WELTGES CHEHEN
im Monat Juni 1969
für Sie zusammengestellt durch VERLAG HANS SCHMID GMBH
Deutscher Gemeindebote
Sonntag, 1. Juni
Bei den französischen Präsidentschaftswahlen erreicht keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit. Damit wird eine Stichwahl zwischen den Kandidaten Pompidou und Poher notwendig.
In Biafra werden 18 ausländische Erdöltechniker zum Tode verurteilt, doch später begnadigt.
konferenz appeliert Papst Paul VI. für soziale Gerechtigkeit und eine Mitbestimmung der Arbeitnehmer. In einer Rede vor dem Weltkirchenrat spricht er sich für die Einheit der Christen aus.
Mittwoch, 11. Juni
Ein Zugunglück bei Andernach fordert 2 Tote und 45 Verletzte.
Jacques Chaban—Delmas, Außenminister Maurice Schumann.
Sonntag, 22. Juni
Ein in Brand geratener Munitionswaggon in Hannover—Linden explodiert. Dabei werden neun Menschen getötet. Über die Ursachen, ist man sich nicht klar.
Dienstag, 3. Juni
Ein Schiffszusammenstoß im Südchinesischen Meer kostet 77 Besatzungsmitgliedern des amerikanischen Zerstörers „Frank E. Evans" das Leben.
Weil eine Schranke bei Krefeld zu früh geöffnet wurde, fährt ein Schienenbus in einen Omnibus und tötet sieben Reisende.
Die deutsche Botschaft in Kambodscha stellt ihre Tätigkeit ein.
Donnerstag, 12. Juni
Wegen anhaltender Demonstrationen gegen eine Erhöhung der Straßenbahntarife haben die Verkehrsbetriebe in Hannover ihren Betrieb eingestellt.
Wegen Doppelmordes an den Geschwistern Lina und Albrecht Höhmann und versuchten schweren Raubes wurde der staatenlose Litauer Petras Dominas zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt.
Montag, 23. Juni
ln Nürnberg wird der 20. Parteitag der FDP eröffnet.
Fast der gesamte Fischbestand des Mittel— und Niederrheins wurde durch ein Insektengift vernichtet, das vermutlich durch ein Schiff bei Mainz in den Rhein gelangte.
Donnerstag, 5. Juni
In Moskau wird die kommunistische Weltkonferenz eröffnet, zu der 71 Delegationen erscheinen.China, Albanien, Nordkorea, Nordvietnam und Jugoslawien boykottieren die Konferenz.
Syrien erkennt die DDR diplomatisch an.
In den katholischen Landesteilen wird das Fronleichnamsfest gefeiert.
Freitag, 6. Juni
Zum 20jährigen Bestehen der NATO paradiert die Bundeswehr auf dem Nürburgring.
Sonntag, 8. Juni
Bei den Kommunalwahlen in Rheinland- Pfalz errang die CDU 42,6 v.H. der abgegebenen Stimmen, die SPD 40,8 und die FDP 9,1 v.H.
Montag, 9. Juni
25 000 US—Soldaten werden Vietnam verlassen.
Dienstag. 10. Juni
Zum erstenmal seit 551 Jahren betritt ein Papst Schweizer Boden. Vor der Weltarbeits-
Sonntag, 15. Juni
Zum neuen französischen Staatspräsidenten wird Georges Pompidou gewählt.
Durch den Einsturz eines neuerbauten Restaurants bei Madrid kommen 57 Menschen ums Leben.
Der Regierende Bürgermeister von Berlin besucht die Posener Messe.
Dienstag, 17. Juni
Gegen eine völkerrechtliche Anerkennung der DDR und für eine Politik der Verständigungsbereitschaft, des Gewaltverzichts und der Offenheit spricht sich Bundeskanzler Kiesinger in seinem „Bericht über die Lage der Nation" vor dem Bundestag aus.
Mit der Unterzeichnung des Grundsatzdokuments über den „Kampf gegen den Imperialismus" und „Die Aktionseinheit" der kommunistischen Parteien geht in Moskau die kommunistische Weltkonferenz zu Ende.
Donnerstag, 19. Juni
Ein Ärzte—Team der Bonner Chirurgischen Universitätsklinik hat in einer mehrstündigen Operation einem männlichen Patienten eine neue Leber eingesetzt.
Der Diskontsatz erhöht sich um ein Prozent.
Freitag, 20. Juni
Staatspräsident Pompidou wird in sein neues Amt eingeführt. Neuer Premierminister wird
Dienstag, 24. Juni
Großbritannien bricht die letzten . diplomatischen Kontakte zur ehemaligen Kolonie Rhodesien ab.
Donnerstag, 26. Juni
Frankreich ist bereit, über den EWG—Beitritt Großbritanniens zu verhandeln.
Freitag, 27. Juni
Die Reisewelle läuft an. Die Autobahnen sind über das Wochenende für Lastwagen über 7,51 gesperrt.
Sonntag, 29. Juni
Überraschenderweise wird Präsident Nixon Anfang August nach Rumänien reisen.
An Bord eines amerikanischen Biosatteliten fliegt ein Affe dreißig Tage im Weltraum.
Montag, 30. Juni
Nach fast zehnjähriger Amtszeit übergibt Bundespräsident Heinrich Lübke die Amtsgeschäfte seinem Nachfolger Dr. Gustav Heinemann.
Der Südjemen erkennt die DDR an.
Der ehemalige kongolesische Ministerpräsident Tschombe stirbt an einem Herzschlag.

