Ausgabe 
21.5.1970
Seite
188
 
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RUND UM MONTABAUR Nr. 12/21/70/10

MONTAG, 25.5.1970

19.30 Uhr, Amt für Johann Endlein, bestellt vom Rosenkranzverein

MITTWOCH, 27.5.1970

19.30 Uhr, in der Pfarrkirche: Vorabendmes­

se für Fronleichnam: Amt für Ehe­leute Wörsdörfer und Söhne

DONNERSTAG, 28.5.1970 (Fronleichnamsfest) 7.00 Uhr, Amt für Christian Schmidt, da­nach Fronleichnamsprozession

SAMSTAG, 30.5.1970

19.30 Uhr, Samstagabendmesse als Sonntags­

messe: Amt f.d. Gefallenen Willi Gerl ach

SONNTAG, 31.5.1970

10.30 Uhr, Amt für die Lebenden und Ver­

storbenen der Familie Werner Sturm

13.30 Uhr, Andacht zu Ehren der Mutter

Gottes

Die Firmung am 4.6. beginnt bereits um 16.oo Uhr!

PRÜFUNG BESTANDEN

Anton Sprenger aus Ruppach hac seine Piü fung als Maurerpolier bestanden.

"Rund um Montabaur" gratuliert!

Blick vom "Berg" über Goldhausen in Richtung Ruppach.

Stahlhofen

Kommt die Mehrortsgemeinde Stahlhofen ?

Einigkeit macht stark. - Vorschläge für einen Zusammenschluß

- hh - In etwas mehr als eineinhalb Jah­ren ist es bei den kleinen Gemeinden unter 300 Einwohnern soweit: Sie müssen sich Zusammenschlüssen oder sich einem Grösseren anvertrauen. Das gilt auch für Stahlhofens Nachbargemeinden Daubach mit 245 Einwohnern und Ettersdorf mit 145 Einwohnern, Untershausen aber wird,

wenn nicht widrige Umstände eintreten soll­ten, über der 300-Personen-Grenze lie­gen,

Stahlhofen natürlich Mittelpunkt

Das Kirchdorf Stahlhofen, mit 450 Einwoh­nern die bei weitem grösste unter Jen relativ kleinen Gemeinden, böte sich bis zum Übergang zur Grossgemeinde Monta­baur als natürlicher Mittelpunkt an. Direkte, jeweils etwa 1 km weite Strassenverbindun- gen führen zu den Nachbarorten.. Mit dem Pfarrsitz, einer Grundschule, einem grossen Gemeindehaus und verschiedenen Geschäfts­und Gewerbebetrieben besitzt die Gemeinde gewisse zentralörtliche Einrichtungen,

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StahlhofenerWirren"

Gewisse Vorbehalte hegt man jedoch in den Nachbardörfern, weil in der Vergangenheit in Stahlhofen keineswegs alle an einem Strick zogen. Nicht ohne Grund wird daher der ge­wiss sehr tüchtige Bürgermeister Bleking im vergangenen Jahr seine gutgeführte Ver­waltung und damit den "begehrten Bürger­meistertitel" abgegeben haben.

Es würde sicherlich nicht dem gewollten Zusammen wachsen der Dörfer rings um Stahlhofen dieniieh sein, wenn hier, wie es in einem leider anonym veröffentlichten Leserbrief vorgeschlagen worden ist, eine Chronik der Schwierigkeiten pufgestell:: wür­de, gegen die ein Stahlhofener Bürgermeister anzukommnn hatte. Das wird wohl auch mit ein Grund gewesen sein, warum man unter 450 Stahlhofenern lange Zeit vergeblich einen Bürgermaisterkaadiduten suchte und sich notgedrungen, was wohl einmalig im Unter- westerwaldkreis ist, vom Bürgermeister einer kleinerenNachbargemeinde mitverwal­ten lassen musste. Wellen wir hoffen, dass mit der tatkräftigen Unterstützung von Alt­bürgermeister Bicking die Verwaltung von Bürgermeister P-hl den Nachbargemeinden Anreize zum MiUnuchcn geben wird,

Mehrortsgemeinde Stahlhofen erstrebenswert

In dem Beitrag "Was passiert, wenn man uns schluckt?" hatten wir berichtet, Etters­dorf tendiere zur Eingemeindung nach Monta­baur, Daubach aber zeige sich unentschlos­sen. Beide Gemeinden aber müssen sich entscheiden, Hier böte sich die gute Lösung einer Mehrortsgemeinde Stahlhofen an. 01 sich diese dann "Stahlhofen" oder möglicher­weise auch "Gelbachhöhe" bezeichnen wür­de, ist zweitrangig.

So wie bereits jetzt manche Gemeinde er­wägt, sicli einer anderen freiwillig anzu- schliessen, so müsste es auch für Unters­hausen erstrebenswert sein, sich dieser starken Mehrortsgemeinde anzusclillessou, die damit rund 1150 Einwohner zählen würde Damit könnte sie in der Verbandsgemeinde Montabaur einen gewichtigen oder zumin­dest doch gleichrangigen Platz gegenüber den anderen verbandsangehörigen Gemeinden einnehmen. Ein selbständiges Untershausen aber wäre die kleinste aller Gemeinden. Bestünden nicht konfessionelle Unterschiede und geschichtliche Bindungen, so würden sich wahrscheinlich auch die drei Dörfchen Is­selbach, Giershausen und Ruppenrrl ansehliessen, die insgesamt 340 Einwohner zählen und nun eine neue Gemeinde bilden wollen, Ruppenrods Angliederung an Stahl­hofen war vorgesehen, aber von der dorti­gen Bevölkerung abgelehnt worden,, Jeden­falls läge Stahlhofen in der Verbandsge­meinde Montabaur für diese Dörfer günsti­ger als Holzappel in der Veroaadsgemoi br Diez. Zudem würde der eigenartige Grenz- verlauf zwischen Unterwesterwaldkreis und Rhein-Lahn-Kreis bereinigt und Jas Gelbachtal bis Dies ganz zum Unterwe- sterwaidkrels kommen,

In allen Bereichen des Lebens strebt mar heute aus Racionalisierungs- und Zweck­mässigkeitsgründen Zusammenschlüsse an Ein starker, leistungsfähiger Mittelpunktbe­reich Stahlhofen würde sich daher nur zum Vorteil für alle Beteiligten auswirken, In den Vorbesprechungen würden sich sicher­lich Mittel und Wege finden, ln allen strit­tigen Punkten einig zu werden, Noch aber haben ln dieser Richtung keinerlei Vorbe­sprechungen stattgefunden. Es wäre woiil