Ausgabe 
31.1.1969
 
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1671 erlaubte Erzbischof Carl Caspar von Trier dem Guardian eine zweite Glocke zu weihen, die diesem von kurtrierischen Untertanen in Meudt geschenkt worden war. Nach einer Notiz im Stadtarchiv Montabaur wurde am 12. September 1731 bei den Franziskanern eine größere Glocke geweiht. Die Paten waren Oberamtmann Reiffenberg und seine Gemahlin Maria Anna von Eltz (14), "welche auch den Guß mit 30 Reichstaler : bezahlt und die Anwesenden gastiert haben". Diese dritte Glocke ersetzte wohl aus irgendeinem Grunde eine der vorge­nannten beiden kleinen Glocken. Im Jahre 1749 gestattete Erzbischof Franz Georg von Schönborn (1729 - 1756) auf Bit­ten des Guardians und Konvents dem Landdechanten und Pfar­rer zu Vallendar eine weitere Glocke zu weihen, auch sie löste wohl eine andere Glücke aus'älterer Zeit ab, so daß bei Auflösung des Klosters nur noch zwei Glocken vorhan­den waren, die am 3. Juli 1820 von der nassauischen Regie­rung versteigert wurden. Die größere Glocke wog 199 Pfund und wurde für 218 Gulden, 54 Kreuzer an die Wallfahrtskirche in Wirzenborn verkauft. Die kleinere wog 74 Pfund und ging für 85 Gulden, 6 Kreuzer an die Kapellengemeinde Horressen.

Die erste Orgel für die Klosterkirche fertigte Meister Sylvester Scheuren von Mayen. Nach dem geschlossenen Kontrakt vom 6. Juli 1676 wollte die Orgel 3 Blasebälge und folgende Register haben:

Bordun 8 Fuß, Coppei 4 Fuß, Hohlpfeiff 4 Fuß, Quintflüte 1 Quint höher als 2 Fuß, Octava 2 Fuß, Sesquialtra zweifachig, etwas mehr als 1 Fuß, Mixtur 1 Fuß, Im Jahre 1711 war die Orgel fast untauglich, wurde aber 1720 für 75 Reichstaler noch einmal gründlich üherhoit, 1777 wurde diese dann durch eine neue ersetzt, für die man 371 Reichstaler, 37 Albus zahlte.

Der Erbauer ist unbekannt. Diese letzte Orgel wurde 1819 auf Antrag des Stadtpfarrers mit den Beichtstühlen der Pfarr­kirche Montabaur überlassen.

Im Jahre 1759 schenkte Erzbischof Johann Philipp von Waiderdorf (1756-1768) der Klosterkirche einen Ornat mit Piuviale und Antipendium, geschmückt mit dem Wappen der Familie von Waiderdorf. 1783 kaufte der Kcn-- vent eine Statue des hi. Johannes des Täufers (15) für 9 Reichstaler.

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(12) Der Bildhauer Volck scheint kein unbdeutender Künst­ler gewesen zu sein. Von ihm stammt eine ausgezeichnete. Kanzel mit Evangeiistenreliefs in dem ehemaligen Wilheimi tenkloster in Limburg aus dem Jahre 1753 (Dehio-Gail, Südl. Hessen (1950) S. 246).

Volck wird ferner genannt bei Arbeiten am Hauptsaai des Dikasterialbaus zu Ehrenbreitstein um 1746. Diese freund!. Hinweise verdanke ich Herrn Oberarchivrat Dr. Strunk, Wiesbaden.

(13) Magdalena von Esch, geb. 18. Mai 1700, gest. 28. November 1767, die Tochter des kaiserlichen Oberstleut­nants Anton Josef von Esch, war verheiratet mit Johann Friedrich Freiherr von Wagenheim, Kurtrierischer Oberst­jägermeister und Kammerherr, geb. 1700 , gest. 12.

Januar 1747 in Koblenz.

(14) Oberamtmann Anselm Friedrich Anton Freiherr von Reiffenberg, geb. am 12.2.1685 zu Sayn, gest. 21.12.

1739, war verheiratet rnit Maria Anna von Eltz, geb. 27.4.1753, Beide liegen in der Abteikirche zu Sayn be­graben.

(15) Sie ist mit großer Wahrscheinlichkeit identisch mit der Statue, die heute noch in der ehemaligen Taufkapeiie der Pfarrkirche zu Montabaur steht.

(Fortsetzung folgt)

Verantwortlich.für den Textsatz: H. Benz

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