Sterbefälle
Adolf Albert Hof, Winnen/OWW. 60 Jahre
Adeline Brosda geb. Bandemir, Boden 84 Jahre
Petra Menges, Gorshasen 8 Monate
Josef Hannappel, Hundsangen 51 Jahre
Maria Menges geb. Heinz, Rothenbach/
OWW. 84 Jahre
Willi Albin Sander, Heilberscheid 74 Jahre
Josef Löwenguth, Selters/UWW, 48 Jahre
Frank Hofmann, Wengenroth 16 Monate
Karl Robert Paul Ganß, Montabaur ' 82 Jahre
Johann Peter Hermes, Montabaur 86 Jahre
Anne Grete Kloft geb. Kespe, Montabaur 32 Jahre Josefine Weber geb. Müller, Herschbach/ 78 Jahre OWW.
VER BANDS-und VEREINSMITTEILUNGEN
Landesbiihne Rheinland-Pfalz
Am Donnerstag, 20. März 1969 gastiert die Landesbühne in Montabaur mit dem Drama
_"Woyzeck"
Otto C.A. zur Nedden bezeichnet Georg Büchners "Woy* zeck" als einen "einzigen Aufschrei der gequälten Kreatur in ihrer untersten Schicht, ein wahrhaft aufrüttelndes und Mitleid erweckendes Sozial-Drama von unausweichlicher Eindringlichkeit". Als Poet ein Ahnherr Wedekinds und Brechts benutzt Büchner (1813 - 1837) eine wahre Begebenheit vom 21. Juni 1821, um seine "dramatische Ballade von der Passion des Menschen" zu gestalten;
Der 41-jährige Friseur Johann Christian Woyzeck ersticht in Leipzig aus Eifersucht seine 46-jährige Geliebte, die Witwe eines Chirurgen, die selbst in schlechtem Ruf steht und sich mit Soldaten der Stadtwache herumtreibt. Die Hinrichtung des Mörders erfolgt am 27. August 1824 mit der offiziellen Begründung, man müsse aufzeigen, wohin "Arbeitsscheu, Spiel, Trunksucht, ungesetzmäßige Betätigung der Geschlechtslust und schlechte Gesellschaft" führe.
Für Georg Büchner ist die juristische und gerichtsmedizinische Seite dieses Falles bedeutungslos; ihm geht es um das grundlegende Problem, um die soziale Ordnung, die hier gestört ist und solche Morde nur noch fördert! Walter Jens konstatiert; "Mit großer Schärfe und Genauigkeit, die Kafkas Optik antizipiert, hat der Dramatiker die sozial bedingte Entfremdung des Menschen gerade dadurch illustriert, daß er ihn künstlich, unnatürlich, maschinell und höchst schematisch reagieren ließ".
Alle Figuren im "Woyzeck" (Woyzeck, Marie, Doktor, Hauptmann) haben im Grunde ein falsches Verhältnis zum Leben, zur Wirklichkeit und demonstrieren, daß die Natur stets stärker sein wird als der fragwürdige Begriff "Moral".
In der Inszenierung von Herbert G. Doberauer spielen;
Rudolph Lauterburg (Woyzeck), Mechthild Liesebrecht (Marie), Hans Jürgen Richter (Hauptmann), Horst Wendelin Eisenhuth (Doktor), ArnimServaes (Tambourmajor), Manfred Götting (Andres), Helga Boettiger (Margret), Gustaf Gromer (Marktschreier), Arthur Kermes (Jude), Heinz Fitz (Handwerksbursche), Manuel Arnim Höhne (Karl), Skil Kaiser (Käthe), Ellen Sohmer (Großmutter), Peter Carlsohn (Unteroffizier) und Karin Hoffmann (Kind).
Das Bühnenbild gestaltet wieder Birgit Kluge.
Georg Büchner stellt uns in seinem "Woyzeck" die nachdenkenswerte Frage nach der Freiheit oder Vorher bestimmtheit menschlicher Willensentscheidungen! Er kämpft gegen unüberlegte und ober
flächliche Antworten wie die des Hauptmanns; "Du bist ein guter Mensch, ein guter Mensch - aber du denkst zuviel", da er weiß, daß nur durch Intellektualität dem "gräßlichen Fatalismus der Geschichte;entgegen gewirkt werden kann.
Kartenvorverkauf; Städt, Verkehrsamt, Rathaus, Zimmer 8.
Bund der Vertriebenen
Berlinfahrt der heimatvertriebenen und geflüchteten Frauenvom 4. bis 1 1 . 5.196 9 mit Bus ab Montabaur
Meldungen bitte bei der Landesfrauenreferentin BDV Johanna Galke, Montabaur, Herderstraße 3 oder mittwochs und freitags vormittags von 9-11 Uhr in der Kreisgeschäftsstelle BDV in Montabaur, Rathaus.
Hilfsgemeinschaft Deutscher Frauen
e.V.
Rheinland • Pfalz
Rückblick auf das Stadtgeschehen
Trotz des hohen Schnees verstanden es die Montabaurer auch in diesem Jahr, Karneval zu feiern.
Höhepunkt war der Fastnachtszug am Dienstag.
Das Patenschiff der Stadt Montabaur, die "Westerwald", schickte seine Besatzung zu einem Freundschaftsbesuch nach Montabaur. Noch nicht entschieden wurde über die Straßennamen im Baugebiet "Wassergraben V".
Die Heizung im Schwimmbad wird verstärkt.
Nunmehr besuchen nicht nur Kinder aus Eschelbach und Holler, sondern auch aus Wirzenborn, Recktenthal und Bladernheim die Hauptschule in Montabaur.
Noch nicht entschieden wurde über die Verwendung des Schlosses, Wahrscheinlich wird das Kreiswehrersatzamt hier einziehen.
Das Finanzamt wird sich im alten Gymnasium ausdehnen können.
Im bisherigen Kreisheimatmuseum wirdein Verkehrs- und Reisebüro eingerichtet. Das Museumsinventar wurde in den Vorbau des Schlosses ausgelagert.
Die Verbandsgemeinde Montabaur soll nach den Vorstellungen der Bezirksregierung folgende Gemeinden umfassen; Bladernheim, Daubach, Eigendorf, Eschelbach, Ettersdorf, Gackenbach, Girod, Goldhausen, Görgeshausen, Großholbach, Heilberscheid, Heiligenroth, Holler, Horbach, Horressen, Hübin- , gen, Hundsangen, Kleinholbach, Nentershausen, Niederelbert, Niedererbach, Nomborn, Oberelbert, Obererbach, Oberhausen, Pütschbach, Reckenthal, Ruppach, Stahlhofen, Steine - frenz, Untershausen, Welschneudorf, Weroth und Wirzenborn.
Die Bezirksverkehrswacht Montabaur kann auf eine dreijährige erfolgreiche Tätigkeit zurückblicken.
Das Staatliche Gymnasium erhältein Sprachlabor,
Der Bau der Brücken Limburger Straße und über das Gelbachtal im Zuge der Umgehungsstraße schreitet voran.
Schwester Leonoria vom Orden der Armen Dienstmägde, die caritative Aufgaben in Montabaur stets vorbildlich erfüllte, ist verstorben.
Zum 1. August wird in den Räumen des Aufbaugymnasiums eine Realschule eingerichtet.
KENNEN SIE MONTABAUR?
EIN KLEINES HEIMATQUIZ Fragen;
l. Wie lautet der offizielle Name der katholischen Pfarrkirche?
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