Ausgabe 
2.7.1970
Seite
269
 
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RUND UM MONTABAUR 18/27/70/3

FOTO-MEISTER Tel. 4464

MONTABAUR, Elisabethenstr. 16

Montabaur und Tonnerre schworen Freundschaft

Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Man­gels fuhr eine Delegation nach der Part­nerschaft Tonnerre, um die Partnerschaft endgültig zu vollziehen.

Die Ratsherren, die Beigeordneten, Dekan Breidling gehörten der Delegation ebenso an wie der Vorstand der Deutsch-Franzö­sischen Gesellschaft, die Rektoren der Gym­nasien und die Mitglieder des Filmclubs un­serer Stadt.

Herzliche Gastfreundschaft

Bald hatte jeder seine Quartiergeber gefun­den. Auch in Tonnerre war alles vortreff­lich vorgeplant und dank dieser vorbildli­chen Organisation, bei der aber auch an al­les gedacht war, mussten sich unsere Da­men und Herren bald heimisch und wohl fühlen. Die Beweise dieser herzlichen Gast­freundschaft währte während des ganzen Aufenthaltes und nahm kein Ende. Aber

Panorama der Partnerstadt

Die Ankunft

Stadtamtmann Sonnenschein hatte das ganze Unternehmen bis ins letzte Detail mit ge­wohnter Gründlichkeit sorgfältig vorgeplant. So verlief auch die lange Fahrt ohne Zwi­schenfall und pünktlich trafen alle Delega- Üonsmitglieder am Samstag Abend in Ton- erre ein.

Bürgermeister Dr. Gerard und mit ihm die anze Bevölkerung des kleinen Burgund- Städtchens erwarteten unsere Delegation.

"Im Namen des Stadtrates und der ganzen Bevölkerung heisse ich Sie herzlich will­kommen", so begrüsste Bürgermeister Dr. Gerard offiziell die Damen und Herren aus Montabaur Im Grossen Saal des alten Hos- Pitals. Und Bürgermeister Mangels dankte ihm mit einem Toast, in dem er der Hoff- n ung Ausdruck verlieh, dass die begonnene Freundschaft zwischen den beiden Städten weiter bestehen müsse.

° ganz fremd waren unsere Delegationsmlt- glleder nicht in Tonnerre. Viele waren zu einem früheren Zeitpunkt schon dort und auch viele - vor allem etwa 250 Jugendli- che - aus Tonnerre waren schon in Mon- tabaur. Manche Bekanntschaft und auch Freundschaft war schon geknüpft und man freute sich des Wiedersehens. Mit Fahnen hnd Girlanden waren die Strassen festlich geschmückt, und man spürte sofort, dass Montabaur hier mit offenem Herzen erwar­tet wurde.

noch war der Samstagabend erst angebro­chen. Doch schon begann der vielfältige Rei­gen von Darbietungen, die die Stadt Tonner­re für ihre Gäste bereit hielt. An diesem Abend konnte man wählen zwischem einem Amateur-Boxabend oder einer musikalischen Darbietung in dem Schloss d ancy-le-franc, die mit einem herrlichen Feuerwerk ihren Abschluss fand.

Der große Festakt

Dekan Breidling zelebrierte zusammen mit seinem französischen Freund und Amtsbru­der Archipretre Robert de Ternay eine feierliche Messe, deren Predigt - in fran­zösischer Sprache - vom Kirchenchor in­interpretiert wurde.

Inzwischen hatten sich vor dem Rathaus die ganze Bevölkerung der Stadt eingefunden um Zeuge des grossen Augenblicks zu werden. Auf der geschmückten Freitreppe hatte das Tanzcorps Aufstellung genommen und die bereits in Montabaur bekannte Musikkapelle begrüsste mit IhrenKlängen die ankommenden Ratsherren und die beiden Bürgermeister, und durch das Saplier der gekreuzten Tanz- stöckchen der bunt uniformierten Mädchen betraten die Festteilnehmer den kleinen Rat­haussaal. wo die Ratsherren beider Städte sich vorstellten.

Und dann nahmen alle Teilnehmer auf der Bühne des grossen Rathaussaales Aufstel­lung und es begann der feierliche Moment, der beide Städte in Partnerschaft und Freund­schaft vereint.

Bürgermeister Dr. Gerard eröffnete den Reigen der Freundschaftsbezeugungen: Er begrüsste den Herrn Präfekten, den Herrn Minister a.D., die Senatoren, Bürgermei­ster Mangels, die Stadträte von Tonnerre und Montabaur, die Präsidenten und Mit­glieder des Partnerschaftsausschusses. Sein besonderer Dank galt dem Partnerschafts­ausschuss von Tonnerre und seinem Prä­sidenten Philippe C AMUS. "Das französi­sche und das deutsche Volk haben das Ziel erkannt", so führte Dr. Gerard aus, "und die ärgsten Feinde von gestern waren die ersten, die erkannten, wie sehr die Freund­schaft zwischen Frankreich und Deutschland nötig war und für die Erreichung des Frie­dens in Europa unentbehrlich ist". Und dann schilderte er, warum eine deutsche Stadt, warum gerade Montabaur auserkoren wurde zur Partnerschaft, um dann fortzufahren:

"Dies ist somit die Verschwisterung der Freundschaft und sie kommt hauptsächlich

Eins typisch französisch» Straße in der kleinen Stadt