese die Paten­schaft übernommen hat in Tanzania, Brasilien und Hiroshima.

Zu den Veranstaltungen der Limburger Kreuzwoche wird einge­laden:

17.9. Tag der Caritas, 19.9. Diözesantag der Frauen, 20.9. Diöze- santag der Männer

(Mit Schlußfeier der Kreuzwoche) r

Anton Heibel, 5431 Eigendorf, Bergstraße 8

Der Verfasser des ArtikelsDas Kreuz am Dorfeingang!" in der Ausgabe Nr. 33 hat unter anderem ausgeführt:Der Christuskörper war nicht mehr zum ansehen, weil eine Laienhand mit Gips die einzelnen Teile des Corpus zusammengeflickt hat. Sicherlich ist an dem guten Willen des Laien nicht zu zweifeln."- Da der Verfasser zum Zeitpunkt der Restaurierung noch nicht in Eigendorf wohnte und den tatsächlichen Sachverhalt nicht kennt, möchte ich folgendes ergänzen bzw. richtigstellen: