RUND UM MONTABAUR Nr. 12/21/70/3
FOTO-MEISTER
MONTABAUR, Elisabethenstr. 16
Die Teilnehmergebühr beträgt für 2 Semester (= 1 Jahr) 100.-- DM. Der Betrag kann in 2 Raten zu Beginn jedes Halbjahres bezahlt werden.
Die Kreis-VolKshochschule bittet alle Interessenten, sich umgehend bei dem Geschäftsführer der Kreis-Volkshochschule, Kreisoberinspektor Heibel im Landratsamt, Schulabteilung, in Montabaur, Bahnhofstr. 51, I. Stock, zu melden, der auch weitere Auskünfte erteilt (Telefon 02602/1021, Apparat 19).
Früher gab es mehr kirchliche Feiertage
Am 27. November 1778 erliess der regierende Graf von Westerburg, Georg Karl Ludwig von Leiningen, eine Verordnung über die Abschaffung der hergebrachten halben Feiertage und die Festsetzung der künftighin zu feiernden halben oder ganzen Feiertage. Aus dieser lässt sich erkennen, dass früher in der Grafschaft Westerburg bei weitem mehr kirchliche Feiertage gehalten wurden, als das heute der Fall ist.
In der Verordnung heisst es u.a.: "Nachdem Wir bisher missfällig wahrgenommen haben, dass die hergebrachte halbe Feyer Tage meistenteils nur unter Versäumung des öffentlichen Gottesdienstes mit äusser- lichen Geschäften oder gar mit Müssiggang, Spielen und mancherley Ueppigkeiten zugebracht werden, dass Wir daher zur Abstellung allen ferneren Missbrauchs solcher Tagen, nach dem Beyspiel anderer und darunter auch der benachbarten Evangelischen Herrschaften und Landen uns bewogen gefunden haben, folgende eingehen zu lassen, nämlich: die dritte Feiertage von Weihnachten, Ostern und Pfingsten, alle Aposteltage sowie die Tage der Reinigung (2. Febr.) und Heimsuchung Mariä (2, Juli). Als ganze Feiertage wurden in der Grafschaft Westerburg von jetzt ab nur noch gehalten: alle Sonntage, die beiden Weihnachtsfeiertage, die beiden Osterfeiertage, die beiden Pfingstfeierlage, Neujahr, das Erscheinungsfest (6. Januar) und der Tag der Verkündigung Mariä (25. März), ferner der Karfreitag, das Michaelisfest und das Himmelfahrtsfest.
Der Gründonnerstag und die monatlichen Bettage wurden von da ab in der Grafschaft Westerburg nur noch als sog. "halbe" Feiertage begangen.
W.K.
PFADFINDERSCHAFT ST. GEORG Großes Kinderfestzu Gunsten Napalmgeschädigter Kinder aus Vietnam
Am Nachmittag des Fronleichnamstages veranstaltet die Pfadfinderinnenschaft "St. Georg" Montabaur, ein grosses Kinderfest auf dem Schulhof der Josef-Kehrein-Schule.
Wir beginnen um 15,oo Uhr mit einem Märchenspiel: "Die Hasenprinzessin", ln der Aula der Volksschule. Dieses Märchenspiel wird um 17.oo Uhr wiederholt.
Zwischendurch wird den Kinder Gelegenheit gegeben, sich an Wettspielen wie Eierlaufen usw. zu beteiligen. Ausserdem werden eine Losbude, ein Verkaufsstand für Wundertü
ten, Stände zum Büchsenwerfen und Ringwerfen zur Unterhaltung der Kinder berait- stehen.
Fast alle Gewinne wurden von den Mädchen in vielen Stunden gebastelt. Die restlichen Gegenstände sind grosszügige Spenden ein-
Jahreshauptversammlung des Vereins zur Pflege der heimatlichen kath. Kirchen Montabaur
Viele werden diesen Verein kaum kennen, da er im Jahre 1953 bereits gegründet wurde und als Geschenk dem Pfarrer zu seinem Silbernen Pries terjubiläum überreicht worden ist. Ursprünglich war geplant, ihn drei Jahre bestehen zu lassen und dann über seinen Weiterbestand oder seine Auflösung zu beschliessen. Da sich aber immer wieder neue Aufgaben für den Verein anboten, dachte niemand mehr an Auflösung. So besteht der Verein jetzt bereits 17 Jahre, Wer die Kirche vor 1953 in Erinnerung hat und sie mit der heutigen Kirche vergleicht, wird zugeben, dass gewaltige Verschönerungen, künstlerische Umgestaltungen und liturgisch notwendige Neuerungen das Bild der Kirche vollständig verändert haben. Aber auch der Erhaltung und Verschönerung der anderen Kirchen und Kapellen hat der Verein seine Aufmerksamkeit gewidmet und schliesslich durch eine Satzungsänderung zum Neubau der Kindergärten beigetragen. So sind bis zum heutigen Tag durch die Mitgliederbeiträge und freiwillige Spenden 293.000,— DM aufgebracht worden.
Auf der Tagesordnung der diesjährigen Jahreshauptversammlung stand neben den üblichen Berichten und der Neuwahl des Vorstandes eine Beschlussfassung über Auflösung oder Fortbestand. Es wurde beschlossen, dass noch einmal eine Befragung bei allen Mitgliedern stattfinden soll. Die wenig erschienenen Mitglieder waren alle für Fortbestand des Vereins,
Schliesslich wurde für die lebenden und ++ Mitglieder des Vereins die Stiftung einer
zelner Firmen.
Die Eltern können bei Kaffee und Kuchen - beides wird es zu kaufen geben - dem Treiben ihrer Kinder zuschauen.
Der Erlös aus diesem Fest soll Napalmgeschädigten Kinder aus Vietnam zukommen.
Jahresmesse beschlossen.
Breidling - Dekan
Aus dem Polizeibericht
Die Beamten des Gendarmerie-Kommandos hatten über die Pfingsttage keinen leichten Dienst. Sie mussten 18 Unfälle bearbeiten, wobei zwei Erwachsene und ein Kind tödliche Verletzungen erhielten. In 5 Fällen musste eine Blutprobe entnommen werden.
AUF DEN ROTEN BOCK
beginnt am 16. Mai die Jagd. Doch vorher überprüft der gewissenhafte Jäger sich selbst und seine Büchse für das neue Jagdjahr. Aus diesem Grunde hielt der Jägerstammtisch Montabaur am Samstag, dem 9. Mai, auf der Bundeswehrschiessanlage im Stadtwald unter der Schirmherrschaft von Herrn Oberstleutnant W ö r p e 1, Kommandeur des Rak.Bat. 350 Montabaur, und der kameradschaftlichen Unterstützung von Herrn Hauptmann Major und Herrn Hauptfeldwebel Krause mit seinen Mannen, sein diesjähriges Einschiessen der Büchsen, verbunden mit einem Tontaubenschiessen ab. Bei herrlichem Frühlingswetter erlebten die Teilnehmer, unter denen sich auch Herr Hegeringleiter Forstamtmann J a s p e r t befand, in dem maigrüneri Wald einen wunderbaren Nachmittag. Die Kameraden der Bundeswehr gaben den Jagdkameraden Gelegenheit die neuen automatischen Waffen kennenzulernen und auch auszuprobieren. Auch das Pistolenschiessen wurde eifrig geübt. Beim Tontaubenschlessen merkte man die lange Winterruhe. Daher werden in nächster Zeit öfter Übungsschiessen abgehalten werden. Im Anschluss an das Schiessen
Der Kinderspielplatz beim Altersheim wird jetzt schon wieder gut besucht. Kein Wunder, wenn die Sonne so schön lacht.
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