Ausgabe 
21.3.1969
 
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2. Die Werbhausgasse verbindet die Elisabethenstraße mit der Kirchstraße. Hier sollen früher Soldaten angeworben .worden sein.

3. Der Stadtteilname "Wölfchesbitz" (etwa Wölfehen­wiese) zeigt uns, daß hier früher Wölfe lebten.

4. Das Staatliche Gymnasium führt seit 11 Jahren mit Sedan einen Schüleraustausch durch.

5. Zwischen Farberbachstraße und Unterer Plötzgasse steht das gelbe B "49"-Schild in nur 25 m Entfer­nung an der Kirchstraße.

300 Jahre ehemaliges Franziskanerkloster Montabaur

von Heinrich Fries. Fortsetzung!

Die Liste der geistlichen Väter des Franziskanerklosters

zu Montabaur (Über die geistlichen Väter siehe Anmer-

kung Nr. 1).

1641 und die folgenden Jahre Jacob Hachenburg

1653 S. Michelstag Johannes Altenfelt, ebenso 1657 Juni 13. und 1660 Juli 14.

1661 Nov. 9 Johannes Offheim (auch Offheimb geschrie­ben), ebenso 1664 Nov. 7, 1666 Mai 4., 1667 Nov. 3., 1669 Mai 15., 1670 Nov. 12., 1676 Juli

6. , 1679 Aug. 25., 1680 April 23. und 1687 April 8.

1689 Juni 28. Conrad Wahl (Schwiegersohn von Johann

Offheim, heiratete Elisabeth Offheim, geb. 4. Au­gust 1641) ebenso 1694 Dez. 13., 1695 Juli 20. ,

1697 Juni 24., 1698, 1700, 1701 Aug. 8., 1702 Nov. 9. , 1704 Juli 1., 1705 Nov. 11. und 1710 Juni 13.

1707 Juni 9. Daniel Schlemmer (Schwiegersohn von Conrad Wahl)

1711 Okt. 5., Sigebertus Läscher, auch Lescher und

Leschert geschrieben (Läscher heiratete am 7. Sep­tember 1710 die Witwe des verstorbenen Daniel Schlemmer. Er starb 1755 Februar 20.) ebenso 1713 Juni 27., 1714 Okt. 12. , 1716 Mai 16. , 1717 Aug.

28., 1719 Mai 3., 1720, 1722 Juni 17. , 1723 Okt.

12., 1725 Mai 15., 1726 Sept. 24. , 1728 Mai 12., 1731 Mai 31., 1732 Sept. 27. , 1734 Juni 7.

1735 Mai 19. Anna Slerin (Schlemmerin) geistliche Mut­ter, die Ehefrau des Läscher. Dieser war für meh­rere Jahre in französische Kriegsdienste getreten.

Er mußte sich deshalb 1737 vor der kurfürstlichen Reg. "legitimieren". (Ratsprotokoll der Stadt Mon­tabaur vom 19. Mai 1737).

1735 Okt. 10 Sebastian Schlemmer, Sohn des Daniel

Schlemmer. Erheiratete am 26. Januar 1723 Mar­garetha, die Tochter des Johann Nöbgen von Mon- tabahr. AuS dem Status des Klosters von 1738 er­fahren wir, daß Sebastian Schlemmer kürzlich ver­storben ist. Seine Witwe schuldete dem Konvent noch 158 Reichstaler 47 Albus.

1738 Sept. 4 Theodor Conradi. E'benso 1740 Januar 22., 1741 August 22., und 1743 Juni 1.

1744 Sept. 7., Joh. Friedrich Hartenfels, Vicar S. Anna Syndicus Apostolicus, ebenso 1746 Juni 10. , 1749

1744 Juni 17., 1750 Sept. 13., 1752 Mai und 1753

August 28., geb. am 29. August 1699 und gestorben am 23. Juli 1754 in Montabaur.

1755 Mai 12. Peter Schaaf, Syndicus Apostolicus, Notar und Stadt- und Gerichtsschreiber, war ununterbro­chen der geistliche Vater des Klosters bis zur Auf­hebung am 18. Februar 1813, geb. am 31. Januar 1725 in Nentershausen, gestorben am 18. Novem­ber 1814 im 90. Lebensjahr in Montabaur. Er war Stadt_ und Gerichtsschreiber von 1756 - 1804.

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Das ehemalige Kloster wurde mit dem Jahre 1813 der Ver­waltung der Herzoglichen - General - Domänen - Direk­tion in Wiesbaden unterstellt.

Nach größeren baulichen Veränderungen wurde im unteren Stock die nassauische Amtsverwaltung eingerichtet. Am 20. Oktober 1817 bezog der Justizrat und Amtmann Sieg­fried den oberen Stock als Dienstwohnung.

Im Jahre 1866 fiel das Gebäudean den preußischen Staat und beherbergte das Amtsgericht bis zum Jahre 1910.

Von den Amtsmannsgarten (Klostergarten) erwarb die Stadt zur Anlage eines neuen Marktplatzes am 20. Juli 1889 den größten Teil des Gartens in Größe von 24 ar 14 qm zum Preis von 1750 Mark. Zwischen dem kleineren Garten mit dem Amtsgebäude und dem neuerworbenen größeren Teil wurde eine Scheidemauer errichtet. Die restliche Gar­tenparzelle mit dem Gebäude tauschte die Stadtverwal­tung gegen Wiesen im Tiergartengelände und zahlte als Ausgleich an den Fiskus 1188 Mark (Tauschvertrag vom 30.6.1909 und Nachtragsvertrag vom 16;'4.1910). Die Über­schreibung wurde am 11. Juli 1910 vorgenommen.

Das Gebäude hat in den letzten 150 Jahren den verschie­densten Zwecken gedient. Zunächst nahm es die nassau­ische Amtsverwaltung auf. Bis zum Neubau des Amtsge­richtes in der Bahnhofstraße war dann dort in preußischer Zeit das Amtsgericht untergebracht.

Später nahm es das Arbeitsamt und die Fortbildungssschule auf, und in jüngster Zeit wurdendört mehrere Familien untergebracht.

Fortsetzung folgt!! !

IOS in starker Position

Das Unvestmentsparen hat in Deutschland in den letzten Jahren einen ungeahnten Aufschwung genommen.

Im vergangenen Jahr legten Deutschlands Sparer rund 3 Mrd. DM in Investmentanteilen an; das war dreimal so viel wie 1967.

Mit dieser Entwicklung untrennbar verbunden ist ein Name, der zum Inbegriff moderner Vermögensplanung geworden ist: Investors Overseas Services (IOS). Diese Gesellschaft konnte sich innerhalb von 13 Jahren zur größten interna­tionalen tätigen Vertriebsgesellschaft für Investmentfonds avancieren.

Wer z.B. bei IOS vor sechs Jahren 40.000, -- DM (10.000 Dollar) im IIT-Fonds investierte, hat heute bereits über 100.000, -- DM auf seinem Konto. IOS verwaltet in der ganzen Welt zur Zeit ein Vermögen von 6,5 Mrd. DM für rund 700.000 Kunden.

Allein in der Bundesrepublik stehen etwa 4.000 Anlagebe­rater im Dienste aller derjenigen, die sich um ihre finan­zielle Zukunft Gedanken machen.

Diese internationale Finanzorganisation ist in Deutschland besonders bekannt geworden durch Ihren deutschen Reprä­sentanten, den Bundesminister a. D. und Alt-Vizekanzler Dr. Erich Mende. Ebenfalls für die IOS in Deutschland tätig ist der frühere Wohnungsbauminister Dr. Preusker, sowie der ehemalige Bundeswehr-Inspekteur Generalleut­nant Moll.

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