Ausgabe 
21.3.1969
 
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i Abon- dakteur: uktions- sandlei.

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Stadt (Montabaur

Amtsblatt

b * 8 B

Für den amtlichen Teil verantwortlich: Der Bürgermeister

I

6. JAHRGANG (56)

FREITAG, DEN 21. MÄRZ 1969

NUMMER 12

DAS AMTS BLÄH DER STADT .. IN EIGENER SACHE

Wunsch - Werbung - Wirkung = Erfolg?

Die heutige Ausgabe des Amtsblattes wird allen Haushaltungen der Stadt Montabaur zügestellt. Es sind deren übrigens immer­hin 2.295, wie die Gebäude- und Wohnungszählung vom 25. Oktober 1968 ergeben hat. Wenn man auch nicht erwarten kann, daß etwa jede Familie nun wie aus heiterem Himmel plötzlich Abonnent wird, so steht doch die derzeitige Zahl der Bezie­her in einem recht bescheidenen Verhältnis zur vorerwähnten Haushaltsziffer. Zur Zeit wird das Mitteilungsblatt von 400 Haushalten wöchentlich gelesen.

Woran liegt das? Die Kriterien sind bekannt.

Für die Verwaltung, die für den amtlichen Teil verantwortlich zeichnet, war die Zustellung ein Problem. Auf diesem Ge­biet gab es in der Vergangenheit oft Beanstandungen. Heute kommt es nur noch selten zu Reklamationen.

Die Leserschaft war ebenfalls mit Inhalt und Aufmachung nicht immer so zufrieden, wie es hätte sein sollen.

Von denWunschvorstellungen der ersten Ausgabe vom November 1964, bis zur Realität des heutigen Blattes, hat sich also manches nicht erfüllt.

Was aber wäre wohl möglich, könnte das Amtsblatt einen größeren Bezieherkreis ansprechen?

Die amtlichen Bekanntmachungen und Veröffentlichungen der Verwaltung, die von allgemeinem Interesse sind, hätten einen jrmfassenden Informationswert, da sie den größten Teil der Bevölkerung ansprächen. Für kirchliche Nachrichten, Vereins- mitteilungen und Bereitschaftsdienste gilt das gleiche.

Für Interessentengruppen, Gesellschaften und Verbände böte sich gute Gelegenheit, in ausführlicher Darstellung durch Wort und Bild gesellschaftliche Ereignisse zu propagieren. Die Werbung durch die Geschäftswelt fände eine breitere Grundlage bei der einheimischen Kundschaft.

All dies und manches andere wäre möglich, wenn

Die Abonnenten- und Anzeigenwerbung im Anschluß an diese Mitteilung in eigener Sache wird Aufschluß darüber geben, ob Jas Amtsblatt, wie 1964 beabsichtigt, "ein ständiger Gast" bei unseren Bürgern wird.

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MLGEMEINE NACHRICHTEN

Information aus erster Hand!

£ur objektiven Unterrichtung der Bürgerschaft werden nach­stehend in Auszügen aus der Stadtratssitzung vom 23.12.1968 iie Grundsatzerklärungen der Fraktionssprecher zur Altstadt- Erneuerung sowie die entsprechenden Stadtratsbeschlüsse zur Kenntnis gebracht.

B ü r_g_errn e i_s_t e_r _M A_N_G EL S

Die Tatsache, daß der Stadtrat noch am Ende des alten Jah­res - und das sogar am Tage vor Heilig-Abend- über die 3 lanung der Altstadterneuerung berät und beschließt, zeigt loffentlich jedem Außenstehenden, mit welcher Gewissen­haftigkeit die Bürgerschaftsvertreter sich dieser kommunal- Politisch wichtigen Zukunftsaufgabe widmen.

Um über ein Sachproblem beraten zu können, bedurfte es zwangsläufig einer Planung. Der zu diesem Zwecke mit einstimmiger Entscheidung des Stadtrates in Auftrag gege­bene Entwurf des Städtebaubüros Imlau liegt seit einiger Zeit vor und ist in zahlreichen Sitzungen der Fraktionen, der Fachausschüsse und im Stadtrat beraten worden. Der moderne und im Grundsatz von der Idee her anzuerkennende Pla­nungsentwurf konnte jedoch, unabhängig von der Kritik aus der Bürgerschaft, in verschiedenen Details und insbesondere im Hinblick auf seine tatsächliche Verwirklichung in einem überschaubaren Zeitraum, den Stadtrat und die Verwaltung bisher nicht völlig überzeugen. Aufgrund von Ortsbesichti­gungen wurden bereits zahlreiche Abänderungsvorschläge von allen Gesprächsteilnehmern gemacht und in den Plan aufgenommen. Unabhängig von dem augenblicklichen Stand der Planung wurden im Hinblick auf die unverbindliche Ge­samtkonzeption überschlägliche Kostenermittlungen von