Ausgabe 
30.7.1970
Seite
333
 
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der Ausweitung und Verbesserung eines solchen Kulturprogrammes zu erörtern.

Es bestand auch Einigkeit darüber, daß ein gelegentliches "Nachfassen" in Berlin notwendig sein werde, um das durch die Steglitzer Woche aus gelöste Interesse an der Landschaft des Westerwaldes in Berlin zu vertie fen und damit indirekt einen Beitrag zu leisten zur Verbesserung der so genannten Infrastruktur der vier Rheinland Pfälzischen Westerwald Kreise auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs

BERLINER REISE- UND BUSUNTERNEHMER AM WESTERWALD INTERESSIERT

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Die Darbietungen der Musik-, Tanz- und Gesangsgruppen aus dem Westerwald während der Steglitzer Woche 1970 sollten nicht nur den Berlinern einige vergnügliche Stunden bereiten - das ist allen Gruppen in geradezu glänzender Weise gelungen - sondern sie sollten auch im Rahmen der Selbstdarstellung des Westerwaldes den Rahmen bilden für die Bemühungen der Kreisverwaltungen im Westerwald, für diese Landschaft als Urlaubs- und Ferienziel zu werben So war es nur na­türlich, daß im Rahmen der vielen Veranstaltungen auch eine Zusam menkunft mit in Berlin ansässigen Reise- und Busunternehmern statt­fand und diese mit den Möglichkeiten, im Westerwald einmal Urlaub zu verbringen, vertraut zu machen. Als erstes Ergebnis dieses Informa- tionsabends kann festgehälten werden, daß in den letzten Tagen ein Vertreter eines bedeutenden Unternehmens hier im Westerwald war, um sich einen ersten Überblick über Ferienmöglichkeiten zu verschaf­fen Sein Eindruck war ohne Zweifel positiv, denn er kündigte den hiesigen Vertretern an. daß etwa im Oktober dieses Jahres eine über dreißigköpfige Gruppe von Reise- und Busunternehmern nach hier kommen werde, um an Ort und Stelle zu prüfen, in welcher Weise in Zukunft das Gebiet des Westerwaldes in das Reise- und Erholungspro gramm für den Berliner aufgenommen werden kann Es zeichnet sich also ein nicht unbedeutendes Interesse an dem Einschluß des Wester waldes in das Berliner Ferienprogramm ab

Diese Chance, die hier dem einheimischen Fremdenverkehrsgewerbe einschließlich angrenzender Gewerbezweige geboten wird, muß anderer seits alle daran interessierten Kräfte mobilisieren, ein möglichst optima les Angebot an Ferienmöglichkeiten anzubieten. Die hiesigen Kreisver waltungen und die verschiedenen Verkehrsvereine bemühen sich ja schon seit Jahren den Nachholbedarf auf dem Gebiet des Fremdenverkehrs zu fördern und sie werden auch gerade in naher Zukunft alle Möglichkeiten ausschöpfen, auch diesen Teil der gewerblichen Wirtschaft im Westerwald zu einer raschen Fortentwicklung zu verhelfen Notwendig aberscheint zu sein daß die innere Bereitschaft der am Fremdenverkehrsgewerbe interessierten Kräfte stärker als bisher sichtbar wird Die dar gebotene Chance auch im Fremdenverkehrsgewerbe einen guten Schritt voranzu­kommen, sollte deshalb im Westerwald nicht ungenutzt gelassen werden

DEUTSCHES ROTES KREUZ Samstagslehrgänge im Monat August 1970:

15.8.1970:

13.00 Uhr Montabaur Joseph Kehrein Schule I II III

22.8.1970:

8 00 Uhr Wirges Rathaus I II III

29 8 1 970

8 00 Uhr Höhr Grenzhausen Alte Goethe Schule I II lil

SACHSCHADEN

Pkw-Fahrer befuhr die Bahnhofstraße und wollte in Höhe des Hauses Nr 43 auf ein Grundstück einbiegen. Bin hinter ihm fahrender Pkw-Fah rer fuhr aus Unachtsamkeit auf das Fahrzeug auf Personen wurden keine verletzt. Es entstand Sachschaden

DER ALKOHOL WAR SCHULD

Pkw-Fahrer kam auf der Steilstrecke B 49 nach links von der Fahrbahn ab und fuhr ca 50 m in den Straßengraben Hierbei wurden ein Leit­pfosten und ein Kilometerstein umgerissen Der Beifahrer im Pkw wur de leicht verletzt. Am Fahrzeug entstand Sachschaden. Da der Fahrer erheblich unter Alkoholeinwirkung stand, wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet.

FOTO AUSSTELLUNG TONNERRE-MONTABAUR

Am vergangenen Wochenende eröffnete der Camera-Club Tonnerre ge meinsam mit dem Film Club Mons Tabor eine Fotoausstellung im Keller saal des Alten Hospitals. Mehr als 80 Fotos werden gezeigt Im dokumen tarischen Teil werden meisterhafte Fotos aus den beiden Partnerstädten

Montabaur und Tonnerre vorgestellt Die gleiche Ausstellung wird der Film Club Mons Tabor im September in Montabaur zeigen.

CHRONIK DER PARTNERSTADT

Der 21. Juni 1970 war für Montabaur und Tonnerre ein histori­sches Datum An diesem Tag wurde die Partnerschaft zwischen bei­den Städten feierlich bekräftigt; und diese besteht nicht nur zwi­schen den beiden Stadtverwaltungen, sondern auch zwischen allen Montabaurern und allen Tonnerrern.

Wie kam nun diese Partnerschaft zustande. Hier eine chronologische Übersicht:

SEPTEMBER 1966:

In Dijon trifft sich die Vereinigung Rheinland-Pfalz - Burgund. Bür­germeister Mangels und Monsieur Gferad, der Bürgermeister von Ton­nerre, lernen sich kennen und knüpfen freundschaftliche Bande.

Einige Tage später empfängt Bürgermeister Gferard unseren Bürger meister und zwei weitere Montabaurer zu einem Privatbesuch in Tonnerre

18 DEZEMBER 1967: *

Informationstreffen in Tonnerre. Die gegenseitigen Verhältnisse werden besprochen.

MAI 1968:

45 Schüler des Tonnerrer Gymnasiums fahren nach Montabaur. OSTERN 1969:

Etwa 40 Montabaurer Sportler kommen nach Tonnerre.

JUNI 1969:

Eine Montabaurer Delegation besucht Tonnerre.

4/5 OKTOBER 1969:

58 Tonnerrer, darunter 33 Fußballer, besuchen Montabaur.

24 31 OKTOBER 1969:

25 Tonnerrer Gymnasiasten fahren nach Montabaur 1. DEZEMBER 1969:

Generalversammlung aller Tonnerrer Vereine zur Bildung eines Komitees, das die Partnerschaft vorbereiten soll.

9 FEBRUAR 1970:

Der Tonnerrer Stadtrat stimmt mit Mehrheit der Partnerschaft mit Montabaur zu

FEBRUAR 1970:

25 Tonnerrer besuchen den Montabaurer Karneval.

27 MÄRZ - 1. APRIL:

40 Tonnerrer Sportler besuchen Montabaur. Zur gleichen Zeit fah­ren 55 Montabaurer Fußballer nach Tonnerre.

10 - 12 APRIL:

45 Jungen und Mädchen zwischen 11 und 16 Jahren aus der Musik­schule kommen nach Montabaur,

1 -3. MAI:

Die Tonnerrer Kirchenchöre Saint-Charles und Notre-Dame treten in Montabaur auf.

14 -21. MAI:

25 Montabaurer Gymnasiasten besuchen Tonnerre.

20 -22 JUNI:

Die Partnerschaft wird in Tonnerre feiei iich oeurkundet

BESUCH IN DER JUGENDHERBERGE:

In Montabaur ist es ganz dufte!"

Herbergseltern und Gäste plaudern aus ihren Erfahrungen Verzeihung! Wo geht es hier zur Jugendherberge? " So mancher Mon­tabaurer wird in diesen Tagen von meist jugendlichen Reisenden mit dieser Frage angesprochen Und wer die jungen Leute zum Hause Ha­gelauer in der Burgstrasse verweisen sollte, der ist seiner Zeit um zehn Jahre zurück. So lange nämlich schon ist die dortige Jugendherberge hoch über der Bahnhofstraße geschlossen. Nicht jeder aber kennt die moderne Jugendherberge auf dem Roßberg, auf die mehrere Schilder mit der AufschriftDJH - Jugendherberge" hinweisen. In unmittelba­rer Nähe der Umgehungsstraße, aber durch ein Wädchen abgeschirmt, steht sie oben auf der Höhe des Gelbachtal-Hanges. Eine neuaeteerte Straße führt vom Hammerweg her hoch, doch müssen wir unser Kraft­fahrzeug kurz vorher auf dem Gästeparkplatz abstellen. Das Dreieck­schild mit der InschriftDJH" weist den modernen Gebäudekomplex als Jugendherberge aus. 1963 geplant, wurde sie 1965 eingeweiht Nach 17 monatiger Bauzeit wurde sie für 1,5 Millionen Mark errichtet und zählt heute noch zu den modernsten Herbergen unserer Heimat Sie verfügt über 16 Zimmer mit je acht Betten, vier Einzel- und zwei Dop­pelzimmer, insgesamt also über 136 Betten. Dazu gehören vier Aufent­haltsräume, ein Spielraum und eine große, durch Holz-, Klinker- und Schieferverschalung sehr elegant wirkende Eingangshalle. Der Schlaf­trakt ist durch ein System von Fluren und Türen in je zwei Abteilungen