RUND UM MONTABAUR Nr. 1 1/20/70/8
zeitigen Gemeindevertretung war jedenfalls eine klare Antwort hierzu nicht zu erhalten.
Es soll nunmehr in einem weiteren^ sprach versuch 1 werden, wenigstens einige Erleichterungen für die Dorfbevölkerung zu erreichen.
Wesentlichster Teil der Verhandlungen mit dem Ausschuss der Stadt Montabaur waren jedocii die Investitionswünsche der Gemeinde Horressen. Die Verhandlungen hatten damit bereits ihr entscheidendes Stadium erreicht. Zwar wurde über Einzelheiten noch nicrit gesprochen. Man steckte vielmehr zunächst einmal die beiderseitigen üussersten Grenzen ab. Und hier kann bereits heute gesagt werden, dass die Stadt Montabaur zu einem Entgegenkommen bereit ist.
Wie weitgehend dieses Entgegenkommen sein wird, muss sich zeigen, wenn die Gemeindevertretung in der nächsten Sitzung ihren detaillierten Investitionsplan aufgestellt hat und dieser im Stadtrat beraten worden ist. Unter Umständen könnte dann bereits an die Ausarbeitung vertraglicher Regelungen herangegangen werden.
Nach Verhandlungen, die sich über ein hal
bes Jahr hinzogen und bei denen teilweise zunächst unüberwindbare Schwierigkeiten auftraten, konnte der Bürgermeister der Gemeindevertretung nunmehr ein Angebot der Firma Wagner aus Oberlahnstein zur Einführung der staubfreien Müllabfuhr vorlegen. Dieses Angebot beinhaltet die wöchentliche Müllabfuhr auf die Mülldeponie in Bannberscheid und eine Sperrgutabfuhr im Monat zu einem überaus günstigen Preis. Der gemeindliche Müllplatz müsste demnach für Haus- und Sperrmüll gesperrt werden. Es könnten lediglich noch zu bestimmten Zeiten Bauschutt, Erdaushub und Gartenabfälle angefahren und abgelagertwerden.Nach eingetiender Prüfung des vorgelegten Angebots beschloss die Vertretung die Einführung der staubfreien Müllabfuhr zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Der Bürgermeister wur de zur Ausarbeitung eines Vertragsentwurfs sowie eines Satzungsentwurfs beauftragt.
In diesem Zusammenhang ist auch einiges zu dem letzten Artikel im Nachrichtenblatt zu sagen, in dem die Zustände auf dem derzeitigen Müllplatz angeprangert wurden. Die obigen Darlegungen zeigen, dass die Gemeindevertretung und der Bürgermeister
durchaus nicht die Augen vor diesem Problem verschlossen und geschlafen haben, son dern dass sie vielmehr alles erdenkliche getan haben, um geordnete Verhältnisse ln einer ver lältnismässig kurzen Zeit einzuführen. Erschwerend kamen in diesem Jahr der lange Winter und das überaus nasse Frühjahr hinzu, die den Platz zeitweise unbenutzbar machten. Es sei aber darauf hingewiesen, dass ein ähnlicher Zustand seit Jahren besteht. Es muss deshalb geiragt werden, weshalb der Schreiber des Artikels sich erst jetzt an die Öffentlichkeit wendet, nachdem der Platz in der Vergangenheit verschiedentlich durch die Bewertungskommission "Unser Dorf soll schöner werden" beanstandet worden ist und dem Schreiber des Artikels ausserdem bekannt war, dass die Gemeindevertretung in ihrer nächsten Sitzung die Einführung der staubfreien Müllabfuhr beschlossen werden.
Spielten in der Vergangenheit etwa parteipolitische Rücksichtnahmen eine Rolle?
Dass die derzeitige Gemeindevertretung und der Bürgermeister ehrlich und ernsthaft zur Einführung geordneter Verhältnisse ent-
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