Ausgabe 
4.6.1970
Seite
222
 
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RUND UM MONTABAUR Nr. 13/23/70/14

Rudi Piroth, diesbezüglich auszusprechen, Vielleicht gelingt es uns doch, wieder mehrere einsatzfähige und einsatzfreudige Löschtrupps zu besitzen.

Auch für einen modern eingestellten Men­schen gilt das Wort:

"Den Wert einer Truppe bemißt man an seiner Mannschaft"

VEREINSRING ELGENDORF

NOCH EINMAL ''KIRMES IN ELGENDORF"

Wenn auch die Kirmes 1970 an Pfingsten schon der Vergangenheit angehört, so sind die unvergleichli­chen Festtage es doch wert, daß sie noch einmal in die Erinnerung zurückgerufen werden.

War der Montag ausschließlich dem allgemeinen Tanzvergnügen Vorbehalten, so brachte der Diens­tag mit Friihschoppen und Kirmeszug der Kirmes­jungen unbestreitbar den Höhepunkt der Kirmes. Wiederum erwies sich die Halle beim Frühschoppen als zu klein. Die Unterhaltung der Besucher teilten sich die Musikkapelle und der Männerchor "Freund­schaft" unter Leitung von Gruppenchorleiter Gün­ther Pörtner.

Der Kirmeszug, voran die Tiroler in ihren schmuk- ken Trachten, dann die einzelnen Kirmesgesell­schaften mit ihren bunten, handgemalten Kirmes­fahnen, anschließend viel Volk, bot dem Betrach­ter ein farbenprächtiges Bild.

Abschließend sei noch zu erwähnen, wenn die Kir­mes 70 wieder ein absoluter Höhepunkt im kultu­rellen Leben unseres Dorfes geworden ist, so ist das einmal mehr ein Verdienst der vorbildlichen Zusammenarbeit der Dorfvereine, Sportvereine,

r.

Sonniges Wetter, ferner die Mitwirkung der Sellrai- ner Musikkapelle und die Plattlergruppe waren der Garant dafür, daß das Kirchweihfest wieder ein Volksfest im wahrsten Sinne des Wortes geworden ist

Schon der Einmarsch der Tiroler am Samstagmorgen unter den flotten Klängen ihrer Kapelle brachte echte Feststimmung in unser Dorf, die ihren ersten Höhepunkt abends beim Tiroler Heimatabend erleb­te. Was die Tiroler Gäste hier an Musik, Tanz und Gesang geboten haben, war unverfälschtes Tiroler Volks- und Brauchtum, so daß die Begeisterung der Besucher manchesmal keine Grenzen mehr kannte. Leider hat sich die Festhalle an dem Abend als viel zu klein erwiesen.

Feuerwehr und Gesangverein. Zum anderen aber nicht minder ein Verdienst der Haushaltungen, die durch unentgeltliche Bereitstellung von Quartieren überhaupt erst die Möglichkeit zur Durchführung geschaffen haben. Und dafür sei allen Haushaltun­gen an dieser Stelle recht herzlich gedankt.

Unsere Gäste aus Sellrain aber mögen mit dem Be­wußtsein in ihre Heimat zurückgekehrt sein, daß sie durch ihren Besuch hier in Eigendorf die aus kleinsten Anfängen entstandene Freundschaft zwischen Sellrain und Eigendorf noch vertieft ha­ben.

Elgendorfer Kirmesjungen spielten Fußball

Bei strahlendem Sonnenschein spielten die Kirmesjungen am Fronleichnamstag in Ei­gendorf Fußball. Gegenüber standen sich zum erstenmal der Jahrgang 51/52 und 53/- 54. Unter der Leitung des Unparteiischen, W. Gerz, hatte das Spiel einen fairen Ver­lauf.

Die Kirmesjungen des älteren Jahrgangs stürmten die ersten Minuten des Spiels pausenlos und schossen auch schon bald durch K. Müller zum 1 : o ein. Das Zu­spiel bei den Kirmesjungen des Jahrgangs 53/54 wollte einfach nicht gelingen. Fast alle Gegenstöße blieben in der gegneri­schen Abwehr hängen. So hatte die Mann­schaft der älteren Kirmesjungen leichtes Spiel. Durch einen großen Fehler der Hintermannschaft des Jahrgangs 53/54 konnte J. Dohrmann zum 2 : 0 für den äl­teren Jahrgang einschießen.

Fünf Minuten vor Schluß der Halbzeit konnte der Jahrgang 53/54 überraschend durch Tore von M. Herbst und M. Runge ausgleichen.

Nach der Halbzeit war die Mannschaft des jüngeren Jahrgangs klar feldüberlegen. Sie bestimmten von nun an das Spielgeschehen und Tore blieben nicht aus. Nacheinander schossen E. Schmidt, G. Piroth, M. Herbst und der immer weit mit aufrücken- de Libero R. Fein noch 4 Tore, so daß es 6 : 2 für die jüngere Mannschaft stand.

Kurz vor Schluß des Spiels hatte die Mann­schaft des Jahrgangs 51/52 noch eine gros­se Chance, die sie zum 6 : 3 durch J. Hö­her ausnutzte. Die Mannschaft des Jahr­gangs 53/54 hatte während der zweiten Halbzeit viele Chancen verpaßt und so blieb es beim gerechten 6 : 3 Endstand.

Das geht Eigendorf auch an!

Wenn auch die Kirmestage schon lange vorbei sind, so denken wir noch oft an die schönen Stunden mit unseren Freunden aus Sellrain/Tirol. Und so wie es bei uns ist - so ist es auch in Sellrain selbst.

Die vielen Kartengrüße und Briefe beweisen, daß man eine einmal geschlossene Freundschaft nicht einfach für Wochen und Monate vergessen kann.

Der "Boß" der Sellrainer Gäste - uns allen als "Ferdl" ein Begriff - spricht in seinem Brief vom 25.5.1970 im Namen der Musikkapelle und auch der Trachten­gruppe nochmals dem ganzen Dorf Dank und Aner­kennung aus. Dank nicht nur den Quartiergebern für

die gastfreundliche Aufnahme und Bewirtung, Dank auch für jedes freundschaftliche Wort. Noch heute gäbe es in Sellrain nur ein Gesprächsthema, nämlich die Tageserlebnisse in Eigendorf.

Aus seinem Brief zitiere ich wörtlich:

"Und so wollen wir wünschen und hoffen, daß unse­re Verbindung und Freundschaft immer wieder auf­gefrischt wird und wir immer wieder sagen.können : "Auf Wiedersehen das einemal in Sellrain und das anderemal in Eigendorf".

Um diesen Dank unserer Gäste an alle Eigendörfer weiterzuleiten, weiß ich keinen besseren Weg als den über das Mitteilungsblatt.

Abschließend zu diesem Thema möchte ich allen, so­wohl Organisation als auch allen Eigendörfern, sehr herzlich danken. Wieder einmal wurde bewiesen, daß es bei allem nicht um gewisse Persönlichkeiten geht, sondern um das Ansehen des ganzen Dorfes. Dieser Zusammenhalt und diese Einstellung hat auch in Tirol entsprechendes Echo gefunden.

Winkenbach, Bürgermeister

SG Horressen/Elgendorf: Sportfreunde Herdorf 5:1

Halbzeit 2:0. Von Anfang an stürmten die Rot- Weißen wie schon lange nicht mehr. Sie steck­ten den Gästen die Grenze und zeigten, wer die­ses Spiel gewinnen will. In der 7. Minute leistete Weiand gute Vorarbeit und spielt Decker den Ball zu, der mit dem 1:0 die Torerfolge eröffnete. In der 20. Minute erhält Ebert den Ball und in einem 18 m- Direktschuß heißt es 2:0. Nun wehren sich die Gäste von der Sieg energisch und kommen auch stärker auf. Es ändert sich nichts mehr und mit 2:0 werden die Seiten gewechselt 49. Minute: Decker Jürgen erläuft sich wieder einen Ball und schießt erfolgreich ab. 69. Minute: der sich im Strafraum freigespielte Weber wird gefoult und der Unparteiische zeigt auf den ominösen Punkt. Decker verwandelt unhaltbar zum 4:0.

80. Minute: ein Lattenschuß springt ins Feld zu­rück. Ebert bekommt den Ball und die Partie ist mit 5:0 gelaufen. Die Gäste kämpfen hartnäckig weiter, Schneckenbühl rettet in letzter Sekunde und muß verletzt gegen Bach ausgewechselt wer­den. Einige Minuten später wird auch Torwart Er­hard, der eine gute Leistung bot, ausgewechselt.

Bei einer Abwehrleistung zog er sich eine Verlet­zung zu und wurde durch Müller ersetzt. In der 85. Minute nutzt der Gäste - Mittelstürmer einen Abwehrfehler und erzielt den Ehrentreffer.

Das Torergebnis wird dem Spielverlauf gerecht, da durch zwei Pfostenschüsse und einen Lattentreffer der SG - Stürmer das Ergebnis hoch höher hätte aus- fallen können.

Die Leistung der gesamten Mannschaft war gut und voller Elan.

SV Heimbach : SV Horressen 1:2

Halbzeit 1:2. Mit dem Sieg gegen Herdorf aber ohne Mittelstürmer Normann fuhr man in etwas gedrück­ter Stimmung an den Rhein. Konnte hier ein Siege geholt und somit der Klassen - Erhalt sichergestellt werden ? Das war die große Frage in der Reihe der Mannschaft und der Verantwortlichen. Aber auch hier in Heimbach zeigte die Mannschaft, daß sie kämpfen kann. Durch ein gutes Spiel und Tore von Ebertz und Normann Hans Werner wurde diese Par­tie mit einem Gegentor bei 2:1 gewonnen. Mit zwei - ja, den wichtigsten - Punkten der Saison kehrte man ins Vereinslokal zurück. Bei einem Essen und ei­nem kleinen Umtrunk saß man noch einige Zeit ge­mütlich zusammen, um diesen Sieg gebührend zu fei­ern.

Am nächsten Sonntag spielen SG. Horressen / Eigen roth , SG. Horressen II in Montabaur und SG. Horres­sen / Eigendorf III gegen Wölferlingen.