Ausgabe 
16.4.1970
Seite
108
 
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Studienfahrt nach Italien

Die Volkshochschule Montabaur unternahm in der Zeit vom 24. März bis 3. April unter Leitung von Herrn Oberstudienrat Dr. Josef Wenzel eine Studienfahrt nach Italien. Über Freiburg, Basel, Luzern, Lugano und Florenz führte der Weg nach der "Ewigen Stadt Rom". Hier verweilte die Reisege­sellschaft 5 Tage und hatte Gelegenheit unter sachkundiger Führung das Rom der Antike, der Renaissance und der Neuzeit zu be­sichtigen und kennen zu lernrn. Hatten schon die oberitalienischen Städte mit ihren Kunst­schätzen und Baudenkmälern einen grossen Eindruck auf die Fahrtteilnehmer gemacht, so wirkte Rom geradezu erdrückend. Doch der Höhepunkt der Fahrt war die Feier der Papstmesse am, ersten Ostertag vor dem Petersdom, die die Reisegesellschaft in un­mittelbarer Nähe des Papstes erleben durf­te. Auf dem Heimweg kam man noch nach Assisi, Riccione, Rimini, Pesaro, nach der Lagunenstadt Venedig und weiter durch die Dolomiten nach Bozen. Von dort verlief die Fahrt über den Brenner nach Innsbruck, Nürnberg, Frankfurt/Main, um nach glückli­cher Reise abends wieder in Montabaur zu endigen. Es war eine herrliche Fahrt und ein einmaliges Erlebnis, wofür Bürger­meister a.D. Kraulich im Namen der ganzen Reisegesellschaft Herrn Oberstudienrat Dr. Wenzel recht herzlich dankte.

Am Freitag, 24.4.1970 gastiert die Landes­bühne in Montabaur mit

BIOGRAFIE"

Was geschieht, wenn man die Wahl hat, sein Leben noch einmal zu leben? Wird man es wesentlich ändern, wird man seine Fehler in der zweiten Version vermeiden können? In Max Frischs "Biografie" hat Kürmann die Wahl: sieben Jahre "Ehehöl­le" werden noch einmal erlebt. Mehrfach versucht Kürmann seinem Leben eine andere Wendung zu geben, mit zusammengebtssenen Zähnen gewissermassen: aber es geht nicht, das Unausweichliche bleibt auch beim zweiten Mal unveränderlich.

Resigniert Max Frisch, so könnte man fragen, glaubt er nicht an die Möglichkeit einer Ver­änderung? Ist für ihn nicht einmal der Bereich des Privaten, wenn schon nicht die Weltgeschichte, unveränderlich?

Ein Autor, dessen Weltruhm vor allem durch zwei politische Parabeln, den "Biedermann und "Andorra" begründet ist, könnte vor­schnell dem zeitgenössischem Vorwurf aus­gesetzt werden, er ziehe sich ins Private zurück, wenn seine Versuchsanordnung eigentlich am stärksten und immer beherr­schender das zwangsläufige Scheitern von Liebe und Ehe vorführt . . . dieser Vor­wurf übersieht, dass die "Biografie" ganz nebenbei eine glänzende Analyse der Ober­flächlichkeit politischer Eindrücke gegen­über den privaten Sensationen enthält. Frisch ist auch da ein illusionsloser, hartnäcki­ger Frager, der aufgedeckt, wieviel stär­ker wird von dem bewegt werden, was in den Augen der Gesellschaft irrelevant ist, und wie die grossen politischen Ereignisse von unserer Biografie an die Peripherie geschoben werden. Ja, das Stück führt vor, wie die scheinbar politischsten, am wenig­sten privaten Überzeugung und Entscheidun­gen Bestandteil der Privatbiographie sind, öffentliche Mittel zum persönlichen Zweck. "(Hellmuth Karasek)

Max Frisch hat sein Stück als "Komödie gemeint". Der Zuschauer kann sich in Kür­mann wiedererkennen: zugleich hat er aber Abstand zu ihr. Abstand schafft das Lachen, das Lachen über Fehler, das Unvermögen, das zu tun, was man gern tun möchte. Kartenvorverkauf: Städt. Verkehrsamt, Rat­haus, Zimmer 8.

Ruhebänke werden aufgest eilt In einigen Gemeinden wiederholt sich jedes Jahr: Die Ruhebänke im Dorf und in der Ge­markung bleiben bis in den Winter hinein stehen, um dann erst im Frühsommer wie­der aufgestellt zu werden. Doch gerade jetzt in den ersten warmen Frühlingstagen besteht ein echtes Bedürfnis, sich ab und zu einmal auf einer Bank die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen.

Denkt daran, liebe Bürgermeister, und lasst doch bitte die Bänke bald aufstellen !

BODEN

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Kath. Pfarrgemeinde Ruppach-Goldhausen

SONNTAG, 19.4.1970 9.oo Uhr, Amt für Bernd Kaiser und verst

Angehörige DIENSTAG, 21.4.1970

19.3o Uhr, Amt zur Immerwährenden Hilfe nach Meinung

FREITAG, 24.4.1970

19.3o Uhr, Amt führ verst. Eheleute Adam und Katharina Sturm

SONNTAG, 26.4.1970

9.oo Uhr, Jahramt f. Maria Pfaffhausen und verst. Angehörige 13.3o. Uhr, Andacht

TuS 1846/1912 e. V.

Der TUS Montabaur hat seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung am 18.4.1970, 15.oo Uhr, ins Kolpinghaus eingeladen. Die Tagesordnung umfasst u.a. die Entlastung und Neuwahl des Vorstandes.

Die Mitglieder werden gebeten, Ihr Interesse am Vereinsgeschehen durch den Besuch der Versammlung zu bekunden.

FAMILIENANZEIGEN

inRund um Montabaur sind nicht teuer und errei­chen die breiteste Öffent­lichkeit.

HILGERT : MONTABAUR 1:6

Am vergangenen Sonntag zeigte die TUS- Elf in Hilgert ein hervorragendes Spiel und siegte überlegen mit 6 : 1 Toren. Stammler (1), Theuer (1) und Meuer (4) waren die er­folgreichen Torschützen.

Und so spielten sie: v. Janta, Hofmann, Klemmer, Philipp!, Rüter, Loth, D., Paul, Sinnethan (2. Halbzeit Loth, K.), Theuer Meuer, Stammler.

Am Sonntag, dem 19.4.1970, 15oo Uhr, trifft die I. Mannschaft in Eschelbach auf die I. Mannschaft von Olympia Eschelbach. Da es sich hier um einen Lokalkampf handelt, kann mit einem spannenden Spiel gerechnet werden.

KIRCHE ALS SYMBOL

Mariä Himmelfahrt ist die in den Jahren 1915/1916 erbaute Filialkirche zu Boder geweiht. Die Gemeindeverwaltung hat eint Vignette der Kirche als Symbol für Boden gewünscht, unter dem nunmehr die Nach­richten aus der Gemeinde zu finden sind, Boden gehörte einst zur Pfarrei Montabaur, In der Kapelle, über deren Eingang sich die Jahreszahl 1716 befand, wurde früher der Sonntagsgottesdienst durch die Franzis 1 kaner gehalten, seit 1813 durch die Kapläne von Montabaur. Durch die Stiftung der Fa-'j milie Wolf wurde Boden 1898 Vikarie. Am 1. November 1926 wurde Boden mit Ruppach vereinigt und ein Pfarrvikar in Ruppach ge­stellt.

Seitdem wird Boden von Ruppach her be-, treut.

BODEN SIEGTE

Die Reserve des ASV. 'Deutsche Eiche" hatte die Reserve des ASV Rübenach zu Gast, uro mit der Mannschaft vom Rhein die Kräfte z« messen. Auf der Matte wurde hart gekämpft, doch war Boden überlegen und siegte mit \ 11:9 Punkten.

Die Kämpfe im einzelnen, wobei Boden immer J zuerst genannt ist:

Im Fliegengewicht stellte Boden keinen Kämpfer, sodass die Punkte kampflos an den Gegner gingen. Im Bantamgewicht kämpft«