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RUND UM MONTABAUR Nr. 15/25/70/E
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Wer kannte schon - abgesehen von imserer jüngsten Zelt - den Ort, der dem südlichsten Zipfel des Unterwesterwaldkreises den Abschluss gibt?
Die Geschichte des Ortes Hübingen reicht sicher bis in die graue Vorzeit zurück. Mit Sicherheit schriftlich erwähnt wird die Gemeinde vor fast 500 Jahren - Anno 1486 in einer alten Kirchährer Urkunde, in der es um ein Tauschgeschäft zwischen einem Hübinger und einem Gacken- bacher Bauern geht. Vieles in und um den Ort deutet schon darauf hin, dass die Entstehung der Siedlung zeitlich viel früher zu suchen ist. Vielleicht ist sie aus einer germanischen Bauem-"hube" (= Gehöft) entstanden. Bei den Alten der Gemeinde ist auch oft die Rede von einem
Dorf "Scherpingen", dessen Bewohner - durch den 30-jährigen Krieg aus ihrer Heimatgemeinde vertrieben - sich in Hübingen ansiedelten.
1760 zählte der Ort bereits 24 Häuser mit 150 Bewohnern. Dann steigerte sich die Einwohnerzahl rasch:
1808 waren 201, 1840 = 263, 1905 = 226, 1939 = 236, 1950 = 259, 1960 = 262 und heute sind es bereits 340 Einwohner.
Anno 1813 waren russische Soldaten einquartiert, die ein Schadensfeuer verursachten, wobei die Chronik und mit ihr viele wertvolle Bilder verbrannten. Etwa ab 1770 wurden in Hübingen mehrere Schieferbrüche betrieben, die aber inzwischen wieder geschlossen wurden.
Die Hübinger Einwohner sind durchweg katholisch und gehören zur Pfarrgemeinde Kirchähr, doch erhielt 1808 das Dorf eine eigene Kapelle. Die Alten wissen jedoch noch von einer älteren Kapelle, die in der Dorfmitte gestanden haben soll.
Ein wichtiger Tag für Hübingen war der 28. Nov. 1953, als die neue Schule
eingeweiht wurde. Erst seit 1759 ist Hü- blngen eigener Schulort, davor mussten die Kinder nach Kirchähr in die Schule wandern.
In der Hübinger Schule wird aber nur das 1. bis 6. Schuljahr.unterrichtet, das 7. bis 9. Schuljahr besucht die Verbandsschule Gackenbach. Und 12 Kinder besuchen eine weiterbildende Schule in Montabaur.
Für die Gemeinde von zunehmender Bedeutung ist das Familienferiendorf, welches am 18. Mai 1969 eingeweiht wurde.
Das Dorfbild wäre unvollständig, bliebe aus dem kulturellen Leben der 1919 gegründete Männergesangverein unerwähnt. Und ebenso die Wachsamkeit der Freiwilligen Feuerwehr, die bereits bei zwei Bränden ihre Einsatzbereitschaft unter Beweis stellen konnte.
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