Ausgabe 
28.11.1969
 
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den Linolstempel auf den Stoff auf und preßt mit kräftigem Druck ab.

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Der Handdruck auf Stoffen

Mit dem Linoldruck lassen sich kunstvolle Arbeiten anfertigen

Umständliche Arbeitsgänge und teure Apparaturen waren früher notwendig, um Gewebe zu bedrucken. Der Amateur hatte keine Möglichkeit, handbedruckte Gewebe herzustellen, die von vielen Menschen sehr geschätzt werden. Inzwischen ist auch der Handdruck auf Stoffen zu einem Hobby geworden. DEKAStoffdruckfarben ermög­lichen dieses einfache Verfahren, das leicht zu erlernen ist.

Zum Bedrucken können Stoffe jeder Art Verwendung finden, allerdings sind grobe und langfaserige Gewebe weniger geeignet. Wenn man Wert darauf legt, daß das bemalte oder bedruckte Stück

BEHANDLUNG

ZÄHER FARBEN

Im allgemeinen sollen die Farben bei Stoffdruck so verwendet wer­den, wie sie aus der Tube kom­men. Wenn sie aber zu zäh sind, nimmt man einige Tropfen Terpen­tin aber keinen Ersatz zur I Verdünnung. Auf keinen Fall dür- ; fen aber die Farben zu dünn wer-

j den, weil sie sonst schmieren.

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abwaschb ar ist, muß man stark appretierte Stoffe, wie Leinen und Baumwolle, zu­vor durch Waschen von dieser Appretur befreien. Geschieht dies nämlich nicht, löst sich die Appretur bei der ersten Wäsche ab und nimmt die auf ihr haften­de Farbe mit. Es entsteht in diesem Fall ein Nuancenverlust. Bei den DEKA-Far- ben handelt es sich um völlig neuartige, flüssige Farben für die moderne Stoff- malerei. Sie sind hervorragend lichtecht, wetterfest, waschecht und kochecht, auch in der Waschmaschine. Die Farben sind einfach anzuwenden und ermöglichen ein zügiges, müheloses Arbeiten.Die Schmieg­samkeit des Gewebes wird keinesfalls beeinträchtigt. Es sind auch keine Lö­sungsmittel erforderlich, Pinsel und Ge­räte kann man einfach mit kaltem Was­ser abwaschen.

Beim Stoffdruck gibt es viele Möglich­keiten künstlerischer Gestaltung. Man nimmt beispielsweise für einen Linol­druck ein etwa drei bis vier Zentimeter starkes Linoleum. Das gewünschte Mu­ster kann man mit Bleistift entweder direkt skizzieren, oder aber mittels Koh­lepapier übertragen. Benötigt werden

mindestens zwei Linolschnittfedern, eine Vförmige für Linien und eine U-för­mige zum Ausheben größerer Flächen. Linien und Flächen schneidet man aus, dann erhält man einen Negativdruck. Läßt man sie jedoch stehen, indem man die Zwischenräume ausschniedet, ent­steht ein PositivStempel. Der geschnit­tene Stempel wird auf ein Holzbrett­chen der gleichen Größe geklebt. Dann kann man schon einen Probedruck auf einem Stoffrest vornehmen. Ist man mit dem Muster bereits zufrieden, dann nimmt man mehrere Lagen Zeitungspa­pier als Unterlage und legt den vorge­sehenen Stoff darauf. Zwischendurch hat man sich eine Glaspaltte zurechtge­legt, auf die man die Farbe aus der Tube ausdrückt. Verteilt wird sie mit einer Farbwalze, die in verschiedenen Größen zu haben ist. Sie wird einige Male über den Linolstempel gerollt, bis er gleich­mäßig eingefärbt ist. Jetzt setzt man

Um einen gleichmäßigen Druck zu er­zielen, nimmt man zweckmäßigerweise eine Teigrolle, mit der man den Druck­stock mehrmals kräftig überrollt Es genügt aber auch ein anderer schwerer Gegenstand Zu beachten ist daß der Stempel für jeden Druck neu mit der Farbe eingewalzt werden muß Zur Rei­nigung der Arbeitsgeräte dient Testoen- zin. Fehlstellen im Druck bessert man mit dem Pinsel aus. Dazu nimmt man die mit Testbenzin verdünnte Stoffdruck­farbe. Wenn der Stoff einige Tage ge­trocknet worden ist, kann er auf der Rückseite gebügelt werden. Dabei ist zu empfehlen, Seidenpapier als Unter­lage zu verwenden.

Bis zur Wäsche sollten erst vier bis sechs Wochen vergehen. Möglichst sollte man handgedruckte Gewebe mit Fein­waschmittel waschen. Eine grobe mecha­nische Behandlung ist zu vermeiden. Nicht empfehlenswert ist chemische Rei­nigung bedruckten Stoffes, weil die da­bei verwendeten Lösungsmittel die Far­be angreifen können.

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Beliebt bei Menschen mit künstlerischer Gestaltungskraft sind auch Metalldruck­arbeiten. Diesen Schmetterling kann man mit der neuen Dekorationsfarbe DEKA Transparent auch noch schön bunt bemalen. Als erste Farbe muß dabei die Konturen­farbe (Silbergrund) aufgetragen werden, die einen der Bleiverglasung ähnlichen Cha­rakter ergibt. Anschließend werden dann die Farbtöne aufgetragen. DEKATrans­parent eignet sich ferner für Glas, Plastik, Folien, Holz und Gips.