Ausgabe 
14.3.1969
 
Einzelbild herunterladen

2. Wo befindet sich die Werbhausgasse und warum heißt sie so?

3. Welcher Stadtteil ist nach einer bei uns nicht mehr heimischen Tierart benannt?

4. Mit welcher Stadt führt das Gymnasium einen Schü­leraustausch durch?

5. An welcher Stelle der B 49steht das Bundesstraßen- Nummernschild49" in nur 25 m Entfernung auf der gleichen Straßenseite?

300 JAHRE EHEMALIGES FRANZISKANER KLOSTER MONTABAUR

FORTSETZUNG - v. Heinrich Fries

P. Aloysius Mailinger, in der Welt Johannes Jaco- bus Mailinger, geboren am 18. Juli 1774 in Obertiefenbach, trat 1793 in den Orden ein, war bei Auflösung des Ordens in Hahn Pfarrverwalter und starb am 13. 3.1838 in Dietkir­chen, wo er später als Kaplan Dienst tat.

P. Angelus Speyer, in der Welt Johann Speyer, gebo­ren am 7, August 1776 in Kleinholbach, trat 1799 in den Orden ein, war von 1809 - 1819 als Kaplan bei einem alten Pfarrer in Meudt und wirkte 1819 bis 1832 als Pfarrer in Dais­bach, besorgte dann den Gottesdienst im Genslerschen Insti­tut in Hadamar und starb dort am 6. September 1848.

P. Gallicanus Batton, in der Welt Johann Jacob Bat- ton, geboren am 9.11.1779 in Limburg, trat am 1. 12. 1802 in den Orden ein und starb am 7. 8. 1858 in Limburg.

Laienbrüder-

Fra. Cosmas Stahl, in der Welt Johann Jacob Stahl, geboren in Frickhofen, getauft dort am 21. März, trat 1768 in den Orden ein, litt an Schwindsucht und starb am 17. März 1815 in Montabaur im 77. Lebensjahr.

Fra. Joseph Schüller, in der Welt Simon Schüller, geboren am 4. 11, 1777 in Vallendar, trat 1799 in den Or­den ein, war von Beruf Schneider, im Kloster Küster, Koch und Schneider, war nach den Akten sehr kränklich und von der Gicht geplagt, Todestag und Sterbeort konnten nicht ermittelt werden.

Fra. Melchior Feigen, geboren am 3. April 1761 in Herschbach (Oberwesterwald) trat 1802 in den Orden ein, hatte keinen Beruf, lebte zuletzt in Herschbach und starb dort am 6. Januar 1821.

Fra. Bertulph Staab, in der Welt Valentin Staab, ge­boren am 24.12.1757 in Kiedrich/Rhg., gehörte früher der Lüttischer Provinz an, wurde nach dem Frieden von Lüne- ville (1801) von den Franzosen als Ausländer auf die rechte Rheinseite ausgewiesen, seit 1803 gestattete man ihm den Aufenthalt in hiesiger Provinz, der er am 25. März 1806 förmlich inkorporiert wurde. Er war von Beruf Schuhmacher, im Kloster Almosensammler und Schuhmacher, lebte in Kiedrich zuletzt und starb dort am 7. Juni 1835.

Fra. Michael Swinkels, geboren in Herzogenbusch in Holland, war erst 30 Jahre alt. Als Ausländer und wegen seiner Jugend entließ man ihn mit dem Bedeuten, sich einen anderen Beruf zu suchen und gab ihm eine einmalige Abfin­dungssumme von 300 Gulden.

Außerdem befand sich noch im Kloster der Exvikar des aufge­lösten St. Kastorstiftes in Koblenz, Johann Kaspar Sieber, der von Ehrenbreitstein stammte und über den Einzelheiten fehlen. Für den zur Strafein das hiesige Kloster verwiese­nen Sieber erhielt dieses monatlich 11 Gulden Kostgeld.

Der Fürst von Weilburg bewilligte am 31. 3.1813 die von dem Staatsministerium beschlossenen Pensionen, und zwar für Flügel, Alban, Franz und Mailinger jährlich je 300 Gulden, für Schüller, Feigen, Stahl und Staab jährlich je 100 Gulden.

Bleuel und Egenolf sollten bis zu ihrer Anstellung als Pfarrer oder Lehrer je 400 Gulden, Speyer und Batton je 200 Gul­den jährlich erhalten. Die Sätze wurden später in einzel­nen Fällen auf Antrag verschiedentlich erhöht.

Von dem Ordensklerus, denen das Kloster zu Montabaur eine Heimstatt war, starben 53 Patres und 22 Brüder. Sie alle fanden ihre Ruhestätte im Kreuzgang, im Garten, der von diesem umschlossen wurde, und vor allen Dingen unter dem Boden der Franziskanerkirche. Niemand vermag zu sagen, wieviel Freude und Friede sie in die Hütten und Häuser des Westerwaldes trugen und wieviel Hoffnungsie wieder auf­richteten in den ge ängstigten und zerquälten Herzen der Menschen. Die Ruhe dieser Toten war sichergestellt, so­lange noch die Franziskanerkirche stand, die mit ihren Mauern einen schützenden Wall um diese Gräber legte.

Das änderte sich, als man 1824 diese abbrach, um das Ge­bäude nach der Südseite zu öffnen. Wiederholt wurde in . den folgenden Jahrzehnten die geweihte Erde vor dem Ge­bäude durch das Anlegen von Gräben und Schächten gestört und die Gebeine der Toten freigelegt. Das wird sich wohl ganz nie vermeiden lassen an Friedhöfen, die im Stadtbe­ring liegen. Doch sollten diese Arbeiten mit aller Pietät und Sorgfalt ausgeführt werden. Das sind wir diesen Toten schuldig, die einmal selbstlos unter uns gelebt und gewirkt haben.

- Fortsetzung folgt! -

KINDERREIME

Kriwwes, krawwes, Knoweloch, wer lacht, der kimmt en't Oweloch, lach mer net, flenn mer net, weis mer deine Zänncher net!

Mudder, giv mer e Budderstick, ich kann net länger worde.

De Guckuck sitzt im Gorde, frißt die gräne Blärer ab, die gäle läßt er wohse.

Kanibbche, kanabbche, dei Himdche gieht vir, do owe, do unne, do danz ich met dir.

'n,'nwolke,

Eva hot gemolke siwwe Geiße un en Kuh.

Pitter, mach die Düre zu, werf de Schlüssel iwer de Rhein, wu de siwwe Kanallje sein!

Siwwe Kanallje fresse Brout, schläin de beste Bauer dout.

1968 EIN ERFOLGREICHES BAUSPAR­JAHR FÜR WÜSTENROT

Fast 90. 000 Wohnungen mitfinanziert - 7, 3 Milliarden DM Bilanzsumme

Auf ein erfolgreiches Bauspar jahr blickt Deutschlands größte Bausparkasse GdF Wüstenrot zurück. Wie der Sprecherder Geschäftsführung, Walter Englert, vor der Presse mitteilte, ist mit 201.000 eingelösten Neuabschlüssen über 5,2 Mil­liarden DM Bausparsumme ein Abschlußvolumen erreicht worden, das um 27 v.H. über dem des Vorjahres liegt und das an den Erfolgstrend früherer Jahre anknüpft.

Der konjunkturelle Aufschwung und die höhere Sparneigung schlugen sich bei Wüstenrot in einem gegenüber dem Vor­jahr um 8 v.H. höheren Spargeldeingang nieder. Die Nachfrage nach Baufinanzierungsmitteln, insbesondere nach Zwischenkrediten, war 1968 sehr rege. Mit 2, 73 Milliarden

4