Ausgabe 
24.4.970
Seite
126
 
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UNSER SONNTAGSSPAZIERGANG RUND UM DEN HEILIGENROTHER KOPPEL

.Koppel

Heiligem*

RUND UM MONTABAUR NR. 8/17/70/8

1. Vorsitzender Alex Foerster

Z Vorsitzender Uwe Volkmann

1. Geschäftsführer Hermann Schlosser

2. Geschäftsführer Edgar Stendebach

1. Kassierer Ewald Heuchemer

2. Kassierer Heinz Maerten

Beisitzer Ludwig Heibel

Beisitzer Hubert Wienand

Beisitzer Guido Paul

Fußballobmann Hermann Josef Nebgen

Fußballjugendobmann Georg Phillippi Turnwart Helmut Denker

Turnwartin Frau Homann

Jugendturnwart Detlef Plutowski

Leichtathletikobmann Albert Gram

Leiter der Schwimmabtlg. Josef Sander Jugendleiter der Schwimm­abteilung Uwe Schönberg

Ein Tischtennisobmann wurde nicht gewählt, da der Spielbetrieb der Tischtennisabteilung z. Zt. immer noch ruht.

Anträge gern. § 12 der Satzung lagen nicht vor.

Der 1. Vorsitzende dankte nochmals allen erschie­nenen Mitglieder für ihr Kommen und schloß gegen. 17.15 Uhr die Versammlung.

BÜRQER- UND QEWERBEVEREIN e. V. MONTABAUR

Einladung zur Jahreshauptversammlung am Mittwoch, dem 29. April 1970,

20.oo Uhr, im Kolpinghaus

- TAGESORDNUNG -

1. Geschäftsbericht für das Vereinsjahr 1969/70

2. Kassenbericht des Kassierers

3. Prüfungsbericht der Kassenprüfer

4. Entlastung des Vorstandes

5. Kommunalgeschehen in und um Montabaur, Mitbürger fragen, Bürgermeister Mangels ant­wortet

6. Verschiedenes, Wünsche und Anträge

Die Einladung zur Jahreshauptversammlung erfolgt nach § 6 Ziff. 1 u. 4 der Satzungen. Beschlußfähig­keit ist daher auf jeden Fall gegeben.

Wir bitten alle Mitglieder an dieser Jahreshauptver­sammlung teilzunehmen.

Die Anwesenden können die Gelegenheit wahrneh­men, sich über das kommunale Geschehen in und um Montabaur, welche in naher Zukunft ablaufen soll, durch die Aussprache mit Herren Bürgermeister Mangels zu informieren. Wir hoffen, daß dieses The­ma unsere Mitglieder interessieren wird und sie die­ses Interesse durch ihre Anwesenheit bekunden.

Bitte merken Sie sich den Termin vor.

SACHSCHADEN

MONTABAUR. PKW - Fahrerin befuhr die Freiherr

- v. - Stein - Straße und wendete ihr Fahrzeug In der Einmündung zur Herzog - Adolf - Str. Nach dem Wendemanöver kam es zu einem Zusammenstoß mit einem PKW, der die vorfahrtsberechtigte Fhr. - v.

- Stein - Straße in Richtung Stadtmitte befuhr. Personen wurden keine verletzt. Es entstand Sach­schaden.

KANALDECKEL SCHLUG UM

MONTABAUR. PKW - Fahrer befuhr in Montabaur die Hohestr. in Richtung Bahnhof. Beim Überfahren eines Kanaldeckels schlug dieser um und beschädig­te den PKW,- Personen wurden keine verletzt. Es entstand geringer Sachschaden.

MONTABAUR. Durch den o.g. Kanaldeckel, der verzogen war und nicht richtig in der Einfassung lag, wurde um 12,30 Uhr, ein weiterer PKW beschädigt. Die Gefahrenstelle wurde von der Stadtverwaltung Montabaur beseitigt.

- mh - Wenn wir mit dem Auto ankommen, so fahren wir ln den untersten Ortstell von Helligenroth und parken auf dem Platz Jenseits des Ahrbachs.

Unser Spazierweg führt hier talwärts an der Pension der Knelpp-Mühle (früher Sa* bels-Mühle, auch Flucks-Mühle) vorbei.Nach gut 500 m erreichen wir ein Kerbtälchen. Der befestigte Weg hört hier auf. Auf der anderen Seite steigen wir Im Hang des Pfaffenbuschberges dieses Tälchen hoch.Nun gehen wir Immer geradeaus, bis wir auf der Höhe die Tongrubenhalde und die ersten Häuser von Grossholbach vor uns sehen. Dort hört unser Wiesenweg auf. Wir bie­gen nach links und wandern an den Apfel­bäumen vorbei zum Wald.

Von hier bietet sich ein schöner Ausblick auf die Montabaurer Senke und die Monta- baurer Höhe. Montabaur Ist teilweise zu erkennen. Nach Süden hin ragen die Glp* fei des Wengenfrenzer Kopfes an der Auto­bahn, des Bomkastens und sogar des Höchstes bei Holzappel über die Hochfläche.

Wir folgen nach links dem Waldrand, bis wir nach etwa 500 m zwei Ruhebänke er- '

Ernst Weckerling, ein Tiermaler aus Montabaur

Dem von allen Bevölkerungskreisen Montabaurs so geschätzten und hochverehrten Dekan Ernst Weckerling wurde am 28. August 1877 zu Montabaur sein Sohn Emst geboren. Mit ihm wurde dem alten Musenstädtchen Montabaur, das man mit so viel Recht das 'Westerwald­athen' nennt und das an Söhnen, welche die Musen mit besonderen Gaben bedachten, wahr­haft reich gesegnet ist, eine Künstlerbegabung seltener Art geschenkt: Ernst Weckerling wurde ein Tiermaler.

Schon früh betätigte er sein Talent als Zeich­ner, seine große Liebe zu den Tieren be­stimmte seinen Lebensweg. Bei Professor Weis­haupt in Karlsruhe erlernte er bestes Können; das Studium in Düsseldorf vermochte ihn weni­ger zu befriedigen. Er arbeitete mit seltenem Fleiß unentwegt und war und blieb vor allem auch ein glänzender Zeichner. Auch der Sinn für Farben erwies sich bei ihm als ausgezeich-

reichen. Dort biegen wir rechts ln den Wald ein. Sollte das Gras zu hoch sein, hätten wir auch lm Wald einen Parallel­weg wählen können. Hinter dem Fichten­wald lohnt sich an den Ruhebänken ein 400 m Abstecher zum Steilhang des Kop­pels oder auch Mühlberges ( 292 m hoch, 7Q m über dem Talboden) mit schöner Aussicht auf Helligenroth und die Monta­baurer Senke.

Sonst aber gehen wir ln dem Grabentäl- chen rechts stell abwärts. In Höhe der Schlotmühle (Jetzt Kleins-Mühle) erreichen wir wieder das Ahrbachtal.

Unterhalt liegt unser Parkplatz.

Wegstreckt: 3 bis 4 km Gesamte Steigung: 90 m Wegeverhältnisse: Bel nasser Witterung nur bedingt zu gehen. Talweg befestigt. Sonst übliche Feld- und Wiesenwege mittlerer Qualität. Verhältnismässig steiler Anstieg und sehr steiler Abstieg.

Merkmale: Abwechslungsreich durch Tal- und Höhenwege, Sehr schöne Aussicht vom Mühlberg.

net entwickelt. Dem seiner Zeit entsprechenden Kunstprinzip gemäß strebte er in seinen Zeich­nungen treue, lebendige Wiedergabe dessen an, was er sah. Den Wald, die Jagd liebte er über alles. Wie hätte das bei einem geborenen Mon­tabaurer anders sein können I Emst Weckerling war von schwächlicher Ge­sundheit. Schon als Kind wurde er oft von Bronchialkatarrhen heimgesucht. Nach der Ab­leistung seiner einjährigen Militärdienstzeit trat dazu bei ihm ein chronisches Nierenleiden auf, hierzu kam wiederholt Rippenfellentzündung Die Arzte mußten ihm einen dauernden Auf­enthalt in heißem, trockenem Klima anraten, das allein seinem Leben eine gewisse Dauer gewährleisten konnte. So lebte Ernst Wecker­ling seit dem Herbst 1902, also von seinem 25. Lebensjahr ab, in Algier und kam nur alle zwei bis drei Jahre im .Hochsommer eini­ge Monate nach Deutschland und in seine Heimat zurück. Mit seiner Kunst lebte er sich ganz ein in die algerische Landschaft und in ihre Tierwelt. In der Kabylie, in Biskra el Kantara und vor allem in Bou Saada am