wiesen, dass man auch fröhlich beisammen sein kann, ohne das man mit dem Omnibus weit wegfährt.
Diese Wanderung soll gleichzeitig ein Ansporn und eine Werbung für den Verein sein, und wir appellieren besonders an die Eltern , schickt uns Eure Kinder und Jugendlichen, damit sie in unserer musizierenden GEmeinschaft einem guten Zweck dienen und zwar der Musik.
Allen Mitgliedern, die uns mit Rat und Tat bei der Wanderung zur Seite standen, möchten wir hiermit herzlich danken.- Der Vorstand
RUND UM MONTABAUR 18/27/70/15
Heinz Klüver:
ir
ratufferen
Geburtstage im Monat Juli 1970:
Maria Klein, Hauptstr. 12, geb. am 1.7.1899 Johann Marchand, Hauptstr. 1, geb. am 11.7.1897 Herzlichen Glückwunsch !
Bushaltestelle verlegt
Well nur ein schmaler Bürgersteig und keine Ausbuchtungen vorhanden waren, wurde die Omnibushaltestelle nun an die kleine Dorfanlage verlegt. Besonders für die Schulkinder ist es dort ungefährlicher.
Auch Untershausen wurde schöner
Im Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" hat Untershausen den 16. Platz belegt. Leider stehen an der Hauptstrasse immer noch als Ausnahmen einige unschöne Häuser, die ins Auge fallen. Andererseits bietet aber die Gemeinde besonders in den Nebenstrassen ein schmuckes und gepflegtes Bild.
WIRZENBORN
Unfallflucht
Pkw-Fahrer befuhr die L 313 (Gelbachtal) aus Richtung Nassau kommend in Richtung Montabaur. Bei km 5,1 in einer Rechtskurve kam er vermutlich infolge zu hoher Geschwindigkeit von der Fahrbahn ab, geriet links in eine Böschung und überschlug sich. Der Pkw-Fahrer entfernte sich von der Unfallstelle, nachdem er die Kennzeichen von seinem Kraftfahrzeug abmontiert hatte. Er konnte jedoch später ermittelt werden.
Gulaschsuppe
»Anatevha«
75 g Butter werden erhitzt. 250 g Zwiebelstücke und 250 g feinwürfelig geschnittenes Rindfleisch darin schön braun braten. Dazu kommen eine Tomate und 20 g Paprikapulver. Mit einem achtel Liter Rotwein und dreiviertel Liter Brühe ablöschen. Reichlich Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Lorbeerblätter, Nelken, Liebstöckel und Bohnenkraut dazugeben und langsam kochen lassen. Sobald das Fleisch fast weich ist, 250 g feingeschnittene Kartoffeln und Pfefferschoten beigeben. Die fertige Suppe mit etwas Zitronenschale, Pfeffer, Salz und Knoblauch würzen und mit fein- geschnittener Petersilie bestreuen. — Guten Appetitl
Fridolin Langmann ist ein höflicher Bursche, der nicht Zusehen kann, wenn irgendwo Not am Manne ist und Hilfe nötig. Da greift er dann unweigerlich zu, und oft schon ist ihm auf diese Weise Lob zuteil geworden.
Man schätzt Männer, die Damen Hilfe leisten heute wieder sehr, wo es doch so aussieht, als seien die galanten Männer alle ausgestorben. Fridolin aber ist ein galanter Mann und dazu ein Kerl wie ein Riese. Das bewies er erst kürzlich wieder, als er auf einer Parkbank saß und in einer Zeitschrift las.
Da kam eine junge Dame des Weges, die mit einem riesigen Netz vollgepackt war und einen Kinderwagen vor sich herschob. Man sah es ihr an, wie sehr sie schleppen mußte, zumal auch noch ein kleiner Dackel an ihr zerrte und zog. Aufatmend blieb sie vor der Bank, auf der Fridolin des Lesens pflegen wollte, stehen und setzte sich dann nieder. Fridolin rückte höflich zur Seite, warf einen Blick in den Kinderwagen und auf das wohlgefüllte Netz, auf die Dame und auf den Hund, der mit hängender Zunge dasaß.
Fridolin stellte über seine Zeitung hinweg die außerordentlichen Qualitäten der Dame fest, ermittelte mit einem zweiten Blick, daß in dem Netz außer Salat und Gemüse auch eine Milchtüte vorhanden war und hob schnuppernd die Nase: auch Käse mußte sich in dem Netz befinden, Romadur, den er besonders gern mochte.
Die Dame fing an, die Milch aus dem Netz herauszuholen, öffnete die Verpak- kung,nahm einen Zug daraus und flößte dann davon auch dem Baby ein paar Schluck in das begierig geöffnete Mäulchen ein. Da hielt sie plötzlich inne und griff sich entsetzt an den Kopf.
„Ach Gott", hörte Fridolin sie sprechen, „da habe ich doch jetzt tatsächlich die Butter vergessen!"
Fridolin blickte auf. Die Dame schaute über ihn hin wie über eine friedliche Landschaft. Die Musterung schien zu
r "' .
ihrer Zufriedenheit ausgefallen zu sein. „Ach" wandte sie sich an Fridolin und schaute herzzerreißend, „würden Sie so freundlich sein und auf mein Baby, auf den Hund und die Einkäufe aufpassen? Ich habe vergessen, Butter mitzunehmen, ln längstens fünf Minuten bin ich wieder da."
Fridolin raschelte mit seiner Zeitschrift und nickte gefällig. Selbstverständlich würde er aufpassen.
Die Dame stand auf, hieß den Hund Platz behalten und verschwand um die nächste Hecke.
Fridolin, an den Umgang mit Kindern und Hunden gewöhnt, machte seine Sache ausgezeichnet. Der Hund verhielt sich ruhig, das Kindchen schlummerte, der Romadur im Netz duftete über Rosen und Fliederbüsche hinweg in Fridolins Nase.
Solange, bis die Mutter des Kindes und das Frauchen des Dackels um dieselbe Hecke herum wieder auftauchte, hinter der sie vor kurzer Frist verschwunden war.
Fridolin atmete auf. Immerhin: es war Verantwortung, die er getragen hatte. Die Dame bedankte sich artig, kramte m ihrem Netz, erhob sich und machte sich mit Kinderwagen, Hund und Netz weiter auf den Heimweg, den freundlichen Fridolin der Stille, dem Rosenduft und seiner Zeitschrift überlassend. Sie war noch keine zehn Meter weit gekommen, als Fridolin schnuppernd seine Feinschmek- kernase hob und neben sich auf der Bank den Romadur entdeckte, der vorher im Netz der Dame geduftet hatte.
„Hallo“, rief er, „meine Dame, Sie haben etwas vergessen!" Und er schwenkte den Käse hoch in der Luft.
„Ist für Sie", rief die Dame munter zurück, „als Dank für Ihre Freundlichkeit. Er schmeckt herrlich. Probieren Sie mal. Ich habe noch einen für meinen Mann im Netz dabeil"
Fridolin nickte, sah den Käse an und begann ihn auszupacken. Wenn er so gut schmeckte wie er duftet...?!
r'•

