RUND UM MONTABAUR 18/27/70/3
FOTO-MEISTER Tel. 4464
MONTABAUR, Elisabethenstr. 16
Montabaur und Tonnerre schworen Freundschaft
Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Mangels fuhr eine Delegation nach der Partnerschaft Tonnerre, um die Partnerschaft endgültig zu vollziehen.
Die Ratsherren, die Beigeordneten, Dekan Breidling gehörten der Delegation ebenso an wie der Vorstand der Deutsch-Französischen Gesellschaft, die Rektoren der Gymnasien und die Mitglieder des Filmclubs unserer Stadt.
Herzliche Gastfreundschaft
Bald hatte jeder seine Quartiergeber gefunden. Auch in Tonnerre war alles vortrefflich vorgeplant und dank dieser vorbildlichen Organisation, bei der aber auch an alles gedacht war, mussten sich unsere Damen und Herren bald heimisch und wohl fühlen. Die Beweise dieser herzlichen Gastfreundschaft währte während des ganzen Aufenthaltes und nahm kein Ende. Aber
Panorama der Partnerstadt
Die Ankunft
Stadtamtmann Sonnenschein hatte das ganze Unternehmen bis ins letzte Detail mit gewohnter Gründlichkeit sorgfältig vorgeplant. So verlief auch die lange Fahrt ohne Zwischenfall und pünktlich trafen alle Delega- Üonsmitglieder am Samstag Abend in Ton- “erre ein.
Bürgermeister Dr. Gerard und mit ihm die ’anze Bevölkerung des kleinen Burgund- Städtchens erwarteten unsere Delegation.
"Im Namen des Stadtrates und der ganzen Bevölkerung heisse ich Sie herzlich willkommen", so begrüsste Bürgermeister Dr. Gerard offiziell die Damen und Herren aus Montabaur Im Grossen Saal des alten Hos- Pitals. Und Bürgermeister Mangels dankte ihm mit einem Toast, in dem er der Hoff- n ung Ausdruck verlieh, dass die begonnene Freundschaft zwischen den beiden Städten weiter bestehen müsse.
™° ganz fremd waren unsere Delegationsmlt- glleder nicht in Tonnerre. Viele waren zu einem früheren Zeitpunkt schon dort und auch viele - vor allem etwa 250 Jugendli- che - aus Tonnerre waren schon in Mon- tabaur. Manche Bekanntschaft und auch Freundschaft war schon geknüpft und man freute sich des Wiedersehens. Mit Fahnen hnd Girlanden waren die Strassen festlich geschmückt, und man spürte sofort, dass Montabaur hier mit offenem Herzen erwartet wurde.
noch war der Samstagabend erst angebrochen. Doch schon begann der vielfältige Reigen von Darbietungen, die die Stadt Tonnerre für ihre Gäste bereit hielt. An diesem Abend konnte man wählen zwischem einem Amateur-Boxabend oder einer musikalischen Darbietung in dem Schloss d ancy-le-franc, die mit einem herrlichen Feuerwerk ihren Abschluss fand.
Der große Festakt
Dekan Breidling zelebrierte zusammen mit seinem französischen Freund und Amtsbruder Archipretre Robert de Ternay eine feierliche Messe, deren Predigt - in französischer Sprache - vom Kirchenchor ininterpretiert wurde.
Inzwischen hatten sich vor dem Rathaus die ganze Bevölkerung der Stadt eingefunden um Zeuge des grossen Augenblicks zu werden. Auf der geschmückten Freitreppe hatte das Tanzcorps Aufstellung genommen und die bereits in Montabaur bekannte Musikkapelle begrüsste mit IhrenKlängen die ankommenden Ratsherren und die beiden Bürgermeister, und durch das Saplier der gekreuzten Tanz- stöckchen der bunt uniformierten Mädchen betraten die Festteilnehmer den kleinen Rathaussaal. wo die Ratsherren beider Städte sich vorstellten.
Und dann nahmen alle Teilnehmer auf der Bühne des grossen Rathaussaales Aufstellung und es begann der feierliche Moment, der beide Städte in Partnerschaft und Freundschaft vereint.
Bürgermeister Dr. Gerard eröffnete den Reigen der Freundschaftsbezeugungen: Er begrüsste den Herrn Präfekten, den Herrn Minister a.D., die Senatoren, Bürgermeister Mangels, die Stadträte von Tonnerre und Montabaur, die Präsidenten und Mitglieder des Partnerschaftsausschusses. Sein besonderer Dank galt dem Partnerschaftsausschuss von Tonnerre und seinem Präsidenten Philippe C AMUS. "Das französische und das deutsche Volk haben das Ziel erkannt", so führte Dr. Gerard aus, "und die ärgsten Feinde von gestern waren die ersten, die erkannten, wie sehr die Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland nötig war und für die Erreichung des Friedens in Europa unentbehrlich ist". Und dann schilderte er, warum eine deutsche Stadt, warum gerade Montabaur auserkoren wurde zur Partnerschaft, um dann fortzufahren:
"Dies ist somit die Verschwisterung der Freundschaft und sie kommt hauptsächlich
Eins typisch französisch» Straße in der kleinen Stadt

