Ausgabe 
19.12.1969
 
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WELTGESCHEHEN

im Monat November 1969

für Sie zusammengestellt durch VERLAG HANS SCHMID GMBH

Deutscher Gemeindebote

Samstag, 1. November

Raphaele Minichiello, Amerikaner italienischer Abstammung, wird bei Rom verhaftet, nach­dem er ein amerikanisches Flugzeug zu einem Flug halb um die Welt zwang und in Rom landen ließ.

Sonntag, 2. November

Mit einer Waffenstillstandsvereinbarung zwi­schen der palästinensischen Untergrundorga­nisation El Fatah und der libanesischen Armee hat sich die Lage im Libanon entspannt.

Dienstag, 4. November

Als freier Mann verläßt der Metzger Hans Hetzet das Gericht in Offenburg. Er hatte auf Grund eines Justizirrtums 16 Jahre in Untersuchungsund Strafhaft verbracht.

Mittwoch, 5. November

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskon­ferenz, Julius Kardinal Döpfner, ist schwer erkrankt.

Nach dem Regierungswechsel haben in Bonner Behörden umfangreiche Personalveränderun­gen stattgefunden.

Donnerstag, 6. November

Der 102. Starfighter stürzt ab. Der Pilot kommt ums Leben.

Samstag, 8. November

Der erste deutsche Forschungssatellit,Azur", umkreist die Erde. Er liefert Meßdaten über den inneren Strahlungsgürtel der Erde, über Polarlichterscheinungen und über Auswirkun­gen solcher Eruptionen.

Sonntag, 9. November

Bei den Kommunalwahlen in Nordrhein Westfalen erzielt die CDU Gewinne, während SPD und FDP leichte Verluste hinnehmen müssen.

Montag, 10. November

Die Olympischen Spiele 1972 in München werden 1,15 Milliarden DM kosten.

Ein Sprengstoffsatz mit Zeitzünder wurde im jüdischen Gemeindehaus in Berlin gefunden.

Dienstag, 11. November

Oer saarländische Ministerpräsident Röder will sich aus der aktiven Politik zurückziehen.

Nach dem 50. Verhandlungstag um erschwin­delte 12,7 Millionen DM Steuergelder hat sich der Betrüger Friedrich Wilhelm Ermisch in Düsseldorf erhängt.

Mittwoch, 12. November

Die DDR beharrt darauf, von Bonn Völker rechtlich anerkannt zu werden.

In Indien bricht ein Machtkampf in der re­gierenden Kongreßpartei offen aus. Minister­präsidentin Indira Gandhi wird von der kon­servativen Mehrheit aus der Partei ausge­schlossen.

Donnerstag, 13. November

Die neun Millionen Sozialrentner in der Bun­desrepublik brauchen ab 1970 ihre Kranken­versicherung nicht mehr mitzubezahlen.

Freitag, 14. November

Zur weiteren Landung von Menschen auf dem Mond ist das amerikanische Raumschiff Apollo 12 von Kap Kennedy gestartet. An Bord sind die drei Astronauten Charles Con­rad, Gordon und Alan Bean.

Samstag, 15. November

Die Bundesregierung schlägt der Sowjetunion die baldige Aufnahme von Verhandlungen über einen gegenseitigen Gewaltverzicht vor.

Beim zweiten amerikanischen VietnamMo­ratorium fordern in Washington 250000 Men­schen sofortigen Frieden für Vietnam.

Montag, 17. November

Die CDU bekennt sich beim Bundesparteitag in Mainz zu Reformen im Parteigefüge.

In Helsinki werden Abrüstungsgespräche zwi­schen Russen und Amerikanern eröffnet.

Dienstag, 18. November

Kurt Georg Kiesinger wird erneut zum Vor­sitzenden der CDU gewählt.

Die Raumfahrt von Apollo 12 verläuft rei­bungslos.

Mittwoch, 19. November

Zum zweitenmal betreten Menschen den Mond: Charles Conrad und Alan Bean. Dabei absol­vieren sie ein umfangreiches wissenschaftliches Programm und untersuchen die vor zweiein­halb Jahren gelandete MondsondeSurveyor 3". Lediglich die Fernsehkamera funktio­nierte nicht.

Donnerstag, 20. November

Der Rückstart vom Mond verläuft reibungslos.

Ein polnisches Verkehrsflugzeug wird nach Wien entführt.

Kriegerwitwen erhalten ab 1970 25 v.H. mehr Rente.

Freitag, 21. November

Die USA werden die Insel Okinawa 1972 an Japan zurückgeben.

Samstag, 22. November

Massaker amerikanischer Soldaten an süd­vietnamesischen Zivilpersonen werden in Süd­vietnam aufgedeckt.

Montag, 24. November

Bundespräsident Heinemann trifft zu einem Staatsbesuch in den Niederlanden ein.

Die amerikanischen Astronauten landen im Stillen Ozean.

Dienstag, 25. November

Die Bundesregierung schlägt Polen in einer Note politische Gespräche vor.

Die USA werden alle chemischen und bakteri­ologischen Waffen vernichten.

Mittwoch, 26. November

ln der Tschechoslowakei treten weitere Re­formpolitiker zurück.

Donnerstag, 27. November

Auf das Stadtbüro der israelischen Fluggesell­schaft El AI in Athen wird ein Attentat un­ternommen. Dabei kommt ein Junge ums Leben.

Freitag, 28. November

Die Bundesregierung läßt nach zähem Ringen und mit starken Vorbehalten und Wünschen in Moskau, London und Washington den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnen.

Samstag, 29. November

Zwei Attentate auf Berliner Juristen miß­lingen.

Die europäische Menschenrechtskommission verurteilt Griechenland wegen Verletzung der Menschenrechte.