Studienfahrt nach Italien
Die Volkshochschule Montabaur unternahm in der Zeit vom 24. März bis 3. April unter Leitung von Herrn Oberstudienrat Dr. Josef Wenzel eine Studienfahrt nach Italien. Über Freiburg, Basel, Luzern, Lugano und Florenz führte der Weg nach der "Ewigen Stadt Rom". Hier verweilte die Reisegesellschaft 5 Tage und hatte Gelegenheit unter sachkundiger Führung das Rom der Antike, der Renaissance und der Neuzeit zu besichtigen und kennen zu lernrn. Hatten schon die oberitalienischen Städte mit ihren Kunstschätzen und Baudenkmälern einen grossen Eindruck auf die Fahrtteilnehmer gemacht, so wirkte Rom geradezu erdrückend. Doch der Höhepunkt der Fahrt war die Feier der Papstmesse am, ersten Ostertag vor dem Petersdom, die die Reisegesellschaft in unmittelbarer Nähe des Papstes erleben durfte. Auf dem Heimweg kam man noch nach Assisi, Riccione, Rimini, Pesaro, nach der Lagunenstadt Venedig und weiter durch die Dolomiten nach Bozen. Von dort verlief die Fahrt über den Brenner nach Innsbruck, Nürnberg, Frankfurt/Main, um nach glücklicher Reise abends wieder in Montabaur zu endigen. Es war eine herrliche Fahrt und ein einmaliges Erlebnis, wofür Bürgermeister a.D. Kraulich im Namen der ganzen Reisegesellschaft Herrn Oberstudienrat Dr. Wenzel recht herzlich dankte.
Am Freitag, 24.4.1970 gastiert die Landesbühne in Montabaur mit
“BIOGRAFIE"
Was geschieht, wenn man die Wahl hat, sein Leben noch einmal zu leben? Wird man es wesentlich ändern, wird man seine Fehler in der zweiten Version vermeiden können? In Max Frischs "Biografie" hat Kürmann die Wahl: sieben Jahre "Ehehölle" werden noch einmal erlebt. Mehrfach versucht Kürmann seinem Leben eine andere Wendung zu geben, mit zusammengebtssenen Zähnen gewissermassen: aber es geht nicht, das Unausweichliche bleibt auch beim zweiten Mal unveränderlich.
Resigniert Max Frisch, so könnte man fragen, glaubt er nicht an die Möglichkeit einer Veränderung? Ist für ihn nicht einmal der Bereich des Privaten, wenn schon nicht die Weltgeschichte, unveränderlich?
Ein Autor, dessen Weltruhm vor allem durch zwei politische Parabeln, den "Biedermann” und "Andorra" begründet ist, könnte vorschnell dem zeitgenössischem Vorwurf ausgesetzt werden, er ziehe sich ins Private zurück, wenn seine Versuchsanordnung eigentlich am stärksten und immer beherrschender das zwangsläufige Scheitern von Liebe und Ehe vorführt . . . dieser Vorwurf übersieht, dass die "Biografie" ganz nebenbei eine glänzende Analyse der Oberflächlichkeit politischer Eindrücke gegenüber den privaten Sensationen enthält. Frisch ist auch da ein illusionsloser, hartnäckiger Frager, der aufgedeckt, wieviel stärker wird von dem bewegt werden, was in den Augen der Gesellschaft irrelevant ist, und wie die grossen politischen Ereignisse von unserer Biografie an die Peripherie geschoben werden. Ja, das Stück führt vor, wie die scheinbar politischsten, am wenigsten privaten Überzeugung und Entscheidungen Bestandteil der Privatbiographie sind, öffentliche Mittel zum persönlichen Zweck. "(Hellmuth Karasek)
Max Frisch hat sein Stück als "Komödie gemeint". Der Zuschauer kann sich in Kürmann wiedererkennen: zugleich hat er aber Abstand zu ihr. Abstand schafft das Lachen, das Lachen über Fehler, das Unvermögen, das zu tun, was man gern tun möchte. Kartenvorverkauf: Städt. Verkehrsamt, Rathaus, Zimmer 8.
Ruhebänke werden aufgest eilt In einigen Gemeinden wiederholt sich jedes Jahr: Die Ruhebänke im Dorf und in der Gemarkung bleiben bis in den Winter hinein stehen, um dann erst im Frühsommer wieder aufgestellt zu werden. Doch gerade jetzt in den ersten warmen Frühlingstagen besteht ein echtes Bedürfnis, sich ab und zu einmal auf einer Bank die Sonne ins Gesicht scheinen zu lassen.
Denkt daran, liebe Bürgermeister, und lasst doch bitte die Bänke bald aufstellen !
BODEN
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Kath. Pfarrgemeinde Ruppach-Goldhausen
SONNTAG, 19.4.1970 9.oo Uhr, Amt für Bernd Kaiser und verst
Angehörige DIENSTAG, 21.4.1970
19.3o Uhr, Amt zur Immerwährenden Hilfe nach Meinung
FREITAG, 24.4.1970
19.3o Uhr, Amt führ verst. Eheleute Adam und Katharina Sturm
SONNTAG, 26.4.1970
9.oo Uhr, Jahramt f. Maria Pfaffhausen und verst. Angehörige 13.3o. Uhr, Andacht
TuS 1846/1912 e. V.
Der TUS Montabaur hat seine Mitglieder zur Jahreshauptversammlung am 18.4.1970, 15.oo Uhr, ins Kolpinghaus eingeladen. Die Tagesordnung umfasst u.a. die Entlastung und Neuwahl des Vorstandes.
Die Mitglieder werden gebeten, Ihr Interesse am Vereinsgeschehen durch den Besuch der Versammlung zu bekunden.
FAMILIENANZEIGEN
in “Rund um Montabaur” sind nicht teuer und erreichen die breiteste Öffentlichkeit.
HILGERT : MONTABAUR 1:6
Am vergangenen Sonntag zeigte die TUS- Elf in Hilgert ein hervorragendes Spiel und siegte überlegen mit 6 : 1 Toren. Stammler (1), Theuer (1) und Meuer (4) waren die erfolgreichen Torschützen.
Und so spielten sie: v. Janta, Hofmann, Klemmer, Philipp!, Rüter, Loth, D., Paul, Sinnethan (2. Halbzeit Loth, K.), Theuer Meuer, Stammler.
Am Sonntag, dem 19.4.1970, 15„oo Uhr, trifft die I. Mannschaft in Eschelbach auf die I. Mannschaft von Olympia Eschelbach. Da es sich hier um einen Lokalkampf handelt, kann mit einem spannenden Spiel gerechnet werden.
KIRCHE ALS SYMBOL
Mariä Himmelfahrt ist die in den Jahren 1915/1916 erbaute Filialkirche zu Boder geweiht. Die Gemeindeverwaltung hat eint Vignette der Kirche als Symbol für Boden gewünscht, unter dem nunmehr die Nachrichten aus der Gemeinde zu finden sind, Boden gehörte einst zur Pfarrei Montabaur, In der Kapelle, über deren Eingang sich die Jahreszahl 1716 befand, wurde früher der Sonntagsgottesdienst durch die Franzis 1 kaner gehalten, seit 1813 durch die Kapläne von Montabaur. Durch die Stiftung der Fa-'j milie Wolf wurde Boden 1898 Vikarie. Am 1. November 1926 wurde Boden mit Ruppach vereinigt und ein Pfarrvikar in Ruppach gestellt.
Seitdem wird Boden von Ruppach her be-, treut.
BODEN SIEGTE
Die Reserve des ASV. 'Deutsche Eiche" hatte die Reserve des ASV Rübenach zu Gast, uro mit der Mannschaft vom Rhein die Kräfte z« messen. Auf der Matte wurde hart gekämpft, doch war Boden überlegen und siegte mit \ 11:9 Punkten.
Die Kämpfe im einzelnen, wobei Boden immer J zuerst genannt ist:
Im Fliegengewicht stellte Boden keinen Kämpfer, sodass die Punkte kampflos an den Gegner gingen. Im Bantamgewicht kämpft«

