Ausgabe 
31.10.1969
 
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Evangelische Kirchengemeinde

Woche vom 2. bis 8. Nov. 1969 Sonntag 22. Sonntag nach Trinitatis

9.00 Uhr Abendmahlsgottesdienst i.d. Lutherkirche

kein Kindergottesdienst

10.30 Uhr Abendmahlsgottesdienst i.d. Paulus­

kirche

kein Kindergottesdienst

14. 00 Uhr Gottesdienst in Ruppach (i. Jugendheim)

Montag 20. 00 Uhr Kirchenchor übt.

Dienstag 14.45 Uhr Konfirmandenunterricht

17.45 Uhr Kindergottesdienstvorbereitung Koblenzerstr. 5

20.00 Uhr Frauenkreis im Gemeindehaus Mittwoch 15. 00 Uhr Religionsunterricht in Ruppach

15.30 Uhr Mädchenjungschar

19.30 Uhr Jugendkreis

Donnerst. 20.00 Uhr Bibelstunde

Samstag 14.30 Uhr Posaunenehor I

16. 00 Uhr Posaunenchor II

Pfr. Burkhardt ist vom 9. Nov. ab für 10 Tage auf Resturlaub. Pfr. Sunnus vertritt ihn (Koblenzerstr. 5)

AMTLICHE BEKANNTMACHUNGEN

Schließung des Hallenbades Montabaur

am gesetzt. Feiertag Allerheiligen Am Samstag, den 1. November 1969, bleibt wegen des ge­setzlichen Feiertages Allerheiligen das städtische Hallenbad gemäß § 4 Abs. 1 der Benutzungssatzung vom 1. 8.1967 ganz­tägig geschlossen.

Montabaur, den 27. Oktober 1969

Stadtverwaltung Montabaur Mangels, Bürgermeister

KYRIE ELEISON!

Der Chrysanthemen duftend weiße Blüten trag ich zu ihr, in ihren stillen Garten, ganz zärtlich hin zu meiner Mutter Grab.

O schenke gnädig, Gott Dein Licht, den Frieden,

Vollendung ihr! Du warst ihr Heilserwarten.

Zu früh sie starb. Du riefst zu Dir sie ab.

Kyrie eleison!

Des Krieges Wahnsinn Greise schlug und Frauen.

Sein Mörderstahl traf wahllos, wen er fände, riß auch den Vater mir im Tod hinab.

O lasse gnädig, Gott, ihn Dich anschauen, ihm Heimat sein Dein Leuchten ohne Ende als Dank für alle Güte, die er gab!

Kyrie eleison!

Der Tag im Schmerz erstarrt liegt über Mälern, die stehn anklagend über Gräberreihen.

Das Kreuz darüber mahnt und schweigend schreit.

Gespenstig grau ziehn Tote aus den Tälern.

Nur Du kannst so viel Blut und Schuld verzeihen,

Du, dem ihr Sein und Leben war geweiht.

Kyrie eleison!

O wölbe Deine lichte Gnadenhülle auch über alle, die Dir heimgegangen!

Hol sie in Deine Herrlichkeit, ins Licht ! - Auch uns laß sein in Deiner Gnadenfülle,

Dich unsrer Ampeln Lodern dann umfangen, wenn Du vor Dich uns rufst, vor Dein Gericht !

Kyrie eleison! Walter Kalb

VERBANDS-und VEREINSMITTEILUNGEN

Landesbühne Rheinland-Pfalz

In Montabaur am Freitag, 7. Nov. 1969 - 20.00 Uhr "Nathan der Weise "

Dramatisches Gedicht von Gotthold E. Lessing Erst die Nachwelt hat Lessing zum Klassiker stilisiert und ihm ein Denkmal errichtet. Zu seinen Lebzeiten war er als scharf­sinniger und unerschrockener Kritiker gefürchtet. Auch sein "Nathan der Weise", dieses Paradebeispiel eines klassischen Werkes, ist von Lessing nicht bloß für die Deutschstunde ver­faßt worden.

Als man ihm seine Streitschriften gegen den Hauptpastor Götze verboten hatte, schrieb er dieses Stück, um'seinen Kampf gegen Intoleranz und Engstirnigkeit fortsetzen zu können.

Mit einem Wort: Lessing sah sich nicht in der Pose des Klas­sikers, der keinem mehr Wehe tut, weil die allgemeine Hoch- und Wertschätzung jeden Stachel stumpf gemacht hat, er sah seine Aufgabe darin, für eine bessere Ordnung, für das Ideal der "von Vorurteilen freien Liebe" zu kämpfen: "Ich muß versuchen, ob man mich auf meiner alten Kanzel, dem Theater, wenigstens noch ungestört will predigen lassen." Um zu zeigen, daß Toleranz nicht nur als eine unerfüllbare Forderung zu verstehen ist, sondern das Leben des Menschen bestimmen kann, verleiht er der Hauptfigur des Stückes, dem Juden Nathan, menschliche Züge: Auch ihm ist es nicht so einfach gegeben verzeihen zu können. Als seine sieben Söhne von Christen ermordet worden sind, schwört er Rache.

Es braucht eine lange Zeit, bis er diesen Schmerz vergessen kann. Als Zeichen dafür, daß er trotz seines Unglücks weiter­hin bereit ist, Toleranz zu üben, nimmt er eine Christin in sein Haus (Recha) und behandelt sie wie seine eigene Tochter. Des Resümee des Stückes wird von Nathan selbst gegeben: in der Ringparabel, die er dem Sultan Saladin erzählt. Zwar wird in ihr speziell auf die religiöse Toleranz verwiesen (was sich dadurch erklärt, daß Lessing seinen "Nathan" im Kampf gegen religiöse Intoleranz geschrieben hat), doch wäre es falsch, sie nur in diesem Sinne zu verstehen.

Kartenvorverkauf: Städt. Verkehrsamt, Rathaus, Zi. 8.

TuS Montabaur baute Spitzenposition aus

Im Lokalkampf gegen die Spvgg. Eschelbach/Staudt blieb die I. Mannschaft des TUS Montabaur mit 1:0 Sieger.

In jeder Phase des Spieles waren die TUS-Fußballer klar die Besseren. Eschelbach/Staudt überraschte mit einer starken Mannschaftsleistung.

Das letzte Meisterschaftsspiel der Vorrunde bestreitet der TUS Montabaur am 9.11.1969, 14.30 Uhr, in Ruppach- Goldhausen.

Die II. Mannschaft des TUS Montabaur steht der I. nicht viel nach. In einem kampfbetonten Spiel besiegte sie die II. Mannschaft des SV Horbach verdient mit 2:1.

Am Sonntag, den 9.11.1969, 12.30 Uhr, hat die II. Mann­schaft im Stadion Mons-Tabor die II. des SV Pütschbach zu Gast.

Ergebnisse u. Termine der Jugendspiele bitten wir aus dem Aushangkasten zu entnehmen.

DRK-Kreisverband Unterwesterwald

Kreisverband Unterwesterwald "Sofortmaßnahmen am Unfallort "

Diese Information soll jeden Verkehrsteilnehmer mit den wichtigsten, aber einfachen Sofortmaßnahmen an einer Unfallstelle vertraut machen.

Tag Datum Ort Doppelstunden

Uhrzeit

Samstag

8.11.69

Höhr- Grenzhausen

I.II. u.III.

8.00 h

Alte-Goethe-Schule

Samstag

15.11.69

Selters

I.II.U. III

8.00 h

Sitzungssaal d. Gemeinde

Dienstag

11.11.69

Montabaur

I.

20.00 h

Jo seph - K ehrein - Schu le

Dienstag

18.11.69

Montabaur

II.

20.00 h

Joseph-Kehrein-Schule

Dienstag

25.11.69 20.00 h

Montabaur

III,

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