Ausgabe 
25.7.1969
 
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2. Der Käfer

FÜR SIE NOTIERT

Als ich an dem Raine saß, kroch ein Käfer mir auf s Bein; langsam er die Schritte maß, spähend, was es könnte sein, wo er hingeraten.

Grünlich schimmerte sein Kleid,

Beinchen waren zierlich zart; da er meiner Hand nicht weit, krabbelt er nach seiner Art auf ihr ruhig weiter.

Und ich hob das Käferlein, das verirrt sic h hatte, liebevoll ins Gras hinein, daß es weiter lebe. -

3.Der Schmetterling

Ein Schmetterling im Garten zart und bunt umflatterte froh der Blumen Blütenmund, saugte wippend und schaukelnd den Nektar ein und flog plötzlich wie betäubt ins offene Fenster hinein.

Ich fand ihn sitzen in einer der rötlichen Zimmer- ec ken;

zusammengefaltet waren die bunten Flügeldec ken; dort saß er wie leblos, verstört und einsam und sichtlich erstaunt, wie er da hineinkam.

Behutsam schob ich ihn auf einer Rose Blatt; das kannte er, weil er schon oft auf einem solchen gesessen hat;

vorsichtig trug ich beides an des offenen Fenster's Raum, -

und siehe; Frei flog er davon, wieder zu Blüte und Baum!

Verantwortlich für den Schriftsatz: R. Schorr.

FÜR SIE NOTIERT

Zuviel Schlaf ungesund ?

Wie aus den USA berichtet wird, ergibt sich aus einer über sechs Jahre ausgedehnten Beobachtung an fast 800 000 Männern und Frauen unterschiedlicher Altersstufen als mögliche Schluß­folgerung, daß Personen, die allnächtlich zehn und mehr Stun­den schlafen, 1,14 bis 3,68 mal mehr bedroht sind von Herz­anfällen als dieKurzschläfer mit nur sieben Stunden pro Nacht. Dr. Hammond, der für die amerikanische Krebsfor­schungsgesellschaft diese Statistik aufstellte, rät den Frauen, ihre Ehemänner samstags morgens auf den Sportplatz zu schicken, statt ihnen die Extrastunden Schlaf zugönnen.

Anteil an der Einkommensteuer

Nach der neuen Gemeindefinanzreform erhalten die Gemein­den künftig 14 Prozent des Aufkommens an Lohn und veran­lagter Einkommensteuer. Dies bedeutet, daß die Kommunen zusammen mit ihrem Wachstum an eigenen Steuern bis 1972 jährlich über 1,9 Milliarden DM zusätzlich verfügen können. Vom Gewerbesteueraufkommen geben sie demgegenüber in Zukunft 40 Prozent in Form einer Umlage an Bund und Länder

Moderne Krankenhäuser

Zum 5. Deutschen KrankenhausTag und 16. Internationalen Krankenhauskongreß hat der Minister für Wohnungsbau und öffentliche Arbeiten, Dr. Hermann Kohlhase, in der Schriften­reiheNordrheinWestfalen baut zwei neue Bände erschei­nen lassen, ln Band 25 werden die Ergebnisse eines Forschungs­auftrags für die Planung von Wäschereien und Trockenreinigun­gen in Krankenhäusern veröffentlicht. Band 26 beschäftigt sich mit einem Symposion über das Thema des Pflegebereichs im Universitätskrankenhaus.

Mehr Obst und Gemüse

Nach einer Mitteilung des Bundesausschusses für volkswirt­schaftliche Aufklärung in Köln übertraf der Verzehr von Obst und Gemüse im vergangenen Jahr das Vorjahresergebnis bei weitem. Bei Gemüse wurde mit 62,9 kg der bisher höchste Ver­brauch und bei Frischobst (einschließlich tropischer Früchte) mit 90 kg der höchste Verbrauch seit 1960/61 erzielt. An Zitrusfrüchten wurden mit 18,9 kg fast vier Prozent mehr ge­gessen. Auch der Verzehr von Speisequark ist um mehr als fünf Prozent auf 3,8 kg gestiegen.

Information über Förderung

Im Zusammenwirken mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie, dem Deutschen Gemeindetag, dem Deutschen In­dustrie und Handelstag sowie dem Deutschen Landkreistag hat die Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosen­versicherung eine Broschüre über die Maßnahmen zur Verbes­serung der Beschäftigungsstruktur herausgegeben. Hauptteil der Schrift ist eine tabellarische Zusammenstellung der Finan­ziellen Förderungsmaßnahmen, dis von der Bundesanstalt in Nürnberg gewährt werden können. Nach Zweckbestimmung, Bedingungen und Antragsverfahren werden die Kreditprogram­me der Bundesanstalt aufgeschlüsselt. Aus der Broschüre sind Übersichten über finanzielle Leistungen zu entnehmen, die bei Umschulung und beruflicher Anpassung gewährt werden.

FÜR SIE NOTIERT

Zuviel Schlaf ungesund ?

Wie aus den USA berichtet wird, ergibt sich aus einer über sechs Jahre ausgedehnten Beobachtung an fast 800 000 Männern und Frauen unterschiedlicher Altersstufen als mögliche Schluß­folgerung, daß Personen, die allnächtlich zehn und mehr Stun­den schlafen, 1,14 bis 3,68 mal mehr bedroht sind von Herz­anfällen als dieKurzschläfer mit nur sieben Stunden pro Nacht. Dr. Hammond, der für die amerikanische Krebsfor­schungsgesellschaft diese Statistik aufstellte, rät den Frauen, ihre Ehemänner samstags morgens auf den Sportplatz zu schicken, statt ihnen die Extrastunden Schlaf zugönnen.

Anteil an der Einkommensteuer

Nach der neuen Gemeindefinanzreform erhalten die Gemein­den künftig 14 Prozent des Aufkommens an Lohn und veran­lagter Einkommensteuer. Dies bedeutet, daß die Kommunen zusammen mit ihrem Wachstum an eigenen Steuern bis 1972 jährlich über 1,9 Milliarden DM zusätzlich verfügen können. Vom Gewerbesteueraufkommen geben sie demgegenüber in Zukunft 40 Prozent in Form einer Umlage an Bund und Länder ab.