Ausgabe 
24.4.970
Seite
132
 
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RUND UM MONTABAUR NR. 8/17/70/16

29.4. MITTWOCH

18.30 30-Tage-Amt für Maria Elisabeth Mies

30.4. DONNERSTAG

7.30 Hl. Messe für Lebende und Verstorbene der Familie Christian Mies

14.00 Brautamt Reusch ; Stephan

1.5. HERZ-JESU- FREITAG (JOSEF, Mann der Arbeit)

8.00 Uhr Amt für Paul Merzig; anschl. Er­öffnung der Maiandachten

19.30 Uhr Amt in Ettersdorf

2.5. HERZ-MARIÄ- u. PRIESTER-SAMSTAG

7.30 Hl. Messe für Johann Meurer und Ehefr. 16.00 Beichte

3.5. 5. Sonntag nach Ostern

7.30 Frühmesse 10.00 Hochamt

AMTLICHE BEKANNTMACHUNG

Im Mai 1979 wird nach dem Gesetz über die Volks-, Berufs- und Arbeitsstättenzählung (Volkszählung 1970) vom 14.4.1969 (BGBl. I S. 292 ) eine Volks- und Berufszählung sowie eine Zählung der nichtlandwirtschaftlichen Ar­beitsstätten und Unternehmen (Arbeitsstätten­zählung) durchgeführt. Stichtag dieser Erhebung ist der 27. Mai 1970.

Die Durchführung der Zählung steht unter der Leitung des Statistischen Landesamtes. Die Ge­meinden führen die Zählung im Auftrag des Landes durch. Der Bürgermeister ist als Zäh­lungsleiter bestellt und bestellt seinerseits die für die Durchführung der Erhebung benötig­ten Zähler.

Die Tätigkeit der Zähler ist grundsätzlich ehren­amtlich. Nach dem Gesetz kann jeder Deutsche im Alter von 18 bis 65 Jahre als Zähler ver­pflichtet werden. Die Zählertätigkeit darf nur aus wichtigem Grunde abgelehnt werden.

Für die Geheimhaltung und für die Folgen der Verletzung dieser Pflicht gelten die §§ 12 und 13 des Gesetzes über die Statistik für Bundeszwecxe vom 3.9.53 (BGBl. I S. 1314). Daneben kann sic* die Verpflichtung zur Ver­schwiegenheit aus § 22 Abs. 1 der Gemeinde­ordnung ergeben. Die Zähler erhalten einen Ausweis, mit dem sie sich den Auskunfts­pflichtigen gegenüber auf Verlangen ausweisen können.

ÄRZTLICHER SONNTAGSDIENST

Stahlhofen - Welschneudorf Dr. med. Staudt, Stahlhofen

Bis ungefähr 1800 war sie noch in Betrieb, ge­hörte dem damaligen Bürgermeister Löhr von Montabaur und konnte, wie man erzählt, zwei­mal im Jahr schmelzen. Steinkohlen gab es hier damals noch nicht, und man kann sich also vor­stellen, welche ungeheuren Mengen Holzkohlen in damaliger Zeit verbraucht wurden.

Davon zeugen noch die zahlreichen, kreisrund eingeebneten Flächen in den Wäldern, auf de­nen einst Kohlenmeiler brannten. Nebm Erzen aus den Hübinger Silberstollen und der Winde- ner 'Silwuch' wurden hier Erze aus dem Berg­werk in der Goß verarbeitet, deren Abraumhal­de noch zwischen den beiden Teichen im Hoch wildschutzpark erkenntlich ist.

In damaliger Zeit war im Buchfinkenland fol­gendes Wortspiel geläufig:

'In Hübingen d' Weis, in Horbach d' Schwoaz, in Gackenbach d' Ruth, in Kirchähr d' Dud.

Im Zecherhaus dot Brut.'

'Weis, Schwoaz' und 'Ruth' waren Persönlich­keitsbezeichnungen, deren beide erste sich bis auf den heutigen Tag erhalten haben. Die Be­zeichnung 'in Kirchähr d' Dut' ist leicht er­klärlich, da ja jahrhundertelang alle Toten des Buchfinkenlandes um das Kirchlein in Kirchähr begraben wurden. Im 'Zecherhaus Buckerig' deckten damals die Arbeiter, die nicht Selbst­versorger waren, ihren Bedarf an Brot ein.

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UNTERSHAUSEN Randstreifen nicht befahrbar!

Das mußte sich ein Lkw-Fahrer aus Nieder­elbert sagen lassen, der auf der Straße zwischen Holler und Untershausen auf den Randstreifen ge­riet und bis zur Achse im Schlamm versank. Nur mit Hilfe eines schweren Lkw's konnte er heraus­gezogen werden.

Bat all passiert

Apollo-Landung gäng ganz glatt, bat hät mer einmol Angst gehat.

Die Baundesbahn hat 'Offene Tür'

En Kassel arisch hart et wür.

See-Manöver Moskau macht.

Bei 'Contergan' würd nau geblecht.

Yoko Ono, Beatle -Weib schreift Pop-Musik zom Zeitvertreib.

Roy Black jo 'Höllerich' häße deit.

Die Barnards Babs ö Kindche kreit.

Die Schalker spülten ohne Witz, dröm dröckte mer dene zo Krütz.

Jockel Fuchs net kandidiert.

Russ Atom- U-Boot verliert.

Die DDR, die mächt sich da, es schwer präsent en Afrika Junge Ärzt solln jetzt ofd Land.

Ob Haller spült, es onbekannt.

Lawine-Katastroph hält an.

Ob Wien die Rüstung bremse kann?

Die Gummersbacher han gewönne.

Luftpiraten-p a || erfonne.

ön Frau aus Tutzing dreimol duut.

Die Bleivergeftung wär akut.

Mode 'knieumspielend' söht.

Kuli käne Sex-Film dräht.

Secher wär, bat ausprobiert,

ber ihrscht geküßt - dann Auto führt.

Die Buba 'Offen e Tür' gehat.

Müchens Vogel hät es satt.

Gymnasiaste die noh England führe, wandelten of Shakespeares Spure.

Dat Klaue alsfart weirer giht. vill Enbrüch hei em Kreisgebiet.

Die Landesbühne es om Damm, et stöhn Max Frisch och em Programm. Die LG. Westerwald , mer hürt, beim DLV ganz vür rangiert.

Weil Loft on Wasser voller Schmutz, tagt wirrer mol 'Landschaftsschutz'.

En Liechtenstein Roulett gesprengt.

Bat os die nächste Woch wohl brängt ?

Egon Gräuel.

RUPPACH - GOLDHAUSEN

St. Wendelinuskapelle

In diesem Jahr soll die Wendelinuskapelle weiter renoviert werden. Vorgesehen sind: Ausfugung des Fundamentes, neue Vergitte­rung der Fenster und ein neuer Fussboden. Da die Mittel für dieses Vorhaben nicht ganz ausreichen, sind wir für die kleinste Spende dankbar.

Leider wurde die Kapelle in der vergangenen Woche, wie schon des öfteren, von Unholden heimgesucht. Bierflaschen, herausgeschla­gene Fensterscheiben usw. sind Zeugen von dem Geschehen.

Ich bitte die Eltern von Jugendlichen der hiesigen wie der Nachbargemeinden, mitzu­helfen, dass dieses nicht mehr vorkommt. Ei­ne polizeiliche Nachforschung und deren Fol­gen wären sonst nicht zu umgehen.

'Im Zecherhaus Dot Brut

An der Mündung des Seelbachtals in das Ling- singer Bachtal stehen noch oberhalb Dies in der Gemarkung Hübingen die Kernmauern einer Schmelzhütte, 'Buckerig' genannt.

Unser Bild zeigt einen Ausschnitt vom Altennachmittag in Ruppach-Goldhausen Für einige frohe Stunden vergaßen die älteren Bürger dieser Gemeinde die großen und kleinen Sorgen des Alltags. Die Heimatzeitung RUND UM MONTABAUR wünscht, daß ihnen der Wein noch viele Jahre schmecken möge! DANN PROST !

JMM'