den Linolstempel auf den Stoff auf und preßt mit kräftigem Druck ab.
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Der Handdruck auf Stoffen
Mit dem Linoldruck lassen sich kunstvolle Arbeiten anfertigen
Umständliche Arbeitsgänge und teure Apparaturen waren früher notwendig, um Gewebe zu bedrucken. Der Amateur hatte keine Möglichkeit, handbedruckte Gewebe herzustellen, die von vielen Menschen sehr geschätzt werden. Inzwischen ist auch der Handdruck auf Stoffen zu einem Hobby geworden. DEKA—Stoffdruckfarben ermöglichen dieses einfache Verfahren, das leicht zu erlernen ist.
Zum Bedrucken können Stoffe jeder Art Verwendung finden, allerdings sind grobe und langfaserige Gewebe weniger geeignet. Wenn man Wert darauf legt, daß das bemalte oder bedruckte Stück
BEHANDLUNG
ZÄHER FARBEN
Im allgemeinen sollen die Farben bei Stoffdruck so verwendet werden, wie sie aus der Tube kommen. Wenn sie aber zu zäh sind, nimmt man einige Tropfen Terpentin — aber keinen Ersatz — zur I Verdünnung. Auf keinen Fall dür- ; fen aber die Farben zu dünn wer-
j den, weil sie sonst schmieren.
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abwaschb ar ist, muß man stark appretierte Stoffe, wie Leinen und Baumwolle, zuvor durch Waschen von dieser Appretur befreien. Geschieht dies nämlich nicht, löst sich die Appretur bei der ersten Wäsche ab und nimmt die auf ihr haftende Farbe mit. Es entsteht in diesem Fall ein Nuancenverlust. Bei den DEKA-Far- ben handelt es sich um völlig neuartige, flüssige Farben für die moderne Stoff- malerei. Sie sind hervorragend lichtecht, wetterfest, waschecht und kochecht, auch in der Waschmaschine. Die Farben sind einfach anzuwenden und ermöglichen ein zügiges, müheloses Arbeiten.Die Schmiegsamkeit des Gewebes wird keinesfalls beeinträchtigt. Es sind auch keine Lösungsmittel erforderlich, Pinsel und Geräte kann man einfach mit kaltem Wasser abwaschen.
Beim Stoffdruck gibt es viele Möglichkeiten künstlerischer Gestaltung. Man nimmt beispielsweise für einen Linoldruck ein etwa drei bis vier Zentimeter starkes Linoleum. Das gewünschte Muster kann man mit Bleistift entweder direkt skizzieren, oder aber mittels Kohlepapier übertragen. Benötigt werden
mindestens zwei Linolschnittfedern, eine V—förmige für Linien und eine U-förmige zum Ausheben größerer Flächen. Linien und Flächen schneidet man aus, dann erhält man einen Negativdruck. Läßt man sie jedoch stehen, indem man die Zwischenräume ausschniedet, entsteht ein Positiv—Stempel. Der geschnittene Stempel wird auf ein Holzbrettchen der gleichen Größe geklebt. Dann kann man schon einen Probedruck auf einem Stoffrest vornehmen. Ist man mit dem Muster bereits zufrieden, dann nimmt man mehrere Lagen Zeitungspapier als Unterlage und legt den vorgesehenen Stoff darauf. Zwischendurch hat man sich eine Glaspaltte zurechtgelegt, auf die man die Farbe aus der Tube ausdrückt. Verteilt wird sie mit einer Farbwalze, die in verschiedenen Größen zu haben ist. Sie wird einige Male über den Linolstempel gerollt, bis er gleichmäßig eingefärbt ist. Jetzt setzt man
Um einen gleichmäßigen Druck zu erzielen, nimmt man zweckmäßigerweise eine Teigrolle, mit der man den Druckstock mehrmals kräftig überrollt Es genügt aber auch ein anderer schwerer Gegenstand Zu beachten ist daß der Stempel für jeden Druck neu mit der Farbe eingewalzt werden muß Zur Reinigung der Arbeitsgeräte dient Testoen- zin. Fehlstellen im Druck bessert man mit dem Pinsel aus. Dazu nimmt man die mit Testbenzin verdünnte Stoffdruckfarbe. Wenn der Stoff einige Tage getrocknet worden ist, kann er auf der Rückseite gebügelt werden. Dabei ist zu empfehlen, Seidenpapier als Unterlage zu verwenden.
Bis zur Wäsche sollten erst vier bis sechs Wochen vergehen. Möglichst sollte man handgedruckte Gewebe mit Feinwaschmittel waschen. Eine grobe mechanische Behandlung ist zu vermeiden. Nicht empfehlenswert ist chemische Reinigung bedruckten Stoffes, weil die dabei verwendeten Lösungsmittel die Farbe angreifen können.
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Beliebt bei Menschen mit künstlerischer Gestaltungskraft sind auch Metalldruckarbeiten. Diesen Schmetterling kann man mit der neuen Dekorationsfarbe DEKA— Transparent auch noch schön bunt bemalen. Als erste Farbe muß dabei die Konturenfarbe (Silbergrund) aufgetragen werden, die einen der Bleiverglasung ähnlichen Charakter ergibt. Anschließend werden dann die Farbtöne aufgetragen. DEKA—Transparent eignet sich ferner für Glas, Plastik, Folien, Holz und Gips.

