Ausgabe 
16.7.1969
 
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Steuerbord ist rechts und Backbord ist links

Erlebnisreiche Fahrt mit dem Patenschiff '"Westerwald"

Das Versorgungsschiff der Bundesmarine empfing seinen zwei­ten Besuch aus der Patenstadt. An der "Blücher-Brücke" des Flensburger Hafens trafen am Nachmittag des 26. Juni die 9 Gäste aus Montabaur ein. Korvettenkapitän Wojak, der Kommandant der "Westerwald" begrüßte an der Pier den 1. Beigeordneten, Herrn Joras, der die Besuchergruppe führte und weitere Fahrtteilnehmer aus Bürgerschaft, Rat und Ver­waltung der Stadt. Die Bundeswehr, vertreten durch je einen Dienstgrad aus dem Offiziers-, Unteroffiziers- und Mann­schaftsstand, war mit von der Partie. Für Oberleutnant Haupt wurde beim Betreten des Schiffes nach waffenbrüderlichem Marinezeremoniell "Seite" gepfiffen. "Ansonsten aber pfiff außer dem Wind niemand an Bord", meinte später der Kom­mandant.

Freundliche Bewirtung, ausgezeichnetes Essen und ein fest­licher Begrüßungstrunk ließen die Strapazen der Anreise schnell vergessen.

Mittelpunkt des Besuches aber war die ganztägige Ausfahrt bis in Höhe von Fehmarn-Belt. Nach anfangs diesigem Wet­ter klärte es schnell auf.Die 'kleine Seefahrt gab der Besat­zung des Schiffes Gelegenheit, vielseitige "Rollenübungen" durchzuführen.Die Gäste aber konnten ihre verständliche Neugier an allem was zum Tageslauf eines Kriegsschiffes gehört, voll befriedigen.

Besuche der Marineschule Kiel-Mürwik und des Schlosses in Glücksburg rundeten das Programm ab. Der Aufenthalt an Bor d, viele gemeinsam verbrachte Stunden mit Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften gaben reichlich Gelegen­heit zu regem Gedankenaustausch.

Dem Schiff und seiner Besatzung allzeit gute Fahrt, eine gedeihliche Entwicklung der begonnenen freundschaftlichen Verbindungen und ein baldiges Wiedersehen im und auf der "Westerwald".

Sie zogen aus um Freunde zu gewinnen

Auf Einladung von Herrn Bürgermeister Dr. Gerard, Tonnerre, unternahm vor kurzem eine 32-köpfige Besuchergruppe Mon- tabaurer Bürger eine 4-tägige Autorallye in die künftige Part­nerstadt Tonnerre.

Zur Teilnahme an dieser Besuchsreise hatte Bürgermeister Mangels interessierte Mitbürger, insbesondere aber die Ver­treter der Gymnasien und örtlichen Vereine durch Aufruf in der Tageszeitung angesprochen. Dieser Einladung folgten u. a. Studienräte der beiden Gymnasien und der Handels­schule, die Vorsitzenden bzw. Vorstandsmitglieder des Kirchenchores, Sportvereines, Schützenvereines, Angelsport­vereins, Bürger- und Gewerbevereines, Pfadfinderschaft, die Leiter des Arbeitsamtes, des Polizeiamtes, der Bezirks­geschäftsstelle der Industrie- und Handelskammer, sowie Mit­glieder des Stadtrates. Daß auch der Landrat des Unterwester­waldkreises als Bürger der Stadt an dieser Fahrt teilnahm, war eine besondere Freude der Reisegruppe.

Bürgermeister Dr. Gerard und alle französischen Gastgeber, bei denen die private Unterbringung erfolgte, erwarteten die Gäste bei ihrem Eintreffen bereits am örtlichen Verkehrsver­ein. In einer offiziellen Begrüßung im Rathaus von Tonnerre erläuterte Bürgermeister Dr. Gerard aus seiner Sicht die Ziele det partnerschaftlichen Verbindungen der beiden Städte. In seinen Erwiderungsworten brachte Bürgermeister Mangels

die Bereitschaft zu freundschaftlichen Verbindungen zum Ausdruck, in deren Dienst sich insbesondere die Jugend der beiden Städten stellen soll. Bürgermeister Mangels über­reichte dem Rat der Stadt Tonnerre ein symbolhaftes Ehren­geschenk, das von Bediensteten der Stadt geschaffen worden war.

Das umfangreiche und von den Gastgebern gut vorbereitete Besuchsprogramm diente in H Linie dem persönlichen Ken­nenlernen und dem Gedankenaustausch über die Gestaltung künftiger Kontakte zwischen den Vereinen und Schulen. Es hatte seinen Höhepunkt in einem zu Ehren der Montabaurer Gäste veranstalteten Tanz-Galaabend unter Beteiligung eines bekannten Solistenpaares der Pariser Oper. Interessante Eindrücke wurden den Gästen vermittelt durch Besichtigun­gen der Sehenswürdigkeiten der ca. 2. 000 Jahre alten Stadt Tonnerre , des Schlosses Tanlay, der Benediktinerbasilika Vezelay und einer Probe des bekannten Chablisweines im kühlen Keller eines Winzers. Sehr nachh'altig war der Ein­druck eines gemeinsamen feierlichen Gottesdienstes in der kath. Kirche, bei dem das Messopfer von Kaplan Wurbs aus Montabaur zelebriert wurde und in dem er in französischer Sprache um die Völkerverständigung auf der Grundlage des gemeinsamen Glaubens bat.

Die Aufnahme in den französischen Familien war ausnahms­los freundlich, die sprichwörtliche französische Gastfreund­schaft unübertrefflich. Alle Gesprächspartner wünschten vor­behaltlos, die begonnene Freundschaft zu vertiefen und auf eine breite Basis zu stellen,

Schwerpunkte der Absprachen für die künftige Zusammen­arbeit waren:

der Schüleraustausch der Gymnasien, (Besuch fran­zösischer Schüler im November), Austausch von Sportlern (3 Fußballmannschaften aus Tonnerre im Oktober), Besuch des Kirchenchores in Montabaur, sportlicher Vergleich der Schützen beider Städte (Anlaß - Königsschießen), Bcesuch und Erfahrungs­austausch zwischen den Polizeibeamten, Belebung des Fremdenverkehrs, Gründung einer deutsch­französischen Gesellschaft in beiden Städten.

Das sind nur einige der festen Absprachen, wobei in wei­teren Einzelverhandlungen Planungen noch konkretisiert wer­den müssen, um für eine im Jahre 1970 vorgesehene offiziel­le Partnerschaftsbegründung eine ausreichende Plattform zu schaffen. Die gesamte Bürgerschaft beider Städte, nicht nur die sogenannten "Offiziellen, soll Jiach dem ausge­sprochenen Willen der Gesprächspartner der Träger einer echten Freundschaft sein, die Vergangenes vergessen und für die Zukunft beider Städte und Länder Gutes erhoffen läßt.

In diesem verbindenden Gedanken verließen 32 Montabaurer neu gewonnene gute Freunde in Tonnerre.

n Rote Jäger "

spielen für Kindertagesstätten

Gegner ist eine Kombination der Bezirkslegisten Roß-Weiß "Kerachemie" Siershahn/SC Wirges.

Der Fußballmannschaft des Landratsamtes ist es gelungen, für ein Spiel zugunsten der Tagessätte für geistig und kör­perlich behinderte Kinder in Wirges die Soldatenmannschaft "Rote Jäger" für Sonntag, dem 20. 7. 1969, 15. 00 Uhr, in Wirges, zu verpflichten.

Die Mannschaft der Fallschirmjäger-Brigade 26 aus Zwei­brücken tritt in folgender Besetzung an:

Saile, Radtke, Schmidt, Schmieh (Wormatia, Worms), Hansing, Geibel (1. FC Kaiserslautern), Fuch, Lenz (SV.

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