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An alle Vereine und Verbände!
Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir machen darauf aufmerksam, daß wegen des Feiertages "Karfreitag" der Redaktions- und Anzeigenannahmeschluß um einen Tag vorverlegt wird.
Geben Sie bitte Ihre Manuskripte bzw. redaktionellen Texte bis spätestens 31.3.1969 vormittags 9.00 Uhr auf Ihrer Gemeindeverwaltung ab, damit die Veröffentlichung termingerecht durchgeführt werden kann.
VERLAG HANS SC HM ID GmbH
RENTENZAHLUNG
Beim Postamt Montabaur werden die Renten für den Monat April 1969 wie folgt ausgezahlt:
Versorgungsrenten: 27. März 1969
Schalter 1 von 9.00 - 11.00 Uhr
Versicherungsrenten: 28. März 1969
1. Zahlung (nur Arbeiter-Renten ab Kennzahl 5 000 und alle ande - ren Versicherungsrenten arten)
Zahlzeiten für Versicherungsrenten:
Schalter 4 von 8.00 - 11.00 Uhr
VERBANDS- undVEREINSMITTEILUNGEN
Kleiner Verein mit großen Aufgaben
Der Bürger- und Gewerbeverein ist traurig gewesen,
Genauer gesagt, die Vereinsleitung hing in der letzten Vorstandssitzung trüben Gedanken nach.
Mit Recht. Ein Blick über den eigenen Zaun hinweg läßt erkennen, daß anderenorts auf dem Werbesektor einiges fertiggebracht wurde. Werbende Tätigkeit für und idurch den eigenen Verein, so lautet das Gebot der Stunde.
Was soll in dieser Beziehung noch groß beschönigt werden.
Die Zielsetzung des Vereins ist eindeutig und klar. Die Entwicklung der Stadt kann uns alle in naher Zukunft vor Probleme stellen, denen man Rechnung tragen muß. Gewollt oder ungewollt, freiwillig oder der Not gehorchend, das mag sich jeder selbst beantworten.
Der Bürger- und Gewerbeverein blickt in Montabaur auf eine Vergangenheit, die nicht von gestern und vorgestern ist. Schon vor dem ersten Weltkrieg gab es Vereinigungen die sich der Hebung des Geschäftslebens in der Stadt, durch Ideen, Aufstellungen oder Veranstaltungen widmeten.
In den dreißiger Jahren nahm der Fremdenverkehr einen ganz beachtlichen Umfang an. Der "Luftkurort Montabaur" war bekannter als mancher vermuten mag. Damals warb der "Verkehrsverein" zusammen mit der Stadt längst schon für "Montabaur, die Perle des Westerwaldes".
Aus mancherlei Erwägungen kam es dann schließlich nach 1948 zur Gründung des Bürger - und Gewerbevereins.
Heute regen sich längst mahnende Stimmen, die mehr Initiative auf dem Gebiet der Fremdenwerbung fordern.
Die Stadtväter selbst haben trotz angespaif nter Finanzlage Maßnahmen beschlossen, die das äußere Bild von Montabaur verschönern sollen. Ein lobenswertes Beginnen, das sicherlich in Zukunft fortgesetzt wird.
Mit der Verwaltungsinitiative allein ist es jedoch nicht getan.
Die Fertigstellung der Umgehungsstraße wird auch an das Beherbergungsgewerbe Anforderungen stellen, die nicht nur dem Durchgangsverkehr Rechnung tragen.
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Soll der Bürger- und Gewerbeverein hierbei unterstützend und zielstrebig c tätig werden, benötigt er zunächst einmal die Unterstützung durch die eigene Bürgerschaft. Bisher aber mangelt es sehr daran.
Weihnachtswerbung, Kirmesfeuerwerk und die Beschaffung von Ruhebänken sind nützliche und gute Dinge. Damit ist jedoch noch lange nicht genug getan. In diesem Jahr werden einige tausend Mark benötigt, um ebenfalls zur Stadtverschönerung beizutragen.
Die dringend notwendige Mitgliederwerbung stärkt zwar die Vereinskasse, aber dieses finanzielle Polster ist nun einmal notwendig, wenn Vorhaben verwirklicht werden sollen, deren Wichtigkeit nicht angezweifelt werden kann.
Am Montag, dem 28. April 1969, findet um 20.00 Uhr, die Hauptversammlung des Bürger- und Gewerbevereins im Kolpinghaus statt.
Der Besuch dieser Veranstaltung wird zeigen, ob die vielseitigen Vereinsaufgaben ein entsprechendes Echo finden. Über die Planungen und Vorhaben für die Zukunft wird jeder Besucher ausführlich unterrichtet.
Die anschließende Diskussion gibt Gelegenheit, das Wort zu ergreifen, dem hoffentlich die Tat folgen wird.
Bund der Vertriebenen
Arbeitsgemeinschaft der Frauen im BDV Rheinl and -Pfalz.
Für das Berlinstudium vom 4. - 11.5.1969 sind noch einige Plätze frei.
Interessenten wollen sich bitte melden in der Kreisgeschäftsstelle BDV Rathaus, oder bei der Landesfrauenreferentin Fr. Johanna Galke, Montabaur, Herderstraße 3.
Im vorigen Jahr schrieb Fr. Galke nach der Berlinfahrt:
O mein Berlin, Du wunderschöne Stadt, die uns für 7 Tag’ beherbergt hat.
Die Zeit war schön, wir mußten eilen, an schönen Stätten gern verweilen.
Wer Dich Berlin zum ersten Mal gesehn, der kann es erst so recht verstehn, den zieht es immer wieder hin, zu Dir, Du wundersch öne Stadt Berlin.
O mein Berlin, warum bist Du geteilt? was hat Dich für ein Schicksal nur ereilt?
Man hat Dich mitten durch das Herz geschnitten, was hast Du in den 20 Jahr’n gelitten, es geht uns und der Welt nicht aus dem Sinn,
Dein schweres Los Du schöne Stadt Berlin.
O mein Berlin, Du wunderschöner Ort,
uns nahm der Krieg die liebe Heimat fort,
ein jeder von uns hängt an seiner Stadt,
die er nach 20 Jahr’n noch nicht vergessen hat,
o könnten wir zurück ohn’ Kriegs- und Sturmgebraus,
wir liefen heim, wir wären dann zu Haus.
Doch uns’re Sehnsucht zieht mit uns dahin, Aufwiedersehn, Du liebe Stadt Berlin .
Nicht einmal nur dorthin, das ist verkehrt:
"Berlin ist jede Reise wert!" (Joga)
KENNEN SIE MONTABAUR?
Ein kleines Heimat-Quiz
Antworten:
1. Der offizielle Name der katholischen Pfarrkirche lautet 1 . "St. Peter ad vincula", das heißt "St. Peter in Ketten".

