Ausgabe 
9.7.1970
Seite
287
 
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Montabaur und Tonnerre schworen Freundschaft

(Fortsetzung von 18/27/70/4)

Die besinnliche Stille im Saal entsprach der Feierlichkeit des Augenblicks, als beide Bürger­meister zur Feder griffen, um die Partnerschaftsurkunde zu unterzeichnen und somit die Partnerschaft auch für alle Nachwelt schriftlich zu fixieren. Die Urkunde hat folgenden Wortlaut:

Der Austausch der Partnerschaftsurkunderi zwischen Tonnerre in Burgund und Montabaur in Rheinland-Pfalz ist ein bedeutendes Ereig­nis in der Geschichte beider Städte.

Mit diesem Dokument bekunden Bürgerschaft, Rat und Verwaltung der Partnerschaftsgemein­den ihren Willen, zu einer wachsenden deutsch­französischen Verständigung nach bestem Ver­mögen beizutragen.

Vor allem die Jugend möge den Partnerschafts­gedanken vertiefen, damit über sprachliche und räumliche Grenzen hinweg ein geeintes Europa in Frieden und Freiheit entsteht Die Bürgermeister beider Städte, Herr Dr. GE- RARD und Herr Wilhelm MANGELS haben sich'unermüdlich für die Verwirklichung der Partnerschaft eingesetzt.

Die Gemeindevertretungen in Tonnerre und Montbaur haben deshalb beschlossen und fei­erlich erklärt, die gegenseitigen freund­schaftlichen Beziehungen im Geiste der Völkerverständigung und zum Wohle ihrer Bürger zu fördern und zu pflegen.

TONNERRE, den 21.6.1970

MONTABAUR, den 21.6.19?0

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DIE GASTGESCHENKE sind ebenfaMs Ausdruck der innigen Verbunden­heit beide^Städte. Montabaur überreichte ein in Holz geschnitztes Kunstwerk, das die Wappen beider Städte zeigt und darüber das Spruch­band: " Partnerschaft XXI.VI.MCMLXX und Toonerre gab dagegen einen großen Zinnteller mft dar Gravour: "Jumelage Tonnerre Monta­baur 21. Juin 1970 und ein Ölgemälde mit' der Stadtansicht

PHILIPP CAMUS UND DR. KRATZ.

die Präsidenten der deutsch-französischen Ge­sellschaft hüben und drüben tauschten Gruß­worte und Geschenke aus. Und dann überreich­te Bürgermeister Mangels der Stadt Tonnerre eine große Fahne mit dem Stadtw^ppen von Montabaur auf der einen und dem Europawap­pen auf der anderen Seite. Es gab heiße Herzen und feuchte Augen, als zum Höhepunkt der- Feier Bürgermeister Dr. Gerard diese Fahne er­griff und in der Runde des Saales schwenkte.

EIN FROHER NACHMITTAG

Ein gemeinsames Diner vereinte alje im Saale des alten Hospitals. Hier erlebte unsere Dele­gation eine freudige Überraschung, als allen

RUND UM MONTABAUR 19/28/70/3

Mitgliedern ein Trinklöffel am Bande als Aus­zeichnung überreicht wurde. Der vorzügliche Wein , dem während des ausgiebigen Essens kräftigzugesprochen wurde, löste die Zungen.

Man sang deutsche und französische Lieder, man schunkelte - man verstand sich , denn' man hatte zueinander gefunden.

Kein Wunder.daß diese frohe Stimmung anhielt, als man am islachmittag in Saint Bries im be­rühmten Weinkeller einen Probeschluck der be­kanntesten weißen Burgunderweine kredenzte.

Und wieder wartete eine Überraschung: Alle.n voran die beiden Bürgermeister und Amtmann Sonnenschein mußten eine Reihe der Gäste auf offener Bühne beweisen, daß sie trinkfeste Weinzecher sind; dann wurden sie un-- dem Gesang junger Winzerinnen und Winzer feier­lich zum Chevalier de la Confrerier des trois Ceps geschlagen und erhielten Urkunde und Weinlöffel am Bande zum sichtbaren Zeichen ihrer neuen Würde.

EIN BUNTER ABEND

beschloß diesen ereignisreichen Tag. Alle Ver­eine der Stadt Tonnerre veranstalteten in großartiger Gemeinschaftsarbeit einen bunten Abend mit einem reichhaltigen Programm, in dem alles geboten wurde. Vom Zauberkünstler über Folkloretänze, über Ballett bis zum Judo­sport war alles vertreten. Zwei Conferenciers sagten die Darbietungen jeweils in deutscher und französischer Sprache an. Laienspieler zeigten ihr großes Können und man spürte, daß alle ihr Bestes gaben, um die Gäste zu erfreuen, die ihrerseits reichen Beifall spendeten.

AUSKLANG

Nur zu schnell vergingen die schönen Stunden. Doch die festliche Stimmung hielt auch am Montag morgen noch an und selbst das Städt­chen Tonnerre nahm nur zögernd vom Alltag Kenntnis. Unsere Delegation benutzte den Vor­mittag zu einer ausgedehnten Stadtbesichtigung. Zusammen mit dem Filmclub besichtigte unser Redakteur die Räume des Filmclubs von Tonnerre. Bereitwilligst zeigten die Amateur- Künstler die Einrichtung ihres Hauses und ihre Arbeiten: und es ist dort wie auch wohl in Mon­tabaur: die Stadtväter bewilligten ihpen zwar die Räume, aber alles andere müssen sie selbst finanzieren, obwohl andererseits auch die Stadt manchen Nutzen von der Arbeit des Filmclubs hat. Und immer wieder muß die große Gast­freundschaft erwähnt und gelobt werden, die uns auch die Mitglieder des Fltmclubs von Tonnerre

angedeihen ließ. Sie fand ihre Fortsetzung am Nachmittag bei einem Ausflug in die Umge­bung der Stadt. Ein gemeinsames Abendessen brachte noch einmal aile Teilnehmer zusammen, die letzten Toaste wurden ausgebracht, die letzten Dankadressen gesprochen.