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Im Beul wurde eifrig gebuddelt
I n den letzten Wochen hat die Firma Robert Schmidt oHG vom Bahnhof Hattert unter der Bauleitung des Ingenieurbüros Kempf bereits die meisten Bauarbeiten im Neubaugebiet Beul (Südstraße, Ahrbachstraße, Ringstraße, Mühlweg) ausgeführt. Damit sind Teile des 1. Bauabschnitts bereits vollendet. Für 220 000 DM wurde ein Kanal einschließlich Hauptsammler und Regenüberlauf erbaut. Die Verlegung der Wasserleitungen kostet 35 000 DM und die Baustraße 40 000 DM.
Ebenfalls zum 1. Bauabschnitt gehört noch die Kanalisierung der Hauptstraße, mit der man beginnen muß, bevor die Bundesstraße ausgebaut wird. Damit die Einmündung der Landesstraße aus Richtung Meudt übersichtlicher wird, wurde von der Straßenbauverwaltung ein Eckhaus mit Scheune angekauft, das demnächst abgerissen werden soll.
DAUBACH
Wer baut mit an der Friedhofskapelle ?
A uch aus Daubach werden Freiwillige gesucht zum Bau der Stahl- hofener Friedhofskapelle. Auf Wunsch wird auch eine gewisse Vergütung gezahlt.
ELGENDORF
ln der Zeit vom 4.9. bis 12.9.70 führt eine belgische Militäreinheit im Verband mit der deutschen Truppe ein größeres Manöver durch. Der Unterwesterwald wird davon betroffen, voraussichtlich zum Einsatz der motorisierten Truppe, aber auch zum Einsatz von Flugzeugen bei Tag u. Nacht.
Der nächste Sprechtag für Versicherte der Rentenversicherung findet am 1. September 1970 zwischen 8.30 und 12 Uhr im Landratsamt, Zimmer 28, statt. Der angesprochene Interessentenkreis wird gebeten, die gesamten Beitragsunterlagen zum Termin mitzubringen.
ESCHELBACH
Nun wird der Bach verrohrt
Nach eingehender Besprechung mit dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt wurde nun der 1. Bauabschnitt für die Bachverrohrung mit Teilkanalisierung genehmigt. Bei einem Gesamtkostenvolumen von 250 000 DM betragen die Kosten für die Bachverrohrung rund 120 000 DM und für die Teilkanalisierung etwa DM 130 000. Zunächst muß die Gemeinde die gesamten Kosten vorstrecken, doch rechnet Bürgermeister Weyand damit, daß für die Bachverrohrung im kommenden Jahr 20 - 30 v.H. und für die Teilkanalisierung 30 - 50 v.H. an Zuschüssen gezahlt werden. Mit der Planung und Baüleitung ist die Firma Kempf aus Höl - zenhausen beauftragt. Inzwischen wurden die Arbeiten auch an die Firma Schwickert aus Otzingen vergeben.
Wegen der sehr winkligen Ortsdurchfahrt über die Hauptstraße und - mittelstraße in Richtung Eigendorf bestehen dort ständige Gefahrenmomente für spielende Kinder. So soll der neu entstehende Weg als Kinderspielstraße hergerichtet werden.
Neue Wasserleitung in Betrieb
Die neue Wasserleitung von Eigendorf nach Eschelbach konnte in Betrieb genommen werden. Das Wasserwirtschaftsamt hat hierzu einen festen Baukostenzuschuß zugesagt. Die Quellfassung liegt im Walde oberhalb des Dorfes Eigendorf und liefert täglich etwa 700 cbm Wasser von sehr guter Qualität. Diese Schüttung ist so ergiebig, daß während der Nachtstunden auch nach Wirges Wasser geliefert werden kann. Laut Vertrag zwischen den beiden Gemeinden ist Eigendorf zur gleichberechtigten Wasserlieferung an Eschelbach verpflichtet. Im Monat werden rund 1600 - 2000 cbm Wasser verbraucht. Der Verbraucherpreis je cbm liegt bei 0,70 DM. Die neue Rohrleitung hat einen Durchmesser von 150 mm. Trotzdem wurde aus Sicherheitsgründen auch die alte Wasserleitung mit einem Durchmesser von 100 mm noch als Reserve in Betrieb gelassen, sodaß mit einem Wassernotstand in Eschelbach nicht mehr zu rechnen ist.
Das Landratsamt hat die grundsätzliche Genehmigung für den Einbau eines Klärschachtes ausgesprochen. Alles weitere dazu ist über die Gemeindeverwaltung zu erfahren.
KIRCHLICHE NACHRICHTEN
Gottesdienstordnung Eigendorf
15 Sonntag nach Pfingsten (22. d.Jhrs.) 30.8. - 6.9.70
7.30 Uhr Frühmesse als Vierwoehenamt für Margarete Rüster geb.
Nöller
9.30 Uhr Amt für Josef Müller (B.)
Montag
7.45 Uhr Hl. Messe für vermißten Willi Schäfer und Eltern
Dienstag 7.45 Uhr Mittwoch 19.00 Uhr Donnerstag 7.45 Uhr Freitag 7.45 Uhr
19.30 Uhr
Samstag 7 45 Uhr
17.00 Uhr Sonntag
7.30 Uhr
9.30 Uhr
Hl. Messe für eine verstorbene Frau (B.)
Rosenkranz in den Anliegen der Kirche
Hl. Messe für eine Kranke (B.)
Hl. Messe für Franz Dupp und Sohn Oswald (B.) Herz-Jesu-Amt für Gefallene, Vermißte und Verstorbene, nach Meinung der Spender zur Kollekte
Hl. Messe für Frau Katharina Decker und verstorbene Angehörige (B.)
Beichtgelegenheit
Frühmesse als Amt für Frau Katharina Koch, bestellt von der Nachbarschaft (B.)
Amt für August Görg Kollekte für die Werke der Caritas
M.S.V. „Freundschaft" Eigendorf
Alle aktiven Sänger bitte ich zur Kenntniss zu nehmen, daß am 4. Sept. die Chorproben wieder beginnen. Bei den vor uns liegenden Aufgaben (Herbstkonzert u.s.w.) ist es unbedingt erforderlich, daß die Proben vollzählig besucht werden.
Es dankt im voraus Chorleiter und Vorstand.
gez. Unterschrift -1. Vorsitzender
Michel, der Gotteslästerer
A n der Straße stand es, die von Eschelbach nach Montabaur führt, das hochragende Kruzifix. Lange Jahre. Fromme Beter, fröhliche Kinder und alte Mütterchen, Jünglinge und Männer knieten auf der Bank am Fuße des Kreuzesstammes. Und immer sah der Gekreuzigte barmherzig auf die Gläubigen herab und nickte selbst dann verzeihend, wenn der Michel von Eschelbach, der ein Maurer war und ein Säufer, an ihm vorbeitorkelte ohne Gruß. Er hatte Mitleid mit dem Manne, der dem Schnapsteufel verfallen war, weil er ihn liebte, wie er alle Menschen liebt. Auch noch, als eines Tages das Ungeheuerliche geschah.
Wieder hatte der Michel im Wirtshaus tagelang geludert, indes an dem Hause, das er in Bau hatte in Montabaur, die Mauern nicht höher werden wollten. Schon am frühen Morgen hatte ihn sein Meister, der Schnapsteufel, gepackt. Wankend war er bis in die Nähe des Kreuzes gekommen. Da hatte ein Stein am Wege gelegen. Über den war er gestolpert, daß er klatschend hingefallen und nicht mehr aufkonnte. Fluchend und schimpfend kroch er auf der Straße. Da sah er das Kreuz.
Da sah er den Heiland, der auf ihn herabschaute.
Daß er vor Scham in den Boden sank, ließ der Teufel in ihm nicht zu.
Der vielmehr stachelte sein umnebeltes Hirn auf, daß es böse Gedanken schmiedete, öffnete seinen losen Mund, daß er Fluchworte herausbrachte. Ja, er verführte ihn dazu, die Gestalt am Kreuz zu beschädigen. Nach Eschelbach ging er zurück. Dem ersten besten Hofe entnahm er eine Leiter und stellte sie an das Kreuz. Mit seinem Maurerhammer schlug er dem steinernen Bild einen Finger nach dem andern ab, und gar gegen das Haupt richtete er einen Schlag. Schimpfend torkelte er weiter seiner Baustätte zu, hohnlachend. Er vollendete sein angefangenes Werk nicht. Eine schwere Krankheit befiehl ihn. Lange Jahre nagte sie an seinem Kör: per und fraß ihn. Ins Brüderhaus zu Montabaur lieferte man ihn ein. Ein Finger nach dem andern faulte ihm ab und schließlich die ganze Hand.
An den Füßen setzte sich dass Zerstörerwerk fort, ganz so, wie er es einst an dem Christusbild getan hatte.
Als warnendes Zeichen hat das beschädigte Kreuz lange am Wege bei Eschelbach gestanden, bis ein neues an seiner Stelle errichtet wurde.
nach O. Runkel
GR0SSH0LBACH
Eisbachtaler Vereinsnachrichten
Eisbachtal - Heimbach-Weis 3:1 (1:0)
Der spielfreie Rheinlandligist nutzte den Kirmessonntag in Heilberscheid zu einem Freundschaftsspiel gegen die Spvgg. Heimbach-Weis, die in der Bezirksliga Koblenz Staffel Ost ebenfalls spielfrei waren.

